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Gefährdet EU-Richtlinie Keramikhersteller?

12. August 2017, 14:33

Demnach will die Brüsseler EU-Generaldirektion für Gesundheit die bisher bestehende Keramik-Richtlinie aus dem Jahr 1984 überarbeiten und zum Beispiel den erlaubten Grenzwert für Blei auf ein Vierhundertstel der bisherigen Obergrenze absenken. Die besagten, allgemein als giftig geltenden Schwermetalle können in Farben enthalten sein, die bei der Herstellung von Porzellan zum Einsatz kommen. So raten Experten schon seit langer Zeit vom Kauf von Keramikwaren im Urlaub insbesondere in südlichen Ländern ab – vor allem bei Ware mit leuchtenden oder knalligen Farben wie Rot oder Gelb. 

Im Zusammenhang mit dem Spiegel-Artikel sprach Meissen Porzellan Sprecherin Sandra Jäschke vom möglichen Aus der  Aufglasurmalerei im Bereich Tisch und Tafel. Die Sprecherin der Staatlichen Manufaktur ließ die Hoffnung auf eine Ausnahmeregelung für die betroffenen Manufakturen anklingen und regte Warnhinweise auf dem Geschirr an. Zugleich wies sie auch auf die bekannten Zwiebelmuster und darauf hin, dass bei dieser Malerei unter der Glasur Lebensmittel nicht direkt mit Farbe in Kontakt kommen.

Als Reaktion auf die neuerliche Diskussion wird nun in Tagesmedien eine Aussage der EU-Kommission zitiert, wonach bei der geplanten Verschärfung der Auflagen für die Keramikindustrie deren Weiterbestehen wie auch ein hoher Verbraucherschutz gewährleistet werden soll. 

 

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