KEP-Branche: Wachstum gepaart mit Effizienz
Die Ergebnisse hat der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) in Berlin vorgestellt, in dem sich die Mitbewerber des Marktführers DHL organisiert haben. Demnach ist für das laufende Jahr mit einem Sendungszuwachs von bis zu 5,5 Prozent zu rechnen. Um diese Nachfrage zuverlässig zu bedienen, setzen die KEP-Unternehmen auf Digitalisierung und Automatisierung entlang der gesamten Logistikkette.
Der Gesamtumsatz der KEP-Branche kletterte auf 19,4 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2017 arbeiteten in der KEP-Branche rund 229.600 Menschen. Das waren wieder gut 10.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr.
Wachstumstreiber B2C
Haupttreiber für dieses Wachstum war erneut das Endkundengeschäft. Es ist 2017 im nationalen Paketmarkt um rund 9,7 Prozent gewachsen. Es bestätigt sich der Trend, dass B2C-Sendungen am gesamten Sendungsvolumen einen immer größeren Anteil ausmachen. Aber auch die B2B-Sendungen nahmen zu. Hier stieg das Sendungsvolumen im nationalen Paketmarkt um 1,3 Prozent und übertraf das Wachstum des Vorjahres um mehr als das Doppelte.
Die wachsende Nachfrage bedienen die KEP-Dienste mit Hilfe digitalisierter und automatisierter Prozesse immer schneller und individueller: Sendungen werden automatisch gescannt und zugeteilt, Sortieranlagen fertigen mehr Pakete ab. Software optimiert die Tourenplanung, sodass Sendungen kurzfristig storniert oder umgeleitet werden können. Empfänger können Sendungen selbst steuern, Verzögerungen werden vermieden. „Das alles hilft dabei, die Auslastung der Fahrzeuge zu steigern, unnötige Verkehre zu vermeiden und schon beim ersten Versuch zuzustellen. Genauso profitiert der Handel: Retouren werden schneller abgewickelt, sie gelangen rasch in den Verkauf zurück, Lagerbestände sinken“, heißt es beim BIEK.
Laut Verband befördern die KEP-Unternehmen hierzulande elf Millionen Sendungen pro Zustelltag und stehen dabei mit etwa sechs Millionen Kunden in Kontakt. Bis zum Jahr 2022 werden in Deutschland voraussichtlich mehr als 4,3 Milliarden Sendungen jährlich transportiert.
