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Role Models: Johanna Graef-Krengel und Franziska Graef

Mit Respekt vor der Tradition und klarem Blick nach vorn übernehmen Johanna Graef-Krengel und Franziska Graef die Verantwortung in vierter Generation.


VITA

Seit diesem Jahr gehören Johanna Graef-Krengel und Franziska Graef zur Geschäftsführung der Gebr. Graef GmbH & Co. KG. Johanna Graef-Krengel ist bereits seit 2013 im Familienunternehmen tätig und verantwortet den kaufmännischen Bereich mit Finanzen, Controlling und IT. Franziska Graef kam 2015 ins Unternehmen und leitet die Bereiche Marketing, Consumer-Vertrieb und Produktmanagement.


Wie war es, als Töchter eines bekannten Unternehmers aufzuwachsen?
J: Für uns war unser Vater in erster Linie einfach „Papa, der viel arbeiten musste“. Aber trotzdem war er immer für uns präsent.
F: Wir haben unseren Vater eigentlich nie als „bekannten Unternehmer“ wahrgenommen. Mir war lange Zeit gar nicht bewusst, welche Verantwortung er mit der Führung eines Familienunternehmens trägt. Natürlich hat er viel gearbeitet, aber er hat es trotzdem immer geschafft, als Vater für uns da zu sein.

Welchen prägenden Rat Ihres Vaters nehmen Sie mit in Ihre neue Rolle als Geschäftsführerinnen?
J: Ein Satz, der mich begleitet, ist: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Gerade in einer schnelllebigen und komplexen Zeit ist Gelassenheit eine wichtige Führungsqualität. Da ist mein Vater mein großes Vorbild.
F: Gelassenheit ist tatsächlich eine seiner größten Stärken. Gerade wenn es um den Umgang mit Menschen, unterschiedliche Perspektiven oder das Management zwischenmenschlicher Beziehungen geht, hat er uns sehr viel mitgegeben. Ich bin dankbar, dass wir uns auch heute noch seinen Rat einholen können.

Sie kennen sich seit der Kindheit. Macht diese Vertrautheit die gemeinsame Führung einfacher oder konfliktreicher?
J: Neben der Vertrautheit sehe ich vor allem unser gemeinsames Wertegerüst und eine sehr ähnliche Zukunftsvision als Fundament unserer gemeinsamen Führung. Emotional macht es vieles leichter, weil wir ein großes Vertrauen ineinander haben.
F: Da stimme ich voll zu. Wir sind als Familie sehr harmonieorientiert und versuchen, jede und jeden mit den jeweiligen Stärken einzubinden. Die familiäre Nähe bringt natürlich mit sich, dass manche Themen emotionaler besprochen werden. Das gehört ein Stück weit dazu und kann gleichermaßen eine Stärke sein, wenn man offen und respektvoll miteinander umgeht.

Wie ein perfekter Generationenwechsel aussieht, zeigt die Familie Graef: Hermann Graef hat die Führung erfolgreich in die Hände seiner Töchter übergeben.
Die Traditionsmarke Graef steht heute für eine umfassende Genusswelt für die moderne Küche.

Ihr Sortiment reicht heute vom Dörrautomaten bis zur Espressomaschine. Wie schwer ist es, das alte Image des reinen „Schneide-Spezialisten“ abzulegen?
J: Die ersten Jahre der Sortimentserweiterung waren intern wie extern ein Kraftakt, weil das Image als Schneide-Spezialist sehr präsent war. Über Jahrzehnte haben wir diesen Nischenmarkt geprägt. Dieser Perspektivwechsel und das Hinterfragen gewohnter Muster haben viel Kraft gekostet, aber auch Flexibilität, Kreativität und neue Dynamik geschaffen. Heute steht für uns nicht nur das Produkt, sondern vor allem der Nutzen für die Konsumentinnen und Konsumenten im Mittelpunkt.
F: Für uns bedeutete die Erweiterung des Sortiments nicht nur neue Produkte, sondern auch einen kulturellen Wandel im Unternehmen – verbunden mit viel kommunikativer Arbeit nach innen und außen. Gleichzeitig glaube ich fest an die Schneidetechnik als DNA von Graef, auch vor dem Hintergrund unseres professionellen Bereichs, der viele Chancen für Wachstum und Internationalisierung bietet. Trotzdem ist es unser Ziel, künftig noch stärker als Premiummarke für Genuss wahrgenommen zu werden. Dabei helfen uns weitere Produktbereiche, insbesondere unsere Kaffeewelt.

Auf welche kulinarischen Trends müssen Sie heute schon setzen, um Graef auch morgen als moderne Genussmarke zu positionieren?
J: Wir beschäftigen uns intensiv mit Foodtrends und arbeiten dazu auch mit Expertinnen wie Hanni Rützler zusammen. Themen wie Snackification, Meal Prep oder Fermentation sind für uns spannende Ansätze, weil sie zeigen, wie sich Alltag, Genuss und bewusste Ernährung verändern. Gerade Fermentation und Darmgesundheit passen gut zu unserem Anspruch, frische Lebensmittel zu Hause bewusst zu verarbeiten – ob mit einem Allesschneider, Zerkleinerer oder weiteren Küchenhelfern.
F: Für uns geht es um kleine Genussmomente im Alltag – zum Beispiel um eine frisch geschnittene Brotzeit, einen gesunden Snack zwischendurch oder einen guten Kaffee aus dem Siebträger. Gleichzeitig beschäftigen wir uns sehr mit neuen Raum- und Wohnkonzepten. Geräte müssen nicht nur funktional überzeugen, sondern sich auch gestalterisch einfügen. Die „Dicianova“ ist dafür ein gutes Beispiel: Mit ihrem schlanken Design bringt sie anspruchsvollen Kaffeegenuss auch in kleine Küchen und fügt sich nahtlos in Wohntrends wie Minimalismus oder Japandi ein.

Welches Graef-Produkt nutzen Sie privat am häufigsten und warum ist es Ihr persönlicher Favorit?
J: Bei mir ist es ganz klar der Allesschneider. Damit kann ich Genuss zu Hause ganz bewusst gestalten: frisches Brot, Käse, Schinken oder Aufschnitt – immer scheibenweise nach Bedarf und genau in meiner Lieblingsstärke. Außerdem bleiben Lebensmittel am Stück länger haltbar. Für mich ist eine gute Brotzeit etwas Gesundes, Bodenständiges und Geselliges.
F: Ich nutze privat besonders häufig unsere Siebträgermaschine „Dicianova“ zusammen mit der passenden Kaffeemühle. Ich liebe Kaffee und lege durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema mittlerweile viel Wert auf Qualität – von der Bohne bis zur Zubereitung. Wir sind grundsätzlich sehr bodenständig, aber inzwischen achte ich beispielsweise darauf welche Kaffeemaschine in einem Restaurant steht bevor ich einen Espresso bestelle.

Mit Vertrauen, Weitblick und einem gemeinsamen Werteverständnis gestalten Johanna Graef-Krengel und Franziska Graef die Zukunft von Graef.

graef.de


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