Destatis: Weniger Jugendliche als vor zehn Jahren
Angesichts des demografischen Wandels kommt der schulischen und beruflichen Qualifizierung der Jugendlichen hohe Bedeutung zu, um frei werdende Arbeitsplätze besetzen zu können, betont die Wiesbadener Behörde. Innerhalb von zehn Jahren ist der Anteil der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss deutlich zurückgegangen: Während 2006 noch acht Prozent der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss die Schulen verlassen hatten, sank ihr Anteil auf sechs Prozent im Jahr 2016. Im regionalen Vergleich hatten 2016 Sachsen-Anhalt (9,6 Prozent ) und Mecklenburg-Vorpommern (9,2 Prozent ) anteilsmäßig die meisten Abgängerinnen und Abgänger ohne Schulabschluss. Die niedrigsten Anteile fanden sich dagegen in Niedersachsen (fünf Prozent) und in Hessen (5,1 Prozent ).
Vor allem dadurch, dass das gymnasiale Schulsystem in vielen Bundesländern zwischen 2001 und 2008 von neun auf acht Jahre umgestellt wurde, stieg die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger unter 18 Jahren innerhalb von 10 Jahren an. Im Jahr 2016 begannen 4.117 minderjährige Personen ein Studium an deutschen Hochschulen. 2006 waren es in dieser Altersgruppe nur 456 Studienanfängerinnen und -anfänger gewesen.
Für einige Jugendliche beginnt der Start in die Arbeitswelt ebenfalls schon vor dem 18. Geburtstag. 320 000 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren waren im Jahr 2017 erwerbstätig (einschließlich Auszubildende). Das waren 1,2 Prozent weniger als 2016 (324.000). Im Jahr 2006 hatte es noch 408 000 Jugendliche gegeben, die bereits einer bezahlten Arbeit nachgegangen waren.
