Seit November 2025 steht Tom Albold als Managing Director Central Europe an der Spitze von SharkNinja in der DACH-Region und Polen. Im Interview spricht der ehemalige FMCG-Manager über die Innovationskultur des Unternehmens, die Bedeutung von Konsumentennähe und die Rolle des Fachhandels für weiteres Wachstum.
Im Interview spricht Tom Albold über die Innovationskultur von SharkNinja, datengetriebenes Marketing und die Bedeutung des Fachhandels.
„Der Konsument gibt den Takt an!“
Herr Albold, Sie kommen aus der FMCG-Welt. Was hat Sie an SharkNinja gereizt? Meine beruflichen Stationen lagen überwiegend im Bereich Fast Moving Consumer Goods – von Konsumgütern über Lebensmittel bis hin zu Tiernahrung. Der Wechsel zu SharkNinja war deshalb kein Branchenwechsel aus Unzufriedenheit, sondern eine bewusste Entscheidung für eine spannende Wachstumschance. Ich habe mich in meiner Karriere immer an Aufgaben orientiert, bei denen ich meine Erfahrungen sinnvoll einbringen kann. SharkNinja ist ein Unternehmen mit enormer Dynamik, hoher Innovationsgeschwindigkeit und einer klaren Wachstumsagenda. Genau das hat mich gereizt.
Was unterscheidet SharkNinja von klassischen Haushaltsgeräteherstellern? Im Zentrum steht bei uns der Konsument. Unser Anspruch lautet, das Leben der Menschen in jedem Haushalt ein Stück besser zu machen. Das klingt zunächst einfach, wird bei uns aber konsequent gelebt. Wir beziehen Verbraucher kontinuierlich in die Produktentwicklung ein und reagieren extrem schnell auf Feedback. Wenn Nutzer Verbesserungsvorschläge machen, können wir die Prototypen innerhalb kürzester Zeit anpassen und erneut testen. Diese Nähe zum Konsumenten führt zu Innovationen, die echte Probleme lösen. Ein Beispiel ist unsere Anti-Hair-Wrap-Technologie bei Staubsaugern. Sie entstand aus der Beobachtung, dass viele Verbraucher Haare aus Bürstenrollen entfernen mussten und dies als unvermeidbar akzeptierten. Unser Ansatz lautet: Warum sollte man das akzeptieren? Wir bieten die Lösung!
Welche Rolle spielt dabei die Innovationsgeschwindigkeit? Sie ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir treffen Entscheidungen schnell, bringen kontinuierlich neue Produkte auf den Markt und hinterfragen bestehende Kategorien. Diese Kombination aus Konsumentenverständnis und Umsetzungsgeschwindigkeit macht uns besonders. Gleichzeitig investieren wir stark in Forschung und Entwicklung. Unser Ziel ist nicht, bestehende Produkte leicht zu verändern, sondern Kategorien neu zu denken und Mehrwert zu schaffen. Das gilt für Küchenprodukte ebenso wie für Beauty- oder Cleaning-Lösungen.
SharkNinja gilt als Marketing-Powerhouse. Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Kampagnen? Wir verfolgen einen datengetriebenen Full-Funnel-Ansatz. Unsere Aktivitäten reichen von TV über Social Media bis zum Point of Sale. Sämtliche Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und optimiert. Wir beobachten sehr genau, welche Inhalte funktionieren und wie sie sich auf Nachfrage und Abverkauf auswirken. Besonders wichtig ist für uns ein „Social First“-Ansatz. Dabei geht es nicht nur um klassische Influencer-Kampagnen, sondern vor allem um authentische Inhalte von Konsumenten. Wenn Nutzer unsere Produkte in ihren Alltag integrieren, darüber sprechen und eigene Anwendungsideen entwickeln, entsteht eine Glaubwürdigkeit, die klassische Werbung allein nicht erreichen kann.
Der Ninja „Crispi Pro“ steht beispielhaft für die Innovationskraft von SharkNinja: vielseitig einsetzbar, einfach zu bedienen und auf die Bedürfnisse zugeschnitten. Den Ninja „Crispi Pro 7-in-1 Glas-Air-Fryer“ gibt es in vier angesagten Farben.
Mehr als nur heiße Luft! Air Frying bleibt weiterhin eine zentrale Kategorie mit Innovationspotenzial.
Welche Produktkategorien sehen Sie aktuell als Wachstumstreiber? Air Frying bleibt eine zentrale Kategorie, in der wir weiterhin Innovationspotenzial sehen. Gleichzeitig wächst unser Geschäft mit kabellosen Staubsaugern sehr dynamisch. Auch im Beauty-Segment erschließen wir neue Anwendungsbereiche, etwa bei Hautpflege-Technologien für den Heimgebrauch. Ein weiteres großes Potenzial sehen wir im Kaffeemarkt. Das Segment ist in Deutschland enorm groß, und wir konnten uns bereits erfolgreich positionieren. Darüber hinaus beobachten wir langfristige Trends wie Luftreinigung, Wasseraufbereitung und Lösungen zur Kühlung im Zuge steigender Temperaturen.
Welche Bedeutung hat der stationäre Handel für SharkNinja? Eine sehr große. Wir möchten dort präsent sein, wo Konsumenten einkaufen möchten – online ebenso wie stationär. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten spielen Beratung, Produkterlebnis und persönliche Vorführung eine wichtige Rolle. Deshalb investieren wir gezielt in Shop-in-Shop-Konzepte, PoS-Lösungen, Schulungen und Außendienststrukturen. Zusätzlich entwickeln wir zunehmend kanalspezifische Sortimente, um dem Fachhandel exklusive Angebote und Differenzierungsmöglichkeiten zu bieten. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Handel Wachstum zu schaffen und Konsumenten echte Innovationen näherzubringen.
Welches SharkNinja-Produkt steht für Sie persönlich aktuell exemplarisch für die Marke? Da möchte ich für jede unserer Marken ein Produkt nennen. Für Ninja ist es der Slushi. Als ich das Produkt zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich gefragt, wer so etwas braucht. Heute gehört es zu meinen Lieblingsgeräten. Es zeigt sehr gut, wie SharkNinja denkt: Aus einer Idee, die zunächst nach einem Nischenprodukt klingt, entsteht ein Nutzungserlebnis, das Menschen begeistert. Unsere Akkustaubsauger nenne ich für die Marke Shark. Kein Verheddern von Haaren in der Bürstenrolle und die Schmutzaufnahme in der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung sind echte Gamechanger beim Putzen. Für Shark Beauty steht die medizinisch zertifizierte CryoGlow LED-Maske mit Kühlfunktion für die Augenpartie beispielhaft für unsere starke Innovationskraft auch im Beauty-Segment. Solche Produkte lösen Gespräche aus. Wer einen Slushi, eine Shark CryoGlow oder Akkustaubsauger zu Hause hat, zeigt ihn Freunden und Familie, spricht darüber und entdeckt neue Einsatzmöglichkeiten. Genau diese Begeisterung und der Mut, Produkte neu zu denken, machen SharkNinja aus.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.