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Böker in Solingen

Seit inzwischen 150 Jahren ziert der Kastanienbaum als Qualitätssiegel die Messer von Böker in Solingen. Wer auf eine so lange Geschichte zurückblicken kann, hat allen Grund zu feiern.

Auf der Kochmesserserie Böker Core baut diese Sonderedition mit geräuchertem Kastanienholz auf

Ein Messer ist ein Messer? Von wegen. Wer einmal die heiligen Hallen der Böker Messer-Manufaktur in Solingen durchlaufen hat, weiß, dass diese Aussage nicht zutrifft. Rund hundert Arbeitsschritte sind für ein hochwertiges Taschenmesser notwendig und so dauert es seine Zeit, bis man von dem Rohwarenlager über die Teilefertigung wie die Stanzerei, Schleiferei, Schalenabteilung bis hin zur Montage, Handpliesterei, Ausmacherei und Endkontrolle kommt. Man hat sich einen Namen gemacht, in der Welt der Messer. Das Böker-Sortiment reicht von Outdoormessern über Rasiermesser bis hin zu Küchenmessern. Man hat also allen Grund zu feiern, auch wenn die Geschichte des Unternehmens durchaus wechselhaft war. Es war ein gewaltiger Kastanienbaum, der im 17. Jahrhundert die kleine Handwerkzeug-Fabrik der Familie Böker in Remscheid überschattete und zum Namensgeber des Böker Baumwerks wurde. Man begann mit der Produktion von Säbeln. Hermann Böker wanderte aus, um die H. Boker & Co. in New York zu gründen. Sein Bruder Robert Böker ließ sich in Kanada nieder und baute 1865 eine Niederlassung in Mexiko auf.

Anlässlich des 150. Jubiläums wurden limitierte Sonder­editionen aufgelegt

Es war der Cousin Heinrich Böker, welcher lediglich die Wupper überquerte, um 1869 die Heinr. Böker & Co. zu gründen. Während des zweiten Weltkriegs brannte das Solinger Werk komplett aus. Es dauerte seine Zeit, bis man an die Qualitätsstandards der Vorkriegszeit zurückfinden konnte.
In den 60er Jahren wurde Böker USA an den Scherenhersteller Wiss & Sons und in den 70er Jahren an den multinationalen Konzern Cooper verkauft. Dieser verhalf dem Namen Böker mit seiner Marktkraft zu seiner ursprünglichen Größe zurück und gründete 1983 die Tochtergesellschaft Böker Arbolito S. A. in Buenos Aires.
Heute hat sich die Solinger Messer-Manufaktur mit dem Kastanienbaum zum Innovationsführer von ausgefallenen Sport- und Sammlermessern, Rasiermessern und Küchenmessern in Europa entwickelt. Viele der Messer haben eine besondere Geschichte, individuelle Seriennummer oder limitierte Stückzahl – so auch die zwei Sondereditionen, die anlässlich des Jubiläums herausgegeben wurden.

Im Zeichen der Kastanie

Dampfmaschinen-Damast, welcher einem der riesigen Transmissionsräder aus der Anfangszeit des Unternehmens entnommen wurde, kommt bei dieser exklusiven Jubiläumsedition zum Einsatz. Geschichtsträchtig ist auch die Beschalung, welche aus Kastanienholz besteht. Eine weitere Sonderedition baut auf der erfolgreichen Kochmesserserie Böker Core auf. Mit einem Griff aus geräuchertem Kastanienholz und einer geschmiedeten Klinge aus dem Kohlenstoffstahl O1 gefertigt, überzeugt dieses Küchenmesser mit einer exzellenten Schnitthaltigkeit.
„Heute blicken wir auf eine mittlerweile 150-jährige Firmengeschichte zurück, in der die Böker Manufaktur kontinuierlich und ohne Pause, mit dem Ohr am Markt, für Innovationen in der Messerbranche sorgt. Mit neuen Ideen, aber auch mit der Wahrung unserer traditionellen Werte und dem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt steht unser Sortiment heute für höchste Qualität und für eine beispiellose Vielfalt,“ erklärte Geschäftsführer Carsten Felix-Dalichow während der Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums.
www.boker.de

Bei der Messermanufaktur Böker in Solingen sind viele Handgriffe notwendig, bevor ein Messer die Produktionshallen verlässt

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