ZWEI MAGAZINE - EINE WELT

Für unterwegs

Öko zeigt Style

Aufgrund unserer modernen Lebensweise sind wir viel auf Achse. Das führt zu einem flexibleren und individuelleren Essverhalten, was in der Vergangenheit zu wachsenden Müllbergen geführt hat. Wiederverwendbare Behältnisse, die ganz nebenbei sogar unseren Hunger nach individuellem und stylischem Design stillen, schaffen Abhilfe.

Trinkflaschen in angesagtem Kupfer und edlem Schwarz (von Equa www.equa.kostbar.info)

Verpflegung unterwegs ist keine Erfindung der Neuzeit: In Japan gibt es Bentoboxen bereits seit dem 5. Jahrhundert –zunächst als einfache Bambusröhren, die sich allmählich zu lackierten Holzboxen entwickelten, häufig mit Unterteilungen in kleine Fächer. Kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, die Bentoboxen gibt es bis heute, wenn auch in neuen Materialien und mit Dekoren aller Art. Dagegen hat sich in Deutschland während der Industrialisierung der Henkelmann durchgesetzt: Ein einfacher Behälter aus Blech, in dem das zu Hause zubereitete Essen transportiert und nach Bedarf am Arbeitsplatz aufgewärmt werden konnte. Entsprechende Henkeltöpfe wurden von den Grubenarbeitern in den Kohleabbaugebieten erfunden und gehören bis heute zur Standardausrüstung von Soldaten, werden dort jedoch als Kochgeschirr bezeichnet.
Mit der Expansion der Fast Food-Ketten in den 1970er Jahren wurden klassische Snacks und Pausenbrote jedoch immer unbeliebter, das eigene Essen mit zur Arbeit oder in die Schule zu nehmen, kam zunehmend aus der Mode. Und so hatte der Erfolg der Fastfood-Ketten immer mehr Nachahmer: Bäckereien, Metzgereien, Supermärkte und Restaurants zogen nach und bieten heute ebenfalls Food To-go an. Die Kehrseite der Medaille sind wachsende Müllberge. Dass neben Einwegkaffeebechern generell alle Einwegverpackungen – insbesondere aus Plastik – zulasten unserer Umwelt gehen, hat sich hinreichend herumgesprochen und es gibt erste Anzeichen für ein Umdenken und die guten alten Dinge werden neu interpretiert.

 

Müllvermeidung mit Stil

Unverpackt-Läden, nachhaltiges Verpackungsmaterial (siehe auch Seite 26) und wiederverwendbare Lunchboxen und Trinkflaschen erleben einen wahren Boom. Das Tolle daran: Es gibt für jeden Geschmack und Verwendungszweck das richtige Behältnis. Und dabei hat das Prädikat „Öko“ schon lange sein verstaubtes „Schlabberlook“-Image abgelegt und macht Trendsettern alle Ehre: Edle Trinkflaschen mit glänzender oder mattierter Metalloberfläche, mit und ohne Dekor sind ein Bekenntnis des Besitzers zu modernem Lifestyle. Bunte Foodcontainer zeugen von Lebenslust und Energie – das gilt um so mehr, wenn sich angesagtes Powerfood darin befindet.
Um die gute alte Stulle zu verpacken, müssen es auch nicht immer Einweg-Plastik- oder Papiertüten sein: Eine gute Alternative ist zum Beispiel der Stullenwickler von Forty-Four, der auseinandergeklappt auch als schönes Platzdeckchen etwas hermacht. Eine ökologische Möglichkeit Verpackungsmüll zu reduzieren sind zudem mit Bienenwachs beschichtete Baumwolltücher, die mittlerweile von verschiedenen Herstellen angeboten werden.

Den Stullenwickler von Forty-Four gibt es mit vielen fröhlichen Dekoren

Modisches Accessoire mit Handtaschen-Charakter: die Monbento Kühltaschen

Hot & Cold

Wer seine Nahrungsmittel kalt oder warm halten will, greift zu Thermobehältern. Je nach Einsatzgebiet beispielsweise von Thermos, Klean Kanteen oder Esbit. Für die Dame im Großstadtdschungel darf es aber auch gern eine Kühltasche mit Handtaschencharakter sein wie die Monbento Pochettes, die dank eines Eispacks den Inhalt kühl halten. Das Dekor der Taschen kann passend zum Inhalt gewählt werden, wenn es eine Monbento Lunchbox ist. Wer einen Stromanschluss am Arbeitsplatz hat, kann sogar in der Verpackung kochen: In der Unold Lunchbox mit einem Volumen von circa 1,5 Liter lassen sich Speisen bis maximal circa 70 Grad Celsius erwärmen. Fast so wie früher mit dem bewährten Henkelmann – nur besser!

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