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Black Friday stabilisiert Ceconomy-Bilanz
Freitag, 08.02.2019 | 09:15

Nach der herausfordernden Entwicklung 2017/18 hat die Ceconomy AG ihr Geschäft im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2018/19 stabilisieren können. Der Umsatz erhöhte sich von Oktober bis Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahr währungs- und portfoliobereinigt um 2,8 Prozent.

Haupttreiber

Haupttreiber waren laut des Düsseldorfer Konzerns der umsatzstarke Black Friday sowie signifikante Zuwächse in den strategisch wichtigen Bereichen Online und Services& Solutions. Das Ergebnis (EBITDA) stieg im ersten Quartal – ohne Berücksichtigung der Beteiligung an Fnac Darty sowie der Kosten für Managementwechsel bei Ceconomy und MediaMarktSaturn – um 18 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Ebenfalls bereinigt um diese Effekte verbesserte sich das EBIT um 15 Mio. Euro auf 269 Mio. Euro in Q1 2018/19. Für Managementwechsel auf der  ersten und zweiten Führungsebene bei Ceconomy und MediaMarktSaturn fielen Aufwendungen in Höhe von 34 Mio. Euro an, die das berichtete EBITDA und EBIT belasteten.

„Wir haben im ersten Quartal unseren Umsatzgesteigert und Marktanteile hinzugewonnen. Die bessere Steuerung der Aktionstage rund um den Black Friday hat zudem dazu geführt, dass wir die schwächere Entwicklung im Oktober voll ausgleichen konnten und unser Ergebnis stabilisiert haben. Für das Gesamtjahr gehen wir aber weiterhin davon aus, dass die Transformation und Reorganisation unserer Aktivitäten unsere Performance belasten wird“, sagt Dr. Bernhard Düttmann, Finanzvorstand der Ceconomy AG: „In den kommenden Monaten werden wir unsere strategischen Initiativen weiterhin konsequent umsetzen und unsere Kosten senken. Dafür erarbeitet das Managementteam von MediaMarktSaturn derzeit ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das wir spätestens mit der Veröffentlichung der Q2-Ergebnisse am 21. Mai vorstellen werden.“

Umsatzzahlen

Von Oktober bisDezember erhöhte sich der Umsatz der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr auf berichteter Basis um 1,7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,8 Mrd. Euro). "Zu dieser positiven Entwicklungtrugen insbesondere die erfolgreichen Aktionen rund um den Black Friday im November bei. Der Marktanteil in der Gruppe ist um rund 30 Basispunkte gestiegen", heißt es in der Konzernzentrale.

Nachdem der Umsatz in der Region DACH im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 währungs- und portfoliobereinigt gesunken war, entwickelte er sich im ersten Quartal mit plus 2,7 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro wieder deutlich positiv. Das Onlinegeschäft sowie Services& Solutions waren erneut Treiber des Umsatzwachstums von Ceconomy. So wuchs das Onlinegeschäft im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,0 Prozent und überschritt mit insgesamt 1.007 Mio. Euro erstmals in einem Quartal die Marke von einer Milliarde Euro. Der Anteil des Onlinegeschäfts am Gesamtumsatz liegt damit bei 14,6 Prozent (Q1 2017/18: 11,6 Prozent). Grund für diesedeutlich positive Entwicklung sind höhere Besucherzahlen und eine bessere Conversion-Rate, insbesondere an den Aktionstagen rund um den Black Friday.

Ebenfalls ungebrochen stark war die Nachfrage nach Services& Solutions. Nach der Definition des alten Bilanzierungsstandards IAS 18 stieg der Services & Solutions-Umsatz im Jahresvergleich um 8,2 Prozent auf 425 Mio. Euro (Vorjahr: 393 Mio. Euro). Positiv entwickelten sich insbesondere die Vermittlung von Versicherungen sowie Dienstleistungen rund um Reparaturen.

