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Generationswechsel bei Kunsthandwerksverband
Montag, 07.10.2019 | 00:00

Nach der Ernennung von Frederic Günther zum Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung satzungsmäßig ein neuer Vorstand gewählt. Mit mehreren neuen Vorstandsmitgliedern zeichnet sich auch hier ein Generationswechsel ab. Unterstützt werden sie von einer Reihe erfahrener Vorstandsmitglieder, die von den Mitgliedern des Verbandes in ihrer Funktion bestätigt wurden.

Matthias Schalling wurde als Verbandsvorsitzender wiedergewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Dieter Uhlmann und Celine Lubojanski gewählt. Torsten Unger wurde in seiner Funktion als Vorstandsmitglied und Sprecher des Fachhandelsrings Erzgebirgische Volkskunst bestätigt. Als neue Vorstandsmitglieder wählten die Verbandsunternehmen Claudia Baer, Elisabeth Graupner, Björn Köhler und Peter Wagner. Von den weiteren bisherigen Vorstandsmitgliedern wurden Gabriele Günther und Mike Glöckner erneut in den Vorstand gewählt. Zum Vorsitzenden der Revisionskommission wurde André Uhlig gewählt.

Kurzporträts

Matthias Schalling, Inhaber der Emil A. Schalling KG in Seiffen, wurde von den Mitgliedern des Verbandes erneut zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Diese Funktion bekleidet der 55-Jährige seit dem Jahr 2017. Celine Lubojanski übernahm im Alter von 18 Jahren das Unternehmen ihres Vaters „Kunsthandwerk am Stern“ in Neukirchen, das Fachgeschäft, Produktion und ein Café zu einem Ort des Erlebniseinkaufs vereint. Die 21-Jährige  ist ebenfalls seit 2017 Vorstandsmitglied. Der 66-jährige Dieter Uhlmann, der Anfang 2020 den Staffelstab als Geschäftsführer komplett an Frederic Günther übergeben wird und seit 1990 Vorstandsmitglied ist, bleibt weiterhin im Verband aktiv und wird sich insbesondere mit seinen Erfahrungen und Kontakten zu Politik und Wirtschaft in die Verbandsarbeit einbringen. Torsten Unger ist Holzspielzeugmachermeister und fertigt in seiner Volkskunstwerkstatt in Steinberg Traditionelles und Modernes aus Holz. Als Inhaber eines Fachgeschäftes ist der 50-Jährige gleichzeitig Sprecher des Fachhandelsrings Erzgebirgische Volkskunst. Er ist seit 2017 im Vorstand aktiv.

Guter Mix

Claudia Baer (53), geb. Wendt, leitet in Dritter Familien-Generation die Grünhainichener Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn, die als eine der führenden Marken des Erzgebirgischen Kunsthandwerks weltweite Bekanntheit genießt. Mike Glöckner ist Inhaber der Firma Ulmik und bereits seit 2007 im Vorstand aktiv. Von 2007 bis 2017 war der 55-Jährige als Verbandsvorsitzender tätig und initiierte in dieser Zeit zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der deutschlandweiten Kampagne „Die Kunst zum Leben.“ Elisabeth Graupner kam von Berlin wieder ins Erzgebirge zurück, um in der elterlichen Firma mitzuwirken. Die farbenfrohen Holzminiaturen der 36-jährigen aus Crottendorf erfreuen sich von Tokio bis New York großer Beliebtheit.

Gabriele Günther ist bereits seit 2011 Vorstandsmitglied. Als Inhaberin der Firma Rauta und eines Fachgeschäfts mit „Caféchen“ in Seiffen kennt die 62-Jährige sowohl Produktion als auch Vertrieb der Erzgebirgischen Holzkunst. Björn Köhler begründete 1989 seine Manufaktur in Eppendorf. Mit seiner modernen Formensprache schlug der 54-Jährige einen völlig neuen Weg der Holzgestaltung ein, der die Figuren von Köhler Kunsthandwerk bis heute unverwechselbar macht. Peter Wagner arbeitet als Holzspielzeugmachermeister im elterlichen Unternehmen, der Drechslerei Wagner aus Riechberg, die vor allem für ihre Schneemänner bekannt ist. Mit eigenen Designs wie den City Kids geht der 29-Jährige gemeinsam mit seinem Bruder Tony auch gestalterisch neue Wege.

Der Verband

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. vertritt rund 60 Hersteller Erzgebirgischer Holzkunst® vom kleinen Familienbetrieb bis hin zum mittelständischen Unternehmen mit etwa 200 Beschäftigten. Zu den Mitgliedern gehört auch die Genossenschaft Dregeno Seiffen eG, in der sich etwa 130 Handwerksfirmen zusammengeschlossen haben. Gegründet wurde der Verband 1990 von Herstellern Erzgebirgischer Holzkunst als freiwillige Dachorganisation.

Der Verband fördert die mit Warenzeichen garantierte Erzgebirgische Holzkunst und seine Hersteller. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört die Imagewerbung, die seit 1992 unter der Dachmarke „Echt Erzgebirge – Holzkunst mit Herz“ durchgeführt wird. Darüber hinaus unterstützt der Verband seine Mitglieder bei Messen im In- und Ausland, bei der Berufsausbildung zum Holzspielzeugmacher sowie auf rechtlichem Gebiet, z.B. im Kampf gegen Plagiate. Bestandteil des Verbandes ist der Fachhandelsring Erzgebirgische Volkskunst, dem deutschlandweit ca. 100 Fachgeschäfte angehören. Zur Förderung der Traditionspflege und zur kreativen Weiterentwicklung der erzgebirgischen Holzkunst vergibt der Verband seit 1995 jährlich den Designpreis „Tradition und Form“.

Dieter Uhlmann zieht sich als Verbandsmanager zurück, bleibt aber Vorstandsmitglied (Foto: Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller)


 


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