Amazon schaltet physische Bestellknöpfe ab
Demnach hat die Nutzung der Hardware-Buttons nach Auskunft des Anbieters „signifikant nachgelassen“, nachdem Amazon den Verkauf neuer Bestell-Knöpfe bereits im März eingestellt hatte.
Während die Kunden wohl um die weitere Funktionsfähigkeit der Buttons fürchteten, wird der Anbieter in den Meldungen mit seiner ohnehin auf die digitale Zukunft ausgerichteten Strategie zitiert: „Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen.“ Stattdessen soll die virtuelle Variante, die über die Internetseite oder App des Online-Händlers herunterladbar ist, für automatische Nachbestellungen der zur Neige gehenden Produkte sorgen.
Fachhändler bieten zum Beispiel im PBS-Bereich (Papier, Bürobedarf, Schreibwaren) schon seit langer Zeit elektronisch gesteuerte Nachbestell-Services an Papier, Tinte und Toner – hier auch Verbrauchsmaterialien oder Supplies genannt – für Drucker, Kopierer und Outputmanagement-Systeme an. Diese sind oft mit einem Wartungsvertrag beziehungsweise mit einer Gerätestellung (auf Miet- oder Leasing-Basis) für die Geräte verbunden.
Beim umstrittenen „Dash-Button“ war Amazon noch am Jahresbeginn in Deutschland einer Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor dem Oberlandesgericht München – am Sitz der deutschen Niederlassung der Amazon EU SAR – unterlegen. Die Richter entschieden damals, dass Amazon gegen Gesetze zum Online-Handel verstoße, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlen würden.
