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Trend 2022: Rippen-Küche /// Küchen-Gerippe

Hier geht es nicht um kross gebratene Sparerips oder weich gekochte Rippchen mit Sauerkraut. Viele Produkte in der Küche und auf dem gedeckten Tisch zeigen sich gerade von ihrer gerippten Seite.

Haptische Oberflächen sind bei vielen Produkten im Moment sehr wichtig. In unserem alltäglichen Leben nimmt die sinnliche Erfahrung über unsere Hände immer mehr ab. Viele arbeiten an Computern und tippen den ganzen Tag in ihre Tastatur. In der Freizeit wird dann über die spiegelglatten Oberflächen von Smartphone und Tablett gewischt, was nicht wirklich ein sinnlich haptisches Erlebnis ist. Dabei ist die Haut mit bis zu zwei Quadratmetern das größte Organ des Menschen und eines unserer wichtigsten Sinnesorgane. In ihr sitzen viele Millionen Rezeptoren, die jeden Umweltreiz, jeden Druck, jede Berührung, Temperatur und mehr erfühlen und damit registrieren und messen. Von Geburt an nehmen wir Kontakt mit unserer Umwelt über unsere Haut auf – nicht umsonst wollen Kinder alles anfassen. Wir begreifen die Welt einfach buchstäblich mit unseren Händen. Die Haptik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele Industriezweige wie Automobilhersteller haben dies mittlerweile als wichtiges Gestaltungselement erkannt und beschäftigen Haptik-Designer, die ihren Produkten und ihrer Marke einen unverwechselbaren taktilen Eindruck geben sollen.

Bei Bänken wie der „Lightweight Bench“ von Form & Refine zeigt sich die Sitzfläche gerippt

Möbel und mehr

Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Oberflächengestaltung aussehen kann – gerade sind im Interior überall Rippen zu sehen. Wandbereiche und Schranktüren bestehen aus gerippten Holzlatten, was Räumen eine natürlich moderne Optik verleiht. Wir sitzen auf Holzbänken mit Rippen-Sitzfläche am Esstisch. Ebenso ist bei den Homeaccessoires allerorten ein geripptes Äußeres zu sehen. Schüsseln, Vasen, Kerzenständer und Co. – alles darf sich nun in zartem Feinripp oder großzügigem Breitripp zeigen. Meist ist die Oberfläche nur mit einer Struktur versehen, aber da wir im Zeitalter des individuellen Mixens leben, gibt es auch Kombinationen mit anderen Faltungen und Kerbungen. Beim dänischen Design­unternehmen Dottir Nordic Design scheinen Vasen und Kerzenleuchter wie aus verschiedenen gestapelten Elementen mit unterschiedlichen Oberflächen zu bestehen. Die in kreativer Handarbeit gefertigten Accessoires treffen auf kühle Farben, die an die nordische Winterlandschaft erinnern. So verleihen sie jedem Wohnraum eine skandinavisch behagliche Atmosphäre.

Für stilvollen Teegenuss sorgt die Porzellan-Serie „Vintage“ von Tranquillo
Die Steingut-Produkte „Mynte“ von Ib Laursen schmücken sich unterschiedlich gerippt

Rippig tafeln

Die Steingut-Serie „Mynte“ von Ib Laursen zeigt sich fast komplett gerippt. Große und kleine Schalen, eine Rührschüssel mit Henkel und Ausgießer, eine 1,7 Liter Kanne, Servierschalen, Tassen und Becher tragen ein geripptes Äußeres. Die Teller zeigen dazu passend einen Rippenrand und auch die Tortenplatte hat einen gerippten Fuß. Viele Teile sind dabei in bis zu 13 Farben erhältlich: von Neutraltönen wie Pure White, Butter Cream, Latte, French Gray bis zu farbenfrohem Strawberry, Mustard und Cornflower. Die Farben lassen sich dabei wunderbar miteinander kombinieren. Die Produkte sind in der Spülmaschine waschbar, gefrier- und ofenfest sowie mikrowellengeeignet. Bei Tranquillo finden Teeliebhaber in der Kollektion „Vintage“ ein klassisch schönes Porzellangeschirr mit leicht gerippter Oberfläche. Die Glasur ist zudem auf der Außenseite matt und innen glänzend, was zusätzlich einen interessanten Kontrast darstellt. Passend zur Teetasse mit Unterteller gibt es eine Teekanne mit einem Fassungsvermögen von 1,2 Litern sowie Zuckerdose und Milchkännchen. Die Porzellanserie ist in den Farben Green, Rose und Grey erhältlich. Mit dem „Vintage“-Teegeschirr lässt sich so stilvoll das aromatische Heißgetränk genießen. Passendes Besteck und andere Accessoires für den gedeckten Tisch gibt es bei Georg Jensen mit der „Bernadotte“ Kollektion, bei der die ersten Produkte bereits 1938 auf den Markt kamen. Salz- und Pfefferstreuer, Zuckerdose, Milchkännchen, Eierbecher, Kerzen- sowie Teelichthalter, Besteck und einige Artikel mehr für den gedeckten Tisch sind aus glänzendem Edelstahl mit einer feinen Rippenstruktur auf der Oberfläche. Entworfen wurde die Serie von dem schwedischen Prinzen Sigvard Bernadotte, der sich bei seinen Entwürfen stark von Funktionalismus beeinflussen ließ. So finden wir diese zeitlosen Produkte auch heute noch elegant.

