Die Online-Marke Olavson, bekannt für Pfannen mit Kupferkern, will mit Unterstützung von EK Retail im stationären Handel Fuß fassen. Wie das gelingen soll, erklären Louis Mühleck (Olavson) und Thomas Rahenkamp (EK Retail).
Thomas Rahenkamp (EK Retail) und Louis Mühleck (Olavson) auf der EK Live (v.l.)
Warum sollte der Fachhandel eine weitere Pfannenmarke aufnehmen – ist der Markt nicht bereits gesättigt? LM: Endkunden kaufen bei uns nicht einfach nur eine Pfanne oder einen Topf, sondern ein Erlebnis! Das unterscheidet uns von anderen Herstellern. Unsere Produkte werden in hochwertigen Verpackungen geliefert, die an Luxusmarken erinnern. Ergänzend bieten wir exklusive Online-Kochabende mit Sterneköchen wie Alexander Wulf oder Heiko Antoniewicz. Da einfache Pfannen überall günstig erhältlich sind, müssen sich Fachhändler durch besondere Marken und Präsentationen abheben – unsere Pfannen werden daher nicht einfach aufgehängt, sondern mit ikonischem Deckel und edler Geschenkverpackung in Szene gesetzt. Auf der EK-Live Messe in Bielefeld präsentierten wir unseren ersten Ladenbau – inspiriert von der französischen Küche und ihren Kupferpfannen. Neben Produktvorteilen und Kauferlebnis überzeugt vor allem unsere wachsende Markenbekanntheit: Durch starke Online-Präsenz sind wir vielen kochaffinen Kunden bereits vertraut, was im Einzelhandel sofort für gute Umsätze sorgt.
Sehen Sie das auch so? TR: Starke Marken sind entscheidend für den Handel und fördern den Erfolg durch enge Partnerschaften. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Fachhändlern und Olavson als innovative Marke ist somit optimal.
Wie gehen EK-Händler mit Herstellern um, die direkt online an Endverbraucher verkaufen? TR: Das ist natürlich ein Thema. Wichtig ist, dass man ständig im Dialog bleibt, um die Rolle des jeweiligen Partners zu verstehen. Dass der Handel eine entsprechende Marge benötigt, ist wichtiger denn je, denn die Kostenentwicklung ist massiv. Trotz oft unterschiedlicher Sichtweisen gibt es gute Beispiele von Herstellern, die das partnerschaftlich mit den Händlern gelöst haben. Aber neue Ideen sind immer willkommen.
Wie gestalten Sie als Onlinehändler den Dialog mit den stationären Fachhandelspartnern? LM: Wir bleiben durch Rezeptideen, neue Produkte und gelegentliche Rabatt-aktionen im Gespräch mit unseren Endkunden und informieren unsere Fachhandelspartner frühzeitig über unseren B2B-Newsletter. Bei Rabattaktionen können sie zu denselben Konditionen wie Endkunden einkaufen. Unsere Partner können wir durch lokale personalisierte Werbung auf Basis unserer umfassenden Kundenkenntnis im Bereich Social Media unterstützen. So spielen wir beispielsweise Posts wie „Olavson, nun bei folgendem Einzelhändler entdecken:“ an potenzielle Kunden in der Region aus, die schon einmal auf unserer Website waren.
Endverbraucher können einen Topfdeckel in 24 Stunden bestellen – wie werden Fachhändler in diesem Fall behandelt? LM: Als Online-Händler haben wir effiziente, automatisierte Bestell- und Logistikprozesse. Bestellungen bis mittags werden meist noch am selben Tag versendet. Für Fachhändler gibt es keine Mindestbestellmengen und die gleiche schnelle Lieferung. Über unser B2B-Portal können sie Verfügbarkeiten einsehen und Produktdaten, Bildmaterial für Social Media-Aktionen, Newsletter oder den POS abrufen.
Die beschichteten Kupferkernpfannen sind ein Bestseller und haben damit auch beim neuen PoS Konzept einen starken Auftritt
Das klingt nach einer gelebten Partnerschaft auf Augenhöhe. TR: Partnerschaft muss immer von beiden Seiten gelebt werden, dann gibt es maximalen Erfolg! Dies hat mich im Austausch mit Louis Mühleck wirklich begeistert, denn hier wird immer versucht, den Händler als Partner vor Ort zu sehen und sich in seine Situation hineinzuversetzen. Hier haben wir unseren Input geben dürfen, und ich hatte immer das Gefühl, dass dieser zur Erarbeitung einer Lösung genutzt wurde! Das stationäre Wachstum bei Olavson in kurzer Zeit ist ja vielleicht auch ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, in Wertschöpfung für alle Beteiligten zu denken.
Was kann der stationäre Fachhandel durch die Kooperation mit Olavson lernen? LM: Mutig neue Marken und Premium-Produkte anbieten, um dem Kostendruck zu begegnen und ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Mit Events wie Kochkursen können Fachhändler sich vom generischen Angebot abheben und zur Revitalisierung der Innenstädte beitragen. Auch wir als ehemalige Online-Marke lernen täglich von unseren Partnern und entwickeln gemeinsam neue Ideen.
Und was braucht der stationäre Einzelhandel der Zukunft darüber hinaus? TR: Sicher noch einiges mehr. Aber mir sind vor allem zwei Punkte wichtig: Erstens: Partnerschaft! Auch wenn es einfacher ist, nur an sein eigenes Unternehmen zu denken, so glaube ich, dass es langfristig mehr als wertvoll sein wird, dass wir in partnerschaftlichen Lösungen denken. Das gilt für den Handel ebenso wie für die Industrie. Und zweitens: Mut! Da stimme ich Louis zu. Denn Mut ist besonders in angespannten Zeiten mehr als wichtig! Mut ermöglicht auch, neue Lösungen zu finden. Denn die brauchen wir! Und dass die EK dabei als Partner zur Seite steht, kann sehr wertvoll sein, wie man an dem Beispiel ja auch sehen kann.
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