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Küchenspezialisten halten Möbelfachhandel hoch
Freitag, 09.03.2018 | 07:00

Trotz rückgängigen Gesamtumsatzes im Möbelmarkt (unsere Redaktion berichtete aktuell) attestiert das Institut für Handelsforschung (IFH) den Fachhändlern ein verbessertes Gesamtergebnis. Bei wem es mehr oder weniger gut läuft, erklärt ein wie folgt wiedergegebener Blogeintrag der Kölner Handelsforscher.

Distanzhandel legt zu

Demnach können im Möbelmarkt die Fachhändler – also der kleinbetriebliche Möbelfachhandel, die Möbelfilialisten und die Küchenspezialisten – ihren Marktanteil im Jahr 2017 zusammen auf knapp 78 Prozent verbessern. Diese positive Entwicklung sei den Küchenspezialisten zu verdanken, die als einziger Fachhandelskanal absolut im Plus liegen würden und ihren Umsatz im vergangenen Jahr auf 2,71 Milliarden Euro hätten steigern können, heißt es beim IFH.

Die Details zeigt der neue „Branchenfokus Möbel 2018“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung. Danach verbuchen andere Fachhandelsformate, wie der kleinbetriebliche Möbelhandel und die Möbelfilialisten, hingegen Umsatzeinbußen. Von allen im Möbelmarkt aktiven Vertriebsformaten kann der Distanzhandel zuletzt das größte Wachstum generieren und so ebenfalls Marktanteile gewinnen. Insbesondere die Internet-Pure-Player legen mit einem zweistelligen Umsatzplus deutlich zu. Aber auch klassische Versender verzeichnen eine positive Entwicklung und steigern ihren Anteil am Möbelmarkt um vier Prozent.

Langfristiger Trend

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung ausgewählter Vertriebsformate seit dem jahr 2005 zeigt laut IFH ein ähnliches Bild wie 2017. So ist der Onlinevertrieb seit Jahren auf Erfolgskurs. Eine ähnlich positive Entwicklung ist bei den Küchenspezialisten erkennbar, die ihren Umsatz seit 2005 um 57,9 Prozent gesteigert haben. Auffallend ist hierbei allerdings, dass der Aufstiegstrend zwischen 2016 und 2017 abflacht. Mögliche Gründe hierfür sind die angeschlagene Verfassung des Einbauküchenmarktes sowie die Konkurrenz durch die Angebote des Distanzhandels.

Insgesamt vollzieht sich 2017 eine Wende in der Möbelbranche. So sinkt das Gesamtmarktvolumen für den Möbelmarkt 2017 – ohne Berücksichtigung der Elektroeinbaugeräte inklusive Küchenzubehör – im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Damit stockt das Wachstum der Branche erstmals seit vier Jahren. Prognosen zufolge wird diese Trendwende auch das künftige Bild bestimmen. So ist davon auszugehen, dass der Umsatz mit Sofas, Schränken und Co. auch in den kommenden Jahren leicht sinkt. 

Warengruppen

Die gedrehte Stimmung in der Möbelbranche spiegelt sich auch in den einzelnen Warengruppen wider. Von acht Teilmärkten können 2017 lediglich die Kleinmöbel ihren Umsatz mit ienem Plus von einem Prozent leicht steigern. Alle anderen Segmente, darunter beispielsweise Garten- oder Wohnzimmermöbel, verbuchen ein Minus in der Umsatzentwicklung. Den größten Umsatz büßen Küchenmöbel mit minus 4,7 Prozent ein.

 


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