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Frankfurter Messetrio verbucht mehr Besucher und Order

4. Februar 2015, 7:58

Im Jahr 2014 hatte die Messe Frankfurt 2.883 Austeller und 83.174 Besucher gezählt. Beim Messegeschehen 2015 zeigt sich der Veranstalter sehr zufrieden mit weiterhin regen Zuwachs ausländischer Besucher auf einen Anteil von 61 Prozent sowie mit der Beteiligung des deutschen Handels. „Es kamen nicht nur mehr deutsche Einkäufer nach Frankfurt, sie haben auch mutiger geordert“, beobachtet Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des Handelsverbandes Bürowirtschaft und Schreibwaren (HBS) bestätigt: „Der Bürofachhandel bewertet die Entwicklung der Paperworld positiv, insbesondere die „Paperworld Plaza“ mit den namhaften PBS-Markenherstellern in Halle 3.1, dem informativen Vortragsprogramm und dem Handelsareal des HBS und der Verbundgruppen Büroring und Prisma. Doch auch die Creativeworld in Halle 4 und das Angebot an hochwertigen Papeterieprodukten sowie die Sonderschauen gaben dem Fachhandel einen hervorragenden Einblick in die Trends, Designs und Neuheiten 2015/2016. Die Messen in Frankfurt bilden somit die wichtigste Orderplattform des Jahres.“
 
Optimistischer Start in neue Geschäftssaison

Die Besucher aller drei Messen bringen eine deutlich gesteigerte Einkaufslaune mit. Grund dafür ist vor allem das zum Ende des vergangenen Jahres gestiegene Konsumklima im Einzelhandel. Das bestätigt auch Hamid Yazdtschi, Geschäftsführer, Gilde Gruppe: „In der Branche gibt es eine gewisse Skepsis in Bezug auf die Konsumlage und jedes Mal sind alle überrascht, wenn es stattdessen gut läuft. Das ist auch in diesem Jahr wieder so: Wir sind mit der Christmasworld 2015 absolut zufrieden. Die Messe lief erstaunlich gut, so gut, dass sie eine harte Konkurrenz für die Maison & Object ist. Wir haben Besucher aus ganz Europa und bedienen sogar interkontinentale Kunden wie etwa aus Brasilien.“ Daneben können Besucherzuwächse vor allem aus Ländern wie Italien, USA und Skandinavien verzeichnet werden. Rückläufig sind hingegen wegen der aktuellen politischen Situation die Besucher aus Russland und der Ukraine. Auch die Creativeworld hat sich mittlerweile zur international wichtigsten Veranstaltung für die Hobby-, Bastel- und Künstlerbedarfsbranche entwickelt. „Wir verzeichnen ein sehr internationales Publikum. Als französisches Unternehmen haben wir einen extrem hohen Export-Anteil und die Creativeworld ist der internationale Dreh- und Angelpunkt für die Künstler- und Hobbyszene und unsere wichtigste Messe. Wer international aufgestellt ist, muss hier in Frankfurt sein“, betont Pebeo-Vertriebsleiter Uwe Duckstein.
 
Attraktives Zusatzprogramm hat gezogen

Die drei Konsumgütermessen sind ein wichtiger Impulsgeber des Handels. Ein breit gefächertes Event- und Konferenzprogramm mit vielen Höhepunkten und themenspezifischen Vorträgen zeigt neue Ansätze im Handel auf, um die Umsätze weiterhin hoch zu halten und Kunden zu binden. Ein besonderes Highlight war die Sonderschau „Future Shopping“ auf der Paperworld. Auf einer 400 Quadratmeter großen, eigens erbauten Einkaufspassage hat der stationäre Einzelhandel erlebt, wie neue digitale Technologien das traditionelle Geschäftsleben fördern und beleben können. Reale Produkte haben dort durch die Einbindung von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets eine neue Dimension erlangt. Dies funktioniert beispielsweise durch die Beacon-Technologie. Auch QR-Codes, Couponing-Systeme oder Verlinkungen zu Audio- und Videoinhalten unterstützen und erweitern das Einkaufserlebnis.
 