Das Besteck der „Bernadotte“ Kollektion von Georg Jensen zeigt fein gerippte Griffe
Bei „Trattoria“ von Jore Copenhagen schwingen sich die Rippen um die Gläser

Glasklare Optik

Vor Glas macht der Oberflächen-Trend auch nicht halt. Die Gläserkollektion „Trattoria“ von Jore Copenhagen ist vom warmen Sommer inspiriert, wenn man nur von einem Glas Rotwein und etwas Käse träumt, um den perfekten Abend zu kreieren. Deswegen sind sie in den Farben des Sommerhimmels gehalten, von Hellblau über Ozeangrün bis hin zu warmem Curry und leuchtendem Pink. Die Kollektion besteht aus Gläsern für Wein, Sekt und Wasser sowie einem Limonadenkrug und einem Servierbrett aus Glas. Alle Artikel werden dabei aus recyceltem Glas hergestellt. Die Designerin Josephine Reich, die hinter dem kleinen Label steckt, schöpft bei ihren Entwürfen gerne aus Mode und Vintage-Stil, was sich bei den Gläsern mit dem geschwungenen Rippenmuster zeigt. Die „Flight Collection“ von fferonne zeigt sich da viel strenger und geradliniger. Die Designästhetik hier hat die Architektur von Chicago, der Heimatstadt der Inhaberin und Designerin Felicia Ferrone, als Vorbild. Genauer gesagt die Türme von Marina City – dem ikonischen architektonischen Wahrzeichen, das Mitte der 1960er Jahre von Bertrand Goldberg entworfen wurde und sich entlang des Chicago River im Herzen der Stadt erhebt. Jedes Stück wird von Glasbläsermeistern in Handarbeit aus geriffeltem Borosilikatglas hergestellt.

Bei der „Flight Collection“ von fferonne sitzen die Rippen über einem glatten Stück Glas
Beim Glaskrug „Anora“
von Bloomingville sind die Rippen dagegen unten
Der Flaschenkühler „Uno Vino“ bei Tescoma zeigt sich in Feinripp
Der „Ribbed T-lite Holder“ von Gisela Graham verleiht Teelichtern die angesagte Optik

Tafel-Abrundung

Passend zu den Gläsern wartet der Wein- und Champagnerkühler „Uno Vino“ bei Tescoma mit einer fein gerippten Oberfläche auf. Mit ihm lassen sich stilvoll Getränke beim Servieren kühl halten. Aus robustem Kunststoff schwingt er sich elegant in die Höhe. Seine Transparenz unterstreicht den leichten Look. Der formschöne Kühler kann in die Spülmaschine zum Reinigen und hat drei Jahre Garantie.  Auf den gedeckten Tisch gehören zudem Kerzen heute einfach dazu und im Moment sind diese besonders angesagt. So gibt es gerade zahlreiche gedrehte Varianten, aber auch gerippten Oberflächen begegnet man häufig, denn sie verleihen jeder Kerze eine Lebendigkeit und das gewisse Etwas. Die Rillenkerzen von Engels Kerzen sind in 21 Farben und neun Sonderlacken erhältlich und lassen somit keine Farbwünsche offen. Es gibt sie in 2,2 Zentimeter Durchmesser mit einer Höhe von 24 Zentimetern und mit einem Durchmesser von acht Zentimetern in den Höhen 15 und 20 Zentimetern. Solche Kerzen sind auf jeden Fall tolle Eyecatcher und Dekohighlights auf dem gedeckten Tisch.

Bei Engels Kerzen sind die Stumpenkerzen von gerippter Gestalt
Rippen beim „dri.pad“ von Sanni Shoo sorgen für einen guten Stand der kopfüber gestellten Flaschen

Rippenhilfe

In der Optik von Konservendosen mit ihren typischen Rillen kommt die Aufbewahrungs-Kollektion „Otto Navy“ von Typhoon daher. Ein goldenes Schildchen auf den dunkelblau beschichteten Stahlbehältern verrät den Inhalt und verleiht den Dosen zudem eine elegante Note. Der natürliche Bambusholz-Deckel hat eine Silikondichtung, so dass sich die Behälter luftdicht verschließen lassen. Erhältlich sind die Dosen für Kaffee, Tee, Zucker, Pasta, Plätzchen, Brot und Utensilien. Das eine ist das gestalterische Element bei Produkten. Rippen haben durchaus aber auch eine nützliche Funktion in der Küche. So kennen wir Rippen vom Abtropfbereich der Spülbecken, die allerdings bei kopfüber gestellten Flaschen nicht wirklich helfen. Da der Endverbraucher vermehrt zu wiederverwendbaren Trinkflaschen greift, die nach dem Waschen eben kopfüber zum Trocknen hingestellt werden sollen, braucht es dafür eine praktische Option. Mit dem „dri.pad“ von Sanni Shoo gibt es nun eine platzsparende und formschöne Lösung für dieses Problem. Hierfür hat das Unternehmen von Susanne Richter die klassische Barmatte mit einem Schweizer Designer weiterentwickelt. Das „dri.pad“ ist eine weiche, lebensmittelechte  Matte aus hochwertigem Platin-Silikon mit etwas höheren Rippen, die dafür sorgen, dass die Flaschen abrutschfest stehen. In den Maßen 43 auf 7,8 Zentimetern ist das „dri.pad“ an die klassische Barmatte angelehnt, aber durch die konkave Form und die Rippen vielseitiger. Die biegsame Matte kann bis zu 150 Milliliter Flüssigkeit aufnehmen und selber in der Spülmaschine gereinigt werden. Das puristische Design passt unauffällig in jede Küche und sorgt für noch mehr Ordnung rund um die Spüle.

