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Ambiente 2018: Jahresfazit für Branche und Bereiche
Freitag, 09.02.2018 | 15:37

Der Gesamtmarkt der Sortimente aus dem Bereich Koch- und Tischkultur, Wohnaccessoires und Geschenkartikel hält sich auf ungebrochen hohem Niveau. Laut der Bilanz des GPK-Verbandes konnten die Umsätze nach dem starken Anstieg im Jahr 2015 auch im Jahr 2017 gehalten werden und war zuletzt ein leichtes Plus zu verzeichnen. 

Erfolgreiche Segmente

Wie der Handelsverband Koch- und Tischkultur (GPK) zu seiner Jahresbilanz auf der Ambiente 2018 mitteilt, trugen zum leichten Anstieg von 0,3 Prozent auf das Umsatzvolumen von 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2017 vor allem die Produktbereiche Wohnaccessoires und Dekoration bei.

„Shooting Star“ unter den Sortimenten ist stets das Thema Kochen, heißt es beim GPK, der sich auf die Berechnungen des Instituts für Handelsforschung (IFH) beruft. Demnach legten Koch-, Brat- und Backgeschirr im vergangenen Jahr nochmals um 7,1 Prozent zu und bilden einen Jahresumsatz von 876 Millionen  Euror. Schwächer schnitten Schneidwaren ab. Doch die jeweils zweistelligen Umsatzveränderungen in 2016 und 2017 legen laut des Verbandes "den Eindruck nahe, dass hier die Zahlen nicht valide sind".

Weitere Teilergebnisse

Artikel für den gedeckten Tisch lagen mit minus 0,3 Prozent fast auf Vorjahresniveau. Mit plus 3,5 Prozent liegt Geschirr im positiven Trend. Bei Besteck sind fünf Prozent Mehrumsatz auch ein teilweiser Ausgleich der Nachfrageschwäche im Jahr 2016. Weniger erfreulich ist der Rückgang von 14,1 Prozent im Trinkglas-Bereich, einem seit Jahren volatilen Markt. Signifikant ist, dass sich Tischtextilien und dekorative Accessoires weiter positiv entwickeln. Daraus lässt sich laut GPK-Verband ableiten, dass zum genussvollen Essen immer auch ein ansprechend gestalteter Tisch gehört. Dies gilt insbesondere, wenn Gäste bewirtet werden.

Bei Wohnaccessoires ermittelt das IFH zusammengenommen eine Umsatzsteigerung von 2,3 Prozent. Hier spiegelt sich die neue Lust des Gestaltens wieder: Menschen entdecken ihre Kreativität. „Hygge“ kennzeichnet einen Lebensstil ebenso wie den Wunsch nach Geborgenheit und gibt Fachgeschäften Impulse, im Bereich Dekoration und Wohnaccessoires ihr Angebot auszuweiten. Schließlich ist es eine Domäne des stationären Handels, zum Stöbern einzuladen, was online so nicht funktioniert.

Unterschied bei Geräten

Der für die Branche wichtige Markt der Elektrokleingeräte hat nach 13 Jahren Umsatzsteigerungen mit minus 1,9 Prozent erstmals eine leichte Umsatzdelle hinnehmen müssen. Auffällig ist der Rückgang der Umsätze im Bereich Küchenmaschinen um ein Viertel auf nun 391 Mio. Euro. Im Vorjahr waren diese Umsätze noch um 35 Prozent gestiegen, weshalb Fachleute vom sogenannten Basiseffekt sprechen. Naheliegend ist ferner die Beobachtung einer gewissen Bedarfssättigung und natürlich gesunkener Preise durch den harten Wettbewerb, der in dieser Branche herrscht.

Bemerkenswert ist, dass laut IFH das Geschäft mit Espresso- und Kaffeeautomaten, das seit 19 Jahren unaufhaltsam wächst, noch einmal gestiegen ist. Glatte fünf Prozent führen zu einem Verkaufsvolumen von einer Milliarde Euro.

Branche mit Potenzial

Die steigende Zahl der Haushalte, resultierend aus dem Trend zu Singlehaushalten und dem Bevölkerungswachstum, lässt ein interessantes Entwicklungspotenzial erkennen. Festzustellen ist, dass die Erstaus-stattung noch immer relativ preiswert angeschafft wird, was für Möbel gleichermaßen gilt. Der Handelsverband hat den Eindruck, dass die stark steigenden Mieten inklusive Nebenkosten in den angesagten Städten das Budget für das Wohnen immer mehr für sich in Anspruch nehmen. Das geht zunächst zu Lasten der Einrichtung im weiteren Sinn.

Das interessantere Potential liegt bei Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, die in Eigentum oder langjährig zur Miete wohnen. Sie haben das Bedürfnis zur Veränderung, zu Neuanschaf-fungen im Bereich des Ersatz- oder Austauschbedarfs. Hier haben innovative Produkte, modernes Design und pfiffig gestaltete Artikel eine große Begehrlichkeit. Diese Impulse kommen auch aus der Gastro-nomie, die gerade in der urbanen Gesellschaft zu einem Trendsetter für Interieur werden.

Ausblick auf 2018

Was die Branche insgesamt betrifft, blickt sie wegen der anhaltend guten Konjunktur und einem steigenden Einkommen erwartungsvoll auf das Jahr 2018. Die stetig steigende Anzahl der Haushalte und der Trend zu Klein- und Kleinsthaushalten hält weiter an, die Hürde von 41 Millionen Haushalten dürfte in diesem Jahr übersprungen werden.

Für den Handelsverband Koch- und Tischkultur stehen zwei Themen auf der Agenda der kommenden 15 Monate. Vom 11. bis zum 17. September 2018 führt der Verband in Kooperation mit einer Fachzeitschrift und der Messe Frankfurt eine Businessreise nach Shanghai durch. Neue Produktangebote und Lieferanten, vor allem neue Geschäftsformen stehen im Mittelpunkt der Exkursionen und des Besuchs der Messe „Interieur Lifestyle“.

Im Mai 2019 findet – inspiriert durch die erfolgreiche Tagung 2017 in Leipzig – die nächste Branchentagung statt. Neben einer breiten Themensammlung werden bereits die ersten Top-Referenten akquiriert. Es stehen zwei Tagungsregionen - im Westen und im Süden – zur Auswahl, über die das Präsidium in Kürze entscheiden wird.

+++ Lesen Sie mehr zu den oben erwähnten Entwicklungen und Produkttrends in aktuellen Berichten aus unseren Publikationen Trend and style und KitchenTrend. Komprimierte Gratis-Versionen der Artikel finden Sie zum Beispiel unter diesen Web-Links: BBQ&Co: Glühende LeidenschaftKupfer & Co.: Warmes Wohlgefühl (auch oder gerade im Kochbereich), Auf Vorrat: Jetzt geht's ans Eingemachte!, Römertopf: Der Weg in die Neuzeit und Verheiratet mit ... dem Kochgeschirr (Wichtigste Kriterien - worauf achten Produkttester und Verbraucher?) +++    


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