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Trendseller: Concept Store Gumprecht in Regensburg

Mit seinem Concept Store Gumprecht in der Regensburger Altstadt zeigt Christian Plotzki, wie sich Leidenschaft, Disziplin und unternehmerischer Ehrgeiz in einem sorgfältig kuratierten Sortiment mit vielen besonderen Fundstücken vereinen. Seit 15 Jahren steht er hinter dem Tresen und blickt auf eine bewegte Zeit zurück.

Die Stadt Regensburg: Eine Stadt mit seltener Denkmaldichte. Gleich zwei Unesco-Welterbetitel unterstreichen ihre historische Bedeutung. Entsprechend stark ist der Tourismus, besonders in den Sommermonaten füllen Besucher die Altstadtgassen zum Bummeln und Entdecken.

Inmitten dieses Umfeldes, in der Unteren Bachgasse, liegt der Concept Store Gumprecht, ein Ort, der von Freude am Entdecken lebt. Auf rund 120 Quadratmetern bietet er weit mehr als klassische Souvenirs und regionale Mitbringsel. Wie in einem liebevoll bestückten Setzkasten findet sich hier ein sorgfältig kuratiertes Sortiment aus rund 10.000 Artikeln. Es reicht von hochwertigen Schreibgeräten über Lifestyleprodukte, Spiele und Wohnaccessoires bis hin zu Geschenk-ideen, Interiordeko und Papeterie. Im Eingangsbereich reihen sich Trinkflaschen neben Feinkost und Mitbringseln. Gegenüber ziehen sorgfältig arrangierte Schreibgeräte von Montblanc in hell ausgeleuchteten Vitrinen die Blicke an, hinter dem Kassenbereich lockt ein Markenshop mit Deko aus weißem Porzellan des Wohnaccessoires-Spezialisten Räder. In weiteren Räumen reichen Regale mit Taschen, Spielen und Haushaltswaren unter die Decke. Dazwischen finden sich Körbe mit Haarschmuck, Glaskästen mit handgefertigten Holzengeln, Grußkarten, T-Shirts, sodass jeder Zentimeter der Fläche belegt ist. Markenshops wie der von Räder schaffen Orientierung in der Vielfalt. Christian Plotzki versteht sein Sortiment und die Inszenierung im Ladengeschäft als Arbeit am Detail. Er prüft, ergänzt und sortiert laufend das Portfolio seiner Lieferanten.

Ein Sortiment, das sich nie gleicht
Christian Plotzki kuratiert das Sortiment sorgfältig, oft investiert er dafür mehrere Stunden am Tag. „Ich suche Dinge aus, die hochwertig sind, die mich überraschen und die ich witzig finde. Aber ich sortiere auch ständig Firmen aus“, erklärt er.
Unter den über 300 Lieferanten finden sich kleine Manufakturen und bekannte Marken. Ob Ausbau des Direktgeschäfts, Rabattschlachten oder Prestigemarken, die nur noch sehr selektiv Partner aussuchen – Herausforderungen beim Einkauf ändern sich ständig.

Kleine Artikel, große Wirkung: Modische Haargummis von Kknekki haben sich bei Gumprecht als verlässlicher Umsatzbringer etabliert. Auch solche Kleinstware wird sorgfältig ausgewählt und ansprechend präsentiert.
Das Gumprecht hält für jeden Geldbeutel und jedes Budget schöne und wertige Geschenkideen bereit. Fotos: © Rid Stiftung /Jan Schmiedel

Aus Liebe zum Verkauf
Christian Plotzki ist Einzelhändler mit Leib und Seele. Seine Wurzeln liegen im Schreibwaren-Handel, heute managt er mit großer Leidenschaft eine außergewöhnliche Warenvielfalt, die auf kleinstem Raum inszeniert wird. Sein Concept Store Gumprecht in der Regensburger Altstadt überrascht jede Woche mit neuen Kostbarkeiten. Schon als kleiner Junge träumte er davon, im Verkauf zu arbeiten.

„Ich liebe meinen Laden, er ist für mich wie ein Kind. Und wie jede Mutter ihr eigenes Kind am schönsten findet, ist es für mich genauso.“