Die Behälter-Kollektion „Otto Navy“ von Typhoon zeigt sich im gerillten Konservendosen-Look
Die Gewürzmühlen
in der „Hammershøi“-Kollektion von Kähler haben einen gerippten Kopf

Gerippter Rand

Manchmal reicht auch schon ein gerippter Teilbereich zur Funktionserfüllung. Bei den Gewürzmühlen aus der Kähler Hammershøi Kollektion zeigt der Drehkopf dezente Rippen. Diese Struktur verbessert den Griff und erleichtert damit das Drehen, wodurch Salz und Pfeffer im Handumdrehen gemahlen werden. Die Mühlen gibt es in 13 und 17,5 Zentimeter Höhe. Der Körper besteht aus Eiche und die Drehköpfe aus Keramik, die in den Farben Weiß, Indigo, Anthrazit und Dunkelgrün erhältlich sind. Die Hammershøi Porzellankollektion ist inspiriert von dem Designer Svend Hammershøi, der 1893 bei Kähler begann. Er wurde für seine Designs mit starken Profilierungen und deutlichen Rillen bekannt. Diese Rillen griff der Designer Hans-Christian Bauer auf und verband sie 2015 in seiner Hommage-Kollektion mit einer modernen Formensprache. Ein gerippter Rand ist außerdem bei Ravioli und Maultaschen wichtig, denn so behalten sie ihre Füllung im Nudelteig. Mit dem Ravioli- und Maultaschenrad „Primeline“ von Gefu kann man frische Teigtaschen selber schnell und einfach zubereiten. Teigplatten dünn ausrollen, mit der Wunschfüllung belegen und mit einer weiteren Teigplatte zudecken. Das handliche Primeline-Rad verschließt die Taschenränder von zwei nebeneinander liegenden Nudeltaschen sicher mit gerippten Rändern und schneidet den Teig dazwischen in nur einem Arbeitsschritt durch. Dabei liegt der praktische kleine Helfer aus hochwertigem Edelstahl dank des ergonomisch geformten Griffs gut in der Hand, während die praktische Fingermulde das Abrutschen verhindert. Zudem ist der Küchenhelfer für leichtes Reinigen in der Spülmaschine einfach zerlegbar.

Teigtaschen mit geripptem Rand verschließen und schneiden geht ruckzuck mit „Primeline“ von Gefu

Backwerk

Damit Kuchen einen dekorativ gerippten Rand bekommen, werden sie gerne in Kuchenformen gebacken, deren Rand Zickzack artig geschwungen ist. Bei Räder ist die Wintergenuss Kuchenform „Backzauber“ aus hitzebeständigem glasiertem Feldspatporzellan. Als dekorative Eyecatcher wartet die Form mit 28 Zentimeter Durchmesser mit einem gold glasiertem Rand auf und auf dem Innenboden mit goldener Schrift. Die Linzer Plätzchen haben ebenfalls einen gerippten Rand. Um die leckeren Mürbeteigkekse mit Marmeladenfüllung einfach selber backen zu können, hat Städter seine Ausstechformen um Linzer-Ausstecher ergänzt. Ein fünfteiliges Set aus Edelstahl bietet vier verschiedene Motive mit zugehörigem Außenring. Bei der Kunststoff-Variante kann sogar nur mit einem Ausstecher gearbeitet werden, denn er ist beidseitig verwendbar. Mit der einen Seite wird das Unterteil und mit der anderen das Oberteil mit Motiv ausgestochen. Diese Ausstecher gibt es ebenfalls in vier traditionellen Motiven. Alle Ausstecher können bequem in der Spülmaschine gereinigt werden, so dass ausgiebigem Backen mit darauf folgendem Naschen nichts mehr im Weg steht.
Wir begreifen die Welt buchstäblich mit unseren Händen und deswegen ist es wichtig, unseren Tastsinn immer wieder zu stimulieren, indem wir ihm haptische Angebote machen. Von daher: Herzlich Willkommen Rippen und sonstige Strukturen auf unseren Alltagsgegenständen!

TRENDagentur Gabriela Kaiser,
www.TRENDagentur.de

Mit der Kuchenform Backzauber von Räder zieht Wintergenuss ins Zuhause ein
Leckere Linzer Plätzchen lassen sich mit den Ausstechformen von Städter backen