Villeroy & Boch: Zufriedenstellendes Quartalsergebnis
Der Villeroy & Boch Konzern hat das erste Quartal 2026 in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld, das vor allem durch die aktuelle geopolitische und weltwirtschaftliche Situation beeinflusst wurde, mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. Der Konzernumsatz belief sich im ersten Quartal 2026 auf 318,7 Millionen Euro und lag damit 13,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 369,1 Millionen Euro.
Dabei wurde die Umsatzentwicklung durch die Veräußerung des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette sowie negative Währungseffekte beeinflusst. Bereinigt beläuft sich damit der Umsatzrückgang auf 8,3 Prozent.
Trotz des Umsatzrückgangs verzeichnete Villeroy & Boch zum 31. März 2026 einen erfreulichen Anstieg des Auftragsbestands um 47,3 Millionen Euro auf 197,7 Millionen Euro. Der Konzern erreichte ein operatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von 17,2 Millionen Euro.
„Das erste Quartal 2026 war von einem komplexen Zusammenspiel aus Desinvestitionen und geopolitischen Spannungen geprägt, die unser Ergebnis beeinflussten. Trotz dieser Herausforderungen konnten wir in Teilbereichen, wie dem Auftragsbestand in beiden Unternehmensbereichen und dem E-Commerce Geschäft bei Dining & Lifestyle, positive Entwicklungen erzielen. Dies unterstreicht die Resilienz unseres Geschäftsmodells und unserer strategischen Ausrichtung“, so Dr. Markus Warncke, Finanzvorstand der Villeroy & Boch AG.
Geschäftsbereich Bad & Wellness beeinflusst durch geopolitische Lage
Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erreichte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 248,0 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Bereinigung um die Umsatzerlöse der veräußerten Gustavsberg Gesellschaften betrug der Umsatzrückgang 9,9 Prozent. Regional sank der Umsatz in EMEA um 15,6 Prozent und in APAC/Americas um 23,2 Prozent, hauptsächlich bedingt durch Desinvestitionen, Konjunkturschwäche und den Konflikt im Nahen Osten sowie die Abkühlung des chinesischen Bausektors. Das operative EBIT von Bad & Wellness lag bei 12,9 Millionen Euro.
Geschäftsbereich Dining & Lifestyle mit stabilem Ergebnis
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle zeigte sich mit einem Umsatz von 70,0 Millionen Euro stabil. Besonders hervorzuheben sind die positiven Entwicklungen im E-Commerce-Geschäft und in den eigenen Einzelhandelsgeschäften, letzteres begünstigt durch das Ostergeschäft. In Deutschland konnte ein Umsatzplus von 7,5 Prozent erzielt werden, getrieben durch das E-Commerce-Geschäft. Das operative EBIT stieg leicht auf 4,3 Millionen Euro.
Ausblick für das Gesamtjahr 2026
Der Vorstand der Villeroy & Boch AG bestätigt trotz der anhaltend hohen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten die Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem Konzernumsatz im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr. Das operative EBIT, das zwischen 75 und 85 Millionen Euro prognostiziert wurde, erwartet der Vorstand jedoch nun am unteren Ende dieser Spanne.
