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Role Models: Caroline und Yvonne Unold

Gelebter Familiengeist

Bei Unold trifft weibliche Führung auf Familienunternehmertum. Caroline und Yvonne Unold zeigen, wie Werte und Verantwortung den Weg in die Zukunft weisen.


Caroline Unold

VITA Caroline Unold

Caroline Unold begann ihren Berufsweg 2011 mit einem dualen Studium bei der Messe Frankfurt. Nach dem Abschluss folgten mehrere Positionen, unter anderem im Bereich Sales & Business Development. Begleitend erwarb sie ein Masterabschluss in Unternehmensmanagement. Vor dem Wechsel ins Familienunternehmen 2021 war Caroline Unold als Stabsstelle der Geschäftsführung für Produkt- und Preisstrategien verantwortlich. Seit November 2024 ist sie Vorständin der Unold AG mit Verantwortung für Vertrieb, Marketing und IT – gemeinsam mit Vorstand Philipp Unold.

Yvonne Unold

VITA Yvonne Unold

Die berufliche Laufbahn von Yvone Unold begann 1982 mit der Ausbildung im elterlichen Unternehmen. 1989 erfolgte die Eintragung als Prokuristin. Mit der Umfirmierung zur Unold AG im Jahr 2002 übernahm sie ein Vorstandsmandat und war maßgeblich an der strategischen Entwicklung beteiligt. Seit 2024 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats und hat die operative Leitung an ihre Tochter Caroline Unold übergeben.


Sie fungieren als starkes Mutter-Tochter-Duo: Welche Impulse bringt weibliche Führung mit?
Yvonne Unold: Unserer Ansicht nach ist ein Zusammenspiel zwischen männlicher und weiblicher Führung sowie eine gute Kommunikationsebene der Schlüssel zum Erfolg. So war es in der gesamten Firmengeschichte und so sind wir auch für die Zukunft aufgestellt. Als weibliche Führungskräfte bringen wir unsere Kommunikationsfähigkeit und unsere Empathie in den Führungsmix ein. Wir legen großen Wert auf Harmonie und ein positives Arbeitsklima und kümmern uns um viele organisatorische Themen. Wie in einer Familie sind wir wohl eher die Generalisten, die mehrere Aufgabengebiete effektiv kombinieren.
Unold ist in dritter Generation in Familienhand. Inwiefern prägt das Ihr Verständnis von unternehmerischer Verantwortung?
Caroline Unold: Die Fußstapfen, in die wir als dritte Generation treten, sind groß und die externen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert werden, sind noch größer. Als Familienunternehmen planen wir langfristig und sind nicht auf kurzfristige Erfolge ausgerichtet. Darin sehen wir auch unsere Verantwortung unseren Mitarbeitern und deren Familien gegenüber und das bekommen wir auch zurück, durch eine hohe Loyalität, lange Betriebszugehörigkeiten und tägliches Engagement vom gesamten Team.

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Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wie gelingt es Unold dauerhaft relevant zu bleiben?
Yvonne Unold: Unsere Kompetenz liegt in unserer Effizienz und Effektivität. Für unser Umsatzvolumen sind wir ein extrem kleines Team, dadurch sind wir aber auch schnell in Entscheidungen und in der Umsetzung. Wir haben in jedem Bereich absolute Experten mit einer hohen Fachkompetenz, die es uns ermöglicht neue Produkte in kürzester Zeit und bester Qualität an den Markt zu bringen. Aktuelle Beispiele sind unsere Pizzaöfen und Slush-Eismaschinen, mit beiden Produktgruppen gehören wir zu den ersten Anbietern. Der zeitliche Vorsprung und die Qualität unserer Produkte sichern uns die Relevanz am Markt.

Zurückblickend: Auf welche Produktentwicklungen und warum sind Sie besonders stolz?
Caroline Unold: Über drei Generationen hinweg wäre die vollständige Liste unfassbar lang. Zu den absoluten Highlights zählen aber sicherlich unsere Backmeister und Eismaschinen, ebenso wie die Pizzaöfen oder auch unser Raclette Smokeless und die Wärmi.

Sie setzen auf Nachhaltigkeit – in einer Branche, in der oft Wegwerfmentalität herrscht. Wie passt das zusammen?
Yvonne Unold: Der Begriff der „Nachhaltigkeit“ wird unserer Ansicht nach zu inflationär verwendet, ohne sich die Mühe zu machen, ihn genauer zu erläutern. Wir definieren unser Nachhaltigkeitsverständnis darin, dass wir einen eigenen, an unserem Unternehmenssitz in Hockenheim, ansässigen Service bieten. Unsere geschulten und erfahrenen Techniker können jedes unserer Produkte reparieren. Das Serviceteam berät Kunden ganz pragmatisch zu Anwendungsfragen und reduziert dadurch unnötige Retouren. Außerdem entspricht es unserem Nachhaltigkeitsverständnis Ersatz- und Zubehörteile zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Dadurch sind unsere Kunden in der Lage kleinere Reparaturen oder einen Austausch einfach selbst vorzunehmen, ohne ein komplettes Gerät verschicken zu müssen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Unold, den Fachhandel und den Endverbraucher?
Caroline Unold: Wir wünschen uns insgesamt bessere politische Rahmenbedingungen, welche die Konsumlaune anregen, statt sie immer weiter zu dämpfen. Ebenso – und dies kann nicht häufig genug erwähnt werden – brauchen wir eine Reduzierung der bürokratischen Hürden für kleine Unternehmen wie wir es sind. Außerdem würden wir uns mehr Loyalität seitens der Politik für die in Deutschland ansässige Unternehmen wünschen. Die Politik muss sich klarer zu uns bekennen und deutlicher hinter uns stehen, denn wir selbst haben zu wenig Einfluss auf die Geschehnisse, die uns beeinflussen. Hier erwarten wir zumindest Chancengleichheit zu ausländischen Wettbewerbern. Wir erkennen in den letzten Jahren in kleinen Teilen schon einen Trend der Endverbraucher, sich etwas mehr mit den Unternehmen, deren Produkte sie kaufen und den Vertriebswegen, über die sie sie beziehen, auseinanderzusetzen. Diese Bewegung muss noch größer und lauter werden. Nur so haben wir eine echte Chance.

Abschließend in einem Satz – wofür steht Unold für Sie persönlich?
Yvonne Unold: Unold ist für uns nicht nur eine Marke, es ist Teil unserer Identität und unserer Lebensgeschichte.

unold.de

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