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Onlineshops und Social Media sind gute Kombination

23. Oktober 2015, 16:03

Gut vernetzt, nah am Kunden

Fast alle Onlineshops sind in sozialen Medien aktiv: Facebook liegt nach wie vor weit vorne und wird von 90,5 Prozent der Anbieter (Vorjahr 88,9 Prozent) genutzt. Google+ ist mit 78,2 Prozent noch das zweitmeist verbreitete Netzwerk, zeigt aber im Vergleich zum Vorjahr (79,6 Prozent) einen leichten Rückgang. Einen Twitter-Account haben 72,2 Prozent (Vorjahr 70, 8 Prozent) der Shops und bei YouTube vertreten sind 69,1 Prozent (Vorjahr 67,2 Prozent). Auf quantitativer Ebene ist damit beinahe eine Sättigung erreicht, neues Potential liegt in qualitativen Ansätzen. So bieten zum Beispiel Pinterest mit „Buyable Pins“ und Instagram mit einem „Shop Now“-Button direkte Einkaufsverknüpfungen an.

Auch in Bezug auf die Reichweite sind die Facebook-Profile der Onlineshops mit durchschnittlich 467.190 Likes klar am erfolgreichsten. Die Resonanz bei Twitter mit einem Mittelwert von 60.022 und Google+ mit 47.549 Followern ist bereits deutlich geringer, weit abgeschlagen ist YouTube mit im Schnitt nur 5.112 Abonnenten. Allerdings zeigt die Analyse, dass nur wenige Shops über sehr hohe Fanzahlen verfügen, während viele Onlineshops sich mit einer geringeren Reichweite begnügen müssen. Insgesamt lässt sich die Tendenz ausmachen, dass größere Shops auch eine größere Reichweite haben. Am deutlichsten ist dies bei Facebook ausgeprägt.

Neutral geprüft, individuell bewertet

Gütesiegel, die eine neutrale Shop-Prüfung garantieren, und Shopbewertungen durch Kunden nehmen immer mehr zu, denn Transparenz wird für Shopbetreiber immer wichtiger. Dies zeigt sich an der Verbreitung von Shopbewertungssystemen. Waren es im letzten Jahr noch weniger als die Hälfte der Onlineshops, die eine Bewertung durch Kunden zuließen (46,6 Prozent), sind es in diesem Jahr schon fast zwei Drittel (65,4 Prozent). Außerdem konnten beispielsweise Anbieter mit dem Gütesiegel „EHI Geprüfter Online-Shop“, die auch im letzten Jahr schon im Ranking vertreten waren, ihren Umsatz um 10,5 Prozent steigern.

DHL bleibt, Selbstabholung kommt

Die Top-1.000-Onlineshops bieten ihren Kunden eine immer größere Auswahl an Versandarten an. Stark im Kommen ist das Angebot, die bestellte Ware selbst abzuholen – etwa n stationären Geschäften oder in zentralen Lagern. Dies hat sich mit 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (10,5 Prozent) fast verdoppelt. DHL konnte seinen Vorsprung des am meisten angebotenen Logistik-Dienstleisters noch ausbauen und liegt mit 73 Prozent Verbreitung (Vorjahr 69,2 Prozent) sehr deutlich vor der Konkurrenz.

Methodik der Studie

Die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ analysiert die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops. Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen und Unternehmenswebsites. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern. Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Dienste von Shops wie etwa Apple Itunes und Spotify wurde nicht berücksichtigt. Betreibt ein Unternehmen mehrere Onlineshops, so wurde jeder Shop separat betrachtet.

Definition des E-Commerce-Umsatzes: Nettoumsatz des jeweiligen Onlineshops im Jahr 2014, bereinigt von Retouren, exklusive  Umsatzsteuer und nur aus der reinen Geschäftstätigkeit des Onlineshops (ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens).

 

de.statista.com www.ehi.org