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Bekannter Händler bringt Kundenpakete per Lastenrad

1. Dezember 2016, 11:29

Mehr Komfort, aber auch Herausforderungen

Aufgrund des veränderten Konsumverhaltens und der gestiegenen Kundenanforderungen der Verbraucher in Zeiten von E-Commerce, Online- und Mobile-Shopping nimmt auch die ökologische Belastung der Umwelt und die gesundheitliche Belastung der Bewohner vor allem in Ballungsgebieten und Innenstädten stetig zu. Dabei stellt die letzte Meile – der logistische Fachbegriff für den Transport der bestellten Ware zur Haustür des Kunden – die Versandhändler und Paketdienstleister vor ein großes Problem, denn neben dem häufig sehr geringen Platz zum Parken und Rangieren sind die Kunden in vielen Fällen nicht zu Hause oder nicht erreichbar.

Vorteile der Lieferung mit Elektro-Lastenrädern

Dieses Problem hat die Memo AG nun zumindest für den Bereich des Berliner S-Bahn-Rings durch die Zusammenarbeit mit der Velogista GmbH gelöst. Das Rad-Logistik-Unternehmen beliefert dort aktuell rund 1.000 Memo und Memolife Kunden mit Elektro-Lastenrädern, die mit einer Nutzlast bis zu 250 Kilogramm beladen werden können. Knapp 2.000 Sendungen sind aktuell bereits auf diesem Wege ausgeliefert worden. Der große Vorteil dabei ist: Durch das Laden der Elektro-Lastenräder mit 100 Prozent Ökostrom fahren diese komplett emissionsfrei. Zusätzlich werden Abgase und Lärmbelastung drastisch reduziert. Da die Fahrer der Lastenräder in Berlin die Busspur und Fahrradwege benutzen und auch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung befahren dürfen, ist die Zustellung häufig auch schneller als mit dem Paketzustellfahrzeug.

Die Logistik im Hintergrund

Die Bestellungen, die mit einer Lieferadresse innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin bis 16.00 Uhr bei dem Anbieter eintreffen, werden anschließend von einem etablierten Speditionspartnert abgeholt. Zeitgleich übermittelt das Handelsunternehmen die Anzahl der Sendungen und Lieferadressen an den Rad-Logistiker. Noch am selben Tag nimmt dieser Kontakt zu den betreffenden Kunden auf und klärt mit ihnen die Anlieferung am Folgetag. Die Pakete und Sendungen in dem Mehrweg-Versandsystem „Memo Box“ treffen am nächsten Tag gegen 10.00 Uhr bei Velogista in Berlin ein, wo sie aufgenommen, sortiert und auf die Lastenräder verteilt werden. Die anschließende Zustellung erfolgt dann meist innerhalb von zwei Stunden. Auch Rücksendungen, zum Beispiel der wiederverwendbaren „Memo Box“ sind über den Logistikpartner möglich. Ausgenommen von der Lieferung sind Bestellungen an Packstationen und Postfilialen.

Professionelle Partnerschaft

Frank Schmähling, der als Vorstandsmitglied Logistik der Memo AG die Kooperation mit Velogista initiiert hat und verantwortet, ist begeistert: „ Wir ahben hier wir einen hochprofessionellen Partner gefunden, der nicht nur mit unserer nachhaltigen Philosophie übereinstimmt, sondern auch innovative Lösungen für eine zukunftsfähige Logistik liefert.“

Auch Velogista-Geschäftsführer Martin Seißler freut sich über die Zusammenarbeit: „Unser Großkunde übernimmt ganz in unserem Sinne Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Durch die 25-jährige Erfahrung von Memo als Versandhändler können wir als junges Unternehmen nur profitieren.“ Mit ihrer Zusammenarbeit haben sich nach eigenen Anagben „zwei Spezialisten in Sachen Logistik gemeinsam auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft gemacht und zeigen, dass Umwelt- und Gesundheitsschutz auch auf der letzten Meile nicht auf der Strecke bleiben müssen“.

+++ Lesen Sie zur Verpackungsfrage, Logistik und dem speziellen Anbieter-Angebot „Memo-Box“ den Online-Bericht „Verhüllung ist Verheißung“ aus der nebenstehenden, inspierenden Rubrik „Themen & Trends“. Der größere Originalbericht steht in der gedruckten Ausgabe Trend and style 04/2015 +++  

In Berlin liefert der Rad-Logistiker Velogista die Memo-Boxen und Päckchen für den Handelspartner Memo AG aus (Foto: Velogista GmbH) 

velogista.de www.memo.de