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Trendseller: Franz Eder in Kufstein

Was 1922 als klassische Eisenhandlung begann, ist heute ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Fachgeschäft mit Strahlkraft weit über Kufstein hinaus. Franz Eder zählt zu den diesjährigen Gewinnern des renommierten Gia Awards – ein Beleg dafür, wie konsequent hier Tradition und Moderne verbunden werden.

Hannes und Theresia Bostl, die Geschäftsführer von Franz Eder, stehen für gelebte Gastgeberkultur und die Leidenschaft, den Einkauf immer wieder neu und spannend zu gestalten. Foto: © ofp kommunikation

„Nicht nur unsere Sortimentsgestaltung, sondern vor allem die Beratungskompetenz unserer langjährigen wie jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine wichtige Säule des Erfolgs.“

Mut zur Klarheit

Wie aus Tradition, Werten und Identität nicht nur Zukunft wächst, sondern auch Individualität entsteht, beweist das Fachgeschäft Franz Eder in Reinform. Aus einem klassischen Werkzeug- und Eisenhandel, hat es sich über die Jahrzehnte in und um Kufstein herum zu einer festen Größe für stilvolle wie funktionale Alltags- und Geschenkartikel entwickelt. Vom Schneebesen und Pfannen, über Vasen und Schalen bis hin zum Griller und Multifunktionswerkzeug – Franz Eder vereint heute tief verwurzelte Handelstradition mit einem feinen Gespür für Qualität und Ästhetik. Der Familienbetrieb begeistert sowohl treue Stammkundschaft als auch Touristinnen und Touristen, die als spontane Laufkundschaft einen wichtigen Beitrag zum Umsatz leisten. Bei der Sortimentsgestaltung setzen die Geschäftsführer Hannes und Theresia Bostl sowie das 15-köpfige Verkaufsteam bewusst auf Inszenierung statt Überfrachtung. Hannes Bostl, der das Geschäft in dritter Generation von seiner Tante Hildegard Bostl übernommen hat, wollte Franz Eder im Jahr 2020 grundlegend neu aufstellen. Dann kam die Corona-Pandemie – eine Phase großer Unsicherheit. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, kam für ihn nicht infrage. Im Gegenteil: Gerade in dieser Zeit trieb er die radikale Neugestaltung der rund 800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche konsequent voran. Im Zentrum stand eine klare Sortimentsbereinigung – weg von Reizüberflutung und einem Überangebot hin zu einem präzise kuratierten Angebot. Gerade im Messerbereich wurde drastisch reduziert – von rund 80 Lieferanten auf wenige ausgewählte Marken wie Global, Wüsthof oder Victorinox. „Vor lauter Ware habe ich früher die Ware nicht gesehen. Heute ist alles aufgeräumt, hochwertig präsentiert und wirtschaftlich sinnvoller aufgestellt“, erklärt Hannes Bostl. Auch bei Töpfen und Pfannen setzt der Kaufmann mit Anbietern wie Spring, De Buyer und Schulte-Ufer auf eine klare Linie statt Markenvielfalt ohne Profil. Hersteller, deren Strategien nicht mehr zur Fachhandels-Philosophie passen, werden konsequent ausgelistet. Entscheidend ist heute nicht mehr die größtmögliche Auswahl, sondern ein durchdachtes Sortiment, attraktive Margen und Lieferantenrabatte.
Im Rahmen der Sortimentsgestaltung wird der Fokus zunehmend klar auf ausgewählte Schwerpunkte gelegt. Im Bereich hochwertiger Deko- und Geschenkartikel zeigt sich dabei mit Marken wie ASA Selection, Ritzenhoff und Werner Voß ein bewusster Spagat: Einerseits Frequenzbringer, andererseits wird gezielt auf besondere, langlebige Produkte gesetzt, die sich vom schnelllebigen Massenmarkt abheben.

Foto: © ofp kommunikation
Durch eine ansprechende Schaufenster-Deko sorgt das Team von Franz Eder für Frequenz in den Innenräumen.

Bei Franz Eder bedeutet Neues auszuprobieren nicht Risiko, sondern Chance, denn nur wer sich traut, entdeckt, was Kunden morgen wirklich wollen.

„Jede neue Tischdekoration erzählt eine andere Geschichte und weckt bei unseren Kundinnen und Kunden Begehrlichkeiten.“

Hannes Bostl

Traditionshaus
Mehr als 100 Jahre nach der Gründung ist Franz Eder eines der größten Fachgeschäfte in der Region rund um Kufstein. Auf mehreren Ebenen bietet er eine breite Auswahl von Haushalts- und Dekoartikeln bis hin zu Werkzeugen, Garten- und Grillgeräten.

Fachhandel unter Druck
Frequenzrückgänge, Online-Konkurrenz und aggressive Preispolitik großer Ketten setzen dem Fachhandel zu. Auch Herstellerstrategien sorgen für Spannungen. Hannes Bostl zeigt Mut zur Veränderung und setzt auf den Erlebnischarakter als Stärke des stationären Handels. Inspiration zur Sortimentsausrichtung holt er sich überall – auf Reisen, Messen und sogar wie zuletzt bei einer Bus-Tour durch die Geschäftslandschaft von Chicago im Rahmen der Preisverleihung des Gia Awards.

Reichweite gezielt steigern
Sichtbarkeit erhöhen – bekannter werden: Bei Franz Eder nutzt man Social Media Plattformen als direkten Kanal zur Kundschaft im Alltag. Ein Blick hinter die Kulissen, neue Produkteinführungen und aktuelle Angebote schaffen Nähe.

Ein Haus voller Momente
Ein Besuch bei Franz Eder ist jedes Mal anders, denn die Warenwelt wird kontinuierlich neu inszeniert. In der Produktwelt „Glas & Porzellan“ nimmt dieses Prinzip durch stetig wechselnde Tischdekorationen mit renommierten Herstellern wie Seltmann Weiden, Villeroy & Boch und Rosenthal Gestalt an. Emotional aufgeladen werden die Produkte bei Franz Eder durch das regelmäßig stattfindende Event „Zu Gast bei Eder“. Regionale Köche und ambitionierte Newcomer kredenzen hier gemeinsam mit den Gästen nicht nur Schmackhaftes, sondern animieren auch zu Kaufentscheidungen, da die Produkte live erlebbar werden. „Von der Haubenküche bis zur Würstel-Kochgaudi wird hier das Kochen zelebriert. Auf diese Weise finden auch Neukunden den Weg zu uns“, betont Hannes Bostl. So verwandelt sich Franz Eder vom Kaufhaus in einen Ort, an dem Genuss, Begegnung und Inspiration zusammenfinden.

Entscheidend ist heute nicht mehr die größtmögliche Auswahl, sondern ein durchdachtes Sortiment, attraktive Margen und Lieferantenrabatte.

franz-eder.at


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