···Home ··· Trends ··· Role Models: Alexander und Hella Fietz
Alexander und Hella Fietz haben das einzigartige Produktportfolio von Cedon, das inzwischen weit über die Papeterie hinaus geht, als festen Bestandteil der Museums- und Handelslandschaft etabliert.
Was als Nischenidee begann, prägt heute das Verständnis zeitgemäßer Museumsshops: Seit den 1990er-Jahren entwickeln Alexander und Hella Fietz Konzepte, die Kunst und Design in den Alltag bringen.
VITA
Hella Fietz begann nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre ihre Laufbahn im Mediensektor und arbeitete im Vertrieb bei ProSieben. 1997 gründete sie die Cedon MuseumShops GmbH mit und prägte in den folgenden Jahren maßgeblich das inhaltliche und gestalterische Profil des Unternehmens. Als programmatische Leiterin verantwortet sie bis heute die kuratorische Ausrichtung, die kreativen Prozesse und den strategischen Ausbau der Eigenmarke im B2B-Bereich.
Alexander und Hella Fietz haben das einzigartige Produktportfolio von Cedon, das inzwischen weit über die Papeterie hinaus geht, als festen Bestandteil der Museums- und Handelslandschaft etabliert.
VITA
Alexander Fietz studierte Wirtschaftswissenschaften und war anschließend in der Werbe- und Medienbranche tätig, unter anderem bei Serviceplan und ProSieben. 1997 gehörte er zu den Gründern der Cedon Museum-Shops GmbH und ist bis heute Geschäftsführer und Mitgesellschafter. Sein Schwerpunkt liegt auf unternehmerischer Entwicklung, Beratung kultureller Institutionen sowie der Um- setzung von Produkt- und Shopkonzepten bis zur Marktreife.
„Alles harmoniert“
Der Ursprung von Cedon liegt in den Museumsshops. Wie entstand diese Idee? Als wir in den 1990er-Jahren begonnen haben, war die Situation in Deutschland eine völlig andere: Museumsshops hatten kaum Aufmerksamkeit, geschweige denn ein eigenständiges Konzept. Inspirierende Beispiele kannte man nahezu ausschließlich aus Großbritannien, Frankreich oder den USA. Unsere Idee war daher, diese Lücke zu schließen und auch hierzulande ein frisches, zeitgemäßes Verständnis von Museumsshops zu etablieren und Orte zu schaffen, die weit über das klassische Buchhandlungsmodell hinausgehen. Wir wollten inspirative Räume entwickeln, die Besucherinnen und Besucher mit spannenden Produktideen überraschen, Aufenthaltsqualität bieten und das Museumserlebnis auf ganz natürliche Weise verlängern.
Gibt es ein Museum, das Sie besonders geprägt oder inspiriert hat? Die weltweite Museumslandschaft ist so vielfältig, dass es schwerfällt, nur ein einzelnes Haus hervorzuheben. Entscheidend ist für uns, woher die Inspiration kommt: vom kuratorischen Konzept, von der Architektur, vom Service oder idealerweise aus dem Zusammenspiel all dieser Komponenten. Genau das ist das Ziel: ein Museum, in dem alles harmoniert. Besonders geprägt haben uns immer wieder das MoMA in New York, das Louisiana Museum in Kopenhagen, die Fondation Beyeler in Basel und das Rijksmuseum in Amsterdam. Diese Häuser schaffen es, Kunst, Raum und Besucherführung auf beeindruckende Weise zu verbinden.
Welche Trends beobachten Sie in der Museumsszene und wie reagiert Cedon darauf? Die Herausforderungen für Museen haben sich spürbar verändert. Steigende Kosten für Versicherungen, Transporte und Ausstellungen treffen auf sinkende öffentliche Budgets, eine Kombination, die viele Häuser vor große Aufgaben stellt. Wir sehen es deshalb als Teil unseres Auftrags, den Museumsbesuch so attraktiv wie möglich zu gestalten und gleichzeitig mit unseren Shops einen Beitrag zur finanziellen Stabilität der Institutionen zu leisten. Ein guter Museumsshop ist heute ein relevanter Bestandteil des Gesamterlebnisses.
Mit kuratorischem Anspruch, unternehmerischer Haltung und feinem Gespür für Trends gilt Cedon heute als Role Model einer ganzen Branche.
Harmonische Farben und modernes Design prägen die unverwechselbare Markenästhetik von Cedon
Wie hat sich dann im Laufe der Zeit das Sortiment entwickelt und wo wird es heute vertrieben? Museumsshops haben sich zu einem festen Bestandteil großer Häuser entwickelt und mit ihnen auch die Erwartungen an Sortiment, Gestaltung und kuratorische Tiefe. Umso wichtiger ist es, den Shop als integralen Teil des Museums zu begreifen, der Inhalte aufgreift, weiterführt und gleichzeitig neue Impulse setzt. Unsere Sortimente transportieren deshalb die Themen der jeweiligen Häuser, dürfen aber auch bewusst artfremde Akzente setzen. Inspiration, Qualität und das Einkaufserlebnis stehen dabei im Vordergrund, eine Mischung aus Bildungsauftrag und kommerzieller Leichtigkeit. Parallel dazu hat sich unsere Marke Cedon im Einzelhandel etabliert. Seit rund 15 Jahren vertreiben wir erfolgreich eine eigene Kollektion aus Papeterie- und Taschenprodukten sowie Accessoires. Unsere charakteristischen Motivwelten führen mittlerweile mehr als 1.500 Handelspartner in Deutschland und Europa.
Gibt es eine Cedon-DNA? Ja, und sie zeigt sich in drei Dimensionen: Verlässlichkeit, Kreativität und Qualität. Unsere Zusammenarbeit, sowohl mit Museen und Handelspartnern als auch mit unseren Mitarbeitern, basiert auf langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen. Kreativität ist für uns unverzichtbar, um unseren eigenen Anspruch kontinuierlich zu erfüllen. Und unser Qualitätsbewusstsein trägt das gesamte Sortiment nachhaltig. Diese Cedon-DNA zeigt sich in unseren Erfolgen, in unserer Integrität und in der Beständigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen.
Welche neuen Themenwelten oder Kooperationen dürfen wir von Cedon künftig erwarten? Durch die musealen Umfelder, mit denen wir arbeiten, und durch unsere eigenen Themenwelten ist das Potential enorm. Wichtig ist uns jedoch eine kontinuierliche, nachvollziehbare Weiterentwicklung, die ästhetisch, nachhaltig und sozial ist. Wir möchten neben unseren eigenen Kollektionen auch unsere Kooperationen mit Organisationen wie Unicef oder Horizont e.V. weiter ausbauen. Kommerzielle Ziele und gesellschaftliches Engagement gehen für uns Hand in Hand.
Welches Cedon-Produkt liegt Ihnen persönlich am meisten am Herzen und warum? Ein einziges Produkt herauszugreifen, fällt uns tatsächlich schwer. Unsere Kollektionen leben vom Zusammenspiel und von der gegenseitigen Verstärkung der Themen und Motive. Uns ist wichtig, schöne und gleichzeitig nützliche Alltagsbegleiter zu schaffen, die den Tag ein Stück leichter, inspirierter oder einfach schöner machen. Ob Notizbuch oder Reisetasche, bei Cedon findet jeder sein persönliches Lieblingsstück.