Christian Plotzki

Handel mit Herzblut
Nicht nur auf allen relevanten Branchenmessen wird nach Neuheiten recherchiert, auch auf Reisen hält Christian Plotzki Ausschau nach Produkten mit einem besonderen Dreh. „Ich habe keine Hobbys, keine Kinder und keine Haustiere“, gibt Christian Plotzki freimütig zu. „Für den Laden und meine Kunden da zu sein, macht mir Spaß – an mindestens sechs Tagen die Woche.“ Christian Plotzki entdeckte früh seine Freude am Verkaufen. Als Neunjähriger stand er mit altem Spielzeug auf dem Straßenflohmarkt, später verkaufte er 10er-Karten fürs Freibad einzeln weiter. „Ich habe Geld verdient, das war mein Motor. Wir hatten nicht viel“, erinnert er sich.
Eine echte Besonderheit bei Gumprecht ist die beeindruckende Vielfalt. Trotz des breiten Sortiments wirkt das Geschäft ruhig und strukturiert und bietet dem Auge Orientierung. Den Tag über sind Christian Plotzkis Antennen immer auf Empfang: Er sieht sofort, wenn Regale nicht aufgefüllt sind. Selbst fehlende Kleinigkeiten oder Körbe, die nicht ganz ordentlich aussehen, entgehen ihm nicht. Der Vollblut-Kaufmann folgt dem Credo des modernen Einzelhandels: „Erlebnis pro Quadratmeter statt Umsatz pro Quadratmeter.“ Lager- und klassische Büroflächen gibt es kaum. Neue Ware wird direkt aus dem Karton auf die Fläche gebracht, ein kleiner Raum genügt für Schreibtisch und Garderobe. Umso sorgfältiger werden die Produkte ausgewählt und platziert. Starke Ware rückt in die Greifzone, schwächere Positionen wandern weiter. Was schlecht läuft, wird über Aktionen oder Wundertüten abverkauft. Nachschub kommt nahezu täglich, der Ablauf im Team ist klar getaktet: auspacken, einräumen, umsortieren, nachfüllen, nachbestellen. Auch das Self-Picking-Prinzip ist konsequent umgesetzt. Jedes Produkt wird unverpackt präsentiert, damit Kundinnen und Kunden es prüfen können. Dahinter steht die verpackte Ware in ausreichender Anzahl bereit. Das Prinzip, die Besucherinnen und Besucher von einer Entdeckung zur nächsten zu führen, kommt gut an. „Hier könnte man stundenlang gucken, hier steckt Herzblut drin – Lob für unseren Laden hören wir jeden Tag“, erklärt Storemanagerin Christiane Baer.

Familiäre Atmosphäre ist bei Gumprecht gelebter Alltag. Dazu kommen Detailgenauigkeit, vorausschauendes Arbeiten sowie Freude, Lachen und stimmungsvolle Musik.

Nachhaltige Taschen, Rucksäcke und Accessoires wie die Modelle von Freitag, die aus gebrauchten Lastwagenplanen gefertigt werden, sind das ideale Geschenk für alle, die Qualität schätzen und ein Unikat tragen möchten. Handyketten erfreuen sich ebenfalls weiterhin großer Beliebtheit.

„Freude, die bleibt!“

Claim vom Gumprecht

Das Taschen-Sortiment belegt einen kompletten Raum des Concept Stores. Die markante Wand mit Freitag Taschen konnte Christian Plotzki aus einer Geschäftsaufgabe übernehmen. O My Bag überzeugt ihn aufgrund der fairen Arbeitsbedingungen. (Fotos: © Rid Stiftung /Jan Schmiedel)

Neue Kanäle befeuern Erfolg
Der Onlineshop ist Christian Plotzkis „Baby“ auch wenn er bislang nur etwa fünf Prozent des Umsatzes bringt. Für ihn ist er ein wichtiger Schritt zu mehr Sichtbarkeit: „Mit einem Onlineshop wirst du von Kunden und Lieferanten ernstgenommen.“ Aktuell sind rund 9.000 Artikel online verfügbar. Durch laufende Updates sowie eine Kooperation mit dem Online-Marktplatzanbieter Atalanda soll das Angebot weiter wachsen. Zusätzlich stärkt Gumprecht seine Präsenz auf Instagram und plant gemeinsam mit einer Agentur die Einführung eines TikTok-Shops.

Im Mai feierte Gumprecht sein 15-jähriges Jubiläum. Hinter dem Erfolg liegen bewegte Jahre mit Höhen und Tiefen. Durchgehalten hat Christian Plotzki vor allem dank seines festen Glaubens an sich selbst.

Geführt wird der Kosmos von Christian Plotzki. Unterstützt im Ein- und Verkauf wird er von einem dreiköpfigen Kernteam und studentischen Aushilfen. In Spitzenzeiten springt auch Lebensgefährtin Barbara Fundel regelmäßig ein.
Fotos: © Rid Stiftung /Jan Schmiedel

Unternehmerisch gereift
Vom frühen Verkauf auf dem Flohmarkt über die Ausbildung bis zum Handelsfachwirt entwickelte Christian Plotzki früh seine Leidenschaft für den Handel. Nach ersten Stationen, einer aufgelösten Geschäftspartnerschaft, der Coronapandemie und herausfordernden Zeiten bei „La Casita“ folgte der Neustart als Alleingeschäftsführer. Mit dem neuen Namen „Gumprecht“, klarer Positionierung und erweitertem Sortiment richtete er das Konzept neu aus. Seminare, Beratung der bayrischen Rid Stiftung und eigene Erfahrungen schärften dabei den Blick für Marken, Sortiment und Kunden.

gumprecht.online


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