Daneben sorgen Emotionen am „Point-of-Sale“ für noch mehr Umsätze. „Es geht im Handel verstärkt darum, eine Erlebniswelt darzustellen, die eine Leichtigkeit vermittelt. Schließlich ist Dekoration ein „emotionales Produkt“, das spontan gekauft wird, von daher müssen wir Gefühle und Emotionen verkaufen, die glücklich machen. Es macht richtig Spaß auf der Christmasworld, denn bei unseren Fachbesuchern stimmt das Niveau und der Geschmack bzw. das Auge fürs emotionale Detail“, sagt Helmut Schmidt, Geschäftsführer der Firma Christborn. Auch die Christmasworld-Sonderpräsentation „Ice Hotel“ des Designer-Duos 2Dezign hat die Bedeutung und Möglichkeiten von Emotionalisierung im stationären Handel auf der Christmasworld herausgestellt. Sowohl Besucher als auch Aussteller waren begeistert von einer dekorierten Welt aus Produkten, Blumen und Accessoires ganz in Weiß und Eisblau. Ice Hotel bietet Anregungen für ausgefallene, überraschende und stilvolle Dekoration der Ladenflächen und Sortimente im stationären Handel und damit ein Kontrapunkt zur digitalen Einkaufswelt.
 
Neues Paperworld-Konzept positiv aufgenommen

Der Verband der PBS-Markenindustrie ist mit der Paperworld 2015 zufrieden, sind doch viele wichtige Hersteller wieder als Aussteller zurück: „Das neue Konzept ist sehr gut gelungen, die neue Hallenstruktur mit der Paperworld Plaza ist für uns und unsere Mitglieder ziemlich nah am Optimum. Wir sind mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden, konnten mehr internationale Einkäufer als erwartet sprechen und auch die Qualität und Frequenz des deutschen Handels stimmt. In dieser Form müssen wir gemeinsam mit der Messe Frankfurt weitermachen, das Konzept ausbauen und noch mehr Besucher und Hersteller gewinnen“, sagt Rolf Schifferens, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der PBS-Markenindustrie und Geschäftsführer von Faber-Castell.

Auch der PBS-Handel ist überzeugt von der neu eingeschlagenen Richtung, wie zum Beispiel Johannes Peter Martin, Geschäftsführer Kaut-Bullinger sagt: „Die Paperworld ist für uns die wichtigste Messe und mit dem neuen Konzept ist sehr viel Kompetenz hier vertreten. Wir bekommen für alle unsere Geschäftsbereiche sehr viele Impulse von den Ausstellern – nicht nur für die direkt kommende Geschäftssaison, sondern auch für die generellen Entwicklungen in den nächsten Jahren. Und das Netzwerken, das im Umfeld der Messe entsteht, der direkte Kontakt, ist unerlässlich auf dieser Messe – das kann keine Videokonferenz ersetzen.“
 
Auffällige Weihnachtstrends 2015

Dramatisch, effektvoll und ein Hauch glamourös – in diesem Jahr wird Weihnachten ausgesprochen festlich, zuweilen sogar unkonventionell. Zwar liegen nach wie vor natürliche Materialien im Trend, doch die Lust am Ausgefallenen ist deutlich spürbar: Pinkfarbene Kunstbäume konkurrieren mit pastellfarbenen Kugeln, daneben setzen Rot, Blau und Grün sowie Schwarz und Weiß reizvolle Akzente. Vor allem Kupfer glänzt in dieser Saison bei der saisonalen Dekoration und wird mit Gold und Schwarz kombiniert. Für ein Plus an Extravaganz sorgen außerdem Accessoires aus Fell, Federn und Plüsch. Neben Waldfiguren haben vor allem Eisbären und Pinguine ihren großen Auftritt, aber auch Elefanten, verkleidete Katzen und witzige Affen sorgen dafür, dass das schönste Fest des Jahres garantiert nicht langweilig wird. Ebenfalls 2015 en vogue: Storytelling. Einzelne Deko-Artikel werden inszeniert und entführen in wundersame oder vergangene Welten, die zum Spontankauf animieren.
 
Home-Deko definiert sich neu

Gab es bisher vor allem Tischdekorationen bei den Ausstellern zu sehen, sind es in diesem Jahr ganze Wohnecken, welche dem Home-Deko Trend Ausdruck verleihen. Möbel und Accessoires werden mit Farben und Strukturelementen bearbeitet, Stoffe mit Stempeln oder Schablonen verziert. Wohnaccessoires werden nicht länger nur aufgepeppt, sondern selbst geschaffen: Lampen aus Faltpapier, Schalen und Kerzenhalter aus Beton gegossen und Skulpturen aus Sculpting-Blöcken geschnitzt oder mittels Materialhärter kreiert.
 
Im kommenden Jahr findet das Konsumgütermessetrio wie in den vergangenen Jahren rund um den letzten Samstag im Januar statt:
Während die Christmasworld schon am 29. Januar 2016 beginnt, folgen Paperworld und Creativeworld am 30. Januar. Alle drei Messen laufen dann bis zum 2. Februar 2016.

www.messefrankfurt.com/frankfurt/de.html