Ergebniszahlen

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 erreichte Ceconomy  – ohne Berücksichtigung der Beteiligung an Fnac Darty S.A. und der Kosten der Managementveränderungen beim Konzern und MediaMarktSaturn – ein EBITDA von 326 Mio. Euro (plus 18 Mio. Euro über Vorjahr). DasEBITlag – ohne die genannten Effekte – bei 269 Mio. Euro und damit um 15 Mio. Euro über dem Vorjahresquartal. Die Stabilisierung des zugrunde liegenden Ergebnisses ist etwa zur Hälfte auf operative Fortschritte zurückzuführen – neben dem Black Friday vor allem rückläufige Personal- und Standortkosten. Die andere Hälfte ergab sich aus Einmaleffekten, wie etwa der Umsetzung neuer Bilanzierungsstandards und der Realisierung von Schadensersatzansprüchen. Die Bruttomarge lag mit 18,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals (minus 0,6 Prozentpunkte).

Aufgrund der Aufwendungen in Höhe von 34 Mio. Euro für die Wechsel im Management bei Ceconomy sowie auf Holding- und Länderebene von MediaMarktSaturn verringerte sich das berichtete EBITDA im ersten Quartal um 17 Mio. Euro auf 291 Mio. Euro (Vorjahr: 308 Mio. Euro). Das berichtete EBIT sank um 19 Mio. Euro auf 234 Mio. Euro (Vorjahr: 253 Mio. Euro).

Ausblick

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse desersten Quartalsbestätigt Ceconomy den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018/19: CECONOMY erwartet für 2018/19 ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes gegenüber dem Vorjahr. Für das Net Working Capital erwartet das

Unternehmen eine moderat rückläufige Entwicklung. Sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT erwartet die Konzernführung ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung an Fnac Darty S.A. einen leichten Rückgang. Die Segmente DACH und insbesondere Osteuropa tragen zu diesem Rückgang bei, während sich das Segment West-/Südeuropaleicht positiv entwickelt. Die jeweiligen Vergleichsgrößen im Vorjahr 2017/18 betragen 630 Mio. Euro EBITDA und 399 Mio. Euro EBIT.

Darüber hinaus wird im EBITDA und im EBIT zusätzlich der Anteil des von Fnac Darty S.A. erwirtschafteten Periodenergebnissesenthalten sein. Auf Basisaktueller Analystenschätzungen erwartet CECONOMY daraus einen Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2018/19 in mittlerer zweistelliger Millionen-Höhe.

Die Prognose erfolgt wechselkursbereinigt und vor Portfolioveränderungen. Noch zu konkretisierende Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung und Optimierung von Strukturen und Geschäftsprozessen in Verwaltungs- und Zentraleinheiten sind nicht enthalten. Auch Aufwendungen für bereits bekannt gegebene Führungswechsel im Top- Management sind nicht berücksichtigt.

Personalien

Der Ceconomy-Aufsichtsrat hat übrigens Jörn Werner mit Wirkung zum 1. März 2019 zum Vorstandsvorsitzenden und Karin Sonnenmoser zum Finanzvorstand berufen. Der 57-jährige Werner führte von 2015 bis 2018 die Werkstattkette A.T.U Auto-Teile Unger Handels GmbH & Co. KG und übernahm im Mai 2018 dessen Aufsichtsratsvorsitz. Davor verantwortete er als CEO die strategische Neuausrichtung der Elektronik-Handelskette Conrad Electronic SE.

Die 49-jährige Sonnenmoser verantwortete zuletzt den Bereich Finanzen und Beschaffung beim börsennotierten österreichischen Leuchtenhersteller Zumtobel Group AG. Zuvor war sie beim VW-Konzern unter anderem als Geschäftsführerin Finanzen und Controlling der VW Sachsen GmbH inklusive der Gläsernen Manufaktur Dresden tätig.

Laut Konzern soll Interims-Vorstandsmitglied Dr. Bernhard Düttmann ab spätestens 1. April 2019 wieder als Mitglied in den  Aufsichtsrat zurückkehren. 

Gehen bei Ceconomy an Bord: Jörn Werner und Karin Sonnenmoser (Fotos: Ceconomy AG) 

 


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