ZWEI MAGAZINE - EINE WELT

Ökologische Materialien

Nachhaltig schön

Ökologische Materialien, eine sozial verträgliche Herstellung und fairer Handel: Das Thema Nachhaltigkeit ist schon seit einiger Zeit in aller Munde. Neu ist aber, dass nachhaltige Produkte nicht nur ethische Kriterien erfüllen, sondern auch vom Design her immer an­­spruchs­­­­­voller werden.

Außergewöhnlich wie Kunstobjekte: die Duftzerstäuber aus der Serie Ona von Ekobo

Wenn man beispielsweise die neuen Duftzerstäuber aus der Serie „Ona“ von Ekobo betrachtet, denkt man zunächst einmal an außergewöhnliche Kunstobjekte. Dabei handelt es sich um neue Duftzerstäuber, die mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Ästhetik und Umweltbewusstsein überzeugen. So lassen sich dank der Venturi-Kaltverneblung die ganzheitlichen Eigenschaften der rein natürlichen ätherischen Öle erhalten. Außerdem ist auch eine stufenlos regelbare Dosierung für Räume bis zu 100 Quadratmeter möglich.

Faire Partnerschaft

Das kleine Unternehmen Ekobo, das 2003 von Bruno Louis in einem Pariser Vorort gegründet wurde, stellt in Kooperation mit internationalen Designern unterschiedliche Haushaltsgegenstände aus nachwachsenden Rohstoffen unter fairen Bedingungen in Vietnam her. Die Kombination aus dem schnell nachwachsenden Naturrohstoff Bambus, einem modernen und zeitlosen Design sowie traditioneller, vietnamesischer Handwerkskunst machen das Sortiment von Ekobo so einzigartig. Neben den Duftzerstäubern stellt Ekobo in der Linie „Biobu“ vor allem Schalen, Geschirr und Salatschüsseln aus Bambus mit schlichten geradlinigen Formen in den unterschiedlichsten Farben her.

Geschirr aus Bambus

Auch die Marke „Zuperzozial“ des niederländischen Herstellers Capventure setzt auf Geschirr aus Bambusfasern sowie zusätzlich aus Mais und Pflanzenzucker. In einem innovativen Herstellungsverfahren werden die natürlichen Werkstoffe in Form gepresst. Dadurch ist das Geschirr nicht nur robust und leicht, sondern auch spülmaschinengeeignet – zudem erhält es eine ganz eigene Haptik. