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Brandlands

Spannende Segmente

Kurz vor der Ambiente in Frankfurt hat die Brandlands GmbH als 100-prozentige Tochtergesellschaft von DKB den Vertrieb für die Marken Zyliss, Cole & Mason, Jamie Oliver und Ken Hom übernommen. Vom Geschäftsführer der neu gegründeten Vertriebsgesellschaft Klaus Schmelzeisen wollten wir unter anderem wissen, welches Potenzial die Marken aus seiner Sicht haben und wie die Vertriebsstrategie dafür aussieht.

Cole & Mason steht für umfassende Kompetenz bei der Gewürzverarbeitung

Sie arbeiten bereits einige Jahre in der Branche, und Sie haben Erfolge im Vertrieb und beim Markenaufbau auf Ihrem Konto. Was reizt Sie an der neuen Aufgabenstellung?
Es gibt gewisse Voraussetzungen, die für einen Neustart gegeben sein sollten und die dann den darin liegenden Reiz begründen. Für den Vertrieb von Markenprodukten sind dies interessante Produkte in guter Qualität und eine oder mehrere Marken mit Potenzial. Zu dieser bei DKB gegebenen Konstellation kommt noch die Idee von Brandlands hinzu, als umfassender Service- und Dienstleister aufzutreten. Das kann dann durchaus zur Bereitschaft führen, das Erfahrungskonto weiter zu füllen.


Sind die Aktivitäten von Brandlands auf die DKB-Marken beschränkt, oder gibt es hier Spielräume?
Grundsätzlich ist Brandlands eine Full-Service-Vertriebsgesellschaft, die auch die Betreuung anderer Marken umsetzen kann. Als 100-prozentige Tochter der DKB Gruppe konzentrieren wir uns aber zunächst einmal auf deren Marken Zyliss, Cole & Mason, Jamie Oliver und Ken Hom. Dabei ist es ein wichtiger Schritt, die Positionierung der Marken erneut klar zu definieren und so für den Handel wie für die Konsumenten zu dokumentieren, wofür die einzelnen Marken stehen.


Wie würden Sie den Markenkern der einzelnen Marken kurz beschreiben?
Wir haben es mit vier Marken zu tun, die sehr unterschiedlich und eigenständig sind. Bei Zyliss stehen Themen wie eine schnelle und einfache Zubereitung von Speisen mit Begriffen wie Funktionalität und Ergonomie im Vordergrund. Bei Cole & Mason dreht sich alles um Gewürze und deren Verarbeitung. Hier rückt die Kompetenz der Marke in dieser Frage und die hohe Produktqualität nach vorne. Bei Jamie Oliver wiederum ist es die Kompetenz des Namensgebers, der in die Produktentwicklung intensiv einbezogen ist und die es zu transportieren gilt. Und last but not least sehen wir die Marke Ken Hom als absolute Spezialitätenmarke an, wenn es um das Thema Woks und chinesische Küche geht. Dies jeweils herauszuarbeiten, hat sicherlich für jede Marke unterschiedliche Stufen der Herausforderung. Das Potenzial für eine erfolgreiche Marktbearbeitung ist aber aus meiner Sicht bei allen gegeben.

Die Segmente, in denen die DKB-Marken operieren, sind gut besetzt. Worin liegt der Mehrwert des Handels in der Zusammenarbeit?
Der vorhandene Mehrwert lässt sich nicht eindimensional herleiten, sondern es kommen verschiedene Komponenten zusammen, die ihn ausmachen. Zum einen ist dies vor allem bei Zyliss die Bekanntheit der Marke, die nach wie vor gegeben ist. Die Werte bei den ungestützten Befragungen haben uns wirklich angenehm überrascht. Zum anderen ist es das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte aller Marken. Die Konsumenten erhalten, verlässlich für den Handel, value for money. Ein weiterer Faktor ist der hohe Individualisierungsgrad in der Betreuung der Handelspartner. Wir arbeiten mit einem bundesweit agierenden Außendienstnetz, bei dem unsere Marken weit oben auf der Prioritätenliste stehen, und verfügen über einen aktiven Innendienst mit einer großen Erfahrung in der Ausarbeitung spezifischer Marketingaktivitäten für die unterschiedlichen Handelsformen.


Wie stellen Sie sicher, dass die unterschiedlichen Handelsformen „auf ihre Kosten“ kommen?
Wir liefern bei allen vier Marken einen breiten Sortimentsaufbau, der unterschiedliche Preisstufen und -punkte abbildet. Dadurch kann jede Handelsform die für sie passenden Elemente aus dem Gesamtsortiment auswählen und beispielsweise die Bereiche „good“ und „better“ im Nonfood-Sortiment großflächiger Handelsformen einbringen, während der beratungsorientierte Handel mit dem Bereich „better“ einsteigt und sein Angebot durch die Kategorie „best“ nach oben abrundet. So lässt sich die Kompetenz der Marken jeweils angepasst darstellen.


Lieferanten und Handel durchstehen gerade eine extrem schwierige Zeit. Wird es solidarische Maßnahmen von Brandlands geben?
Die Situation stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen, und wir müssen das eine oder andere neu denken. Und natürlich werden wir mit den Kunden über konkrete Maßnahmen sprechen, ob dies nun ein Drop Shipment oder eine befristete Modifikation der Lieferbedingungen ist. Hier werden wir gemeinsam immer Lösungen finden. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass der beratende Fachhandel sich auf Produkte und Marken konzentriert – oder spezialisiert – die ihm eine handelsformgerechte Marge ermöglichen, um die entstandenen Lücken wieder zu schließen. Dabei würden wir gerne unterstützen.
www.dkbrands.com
www.brandlands.eu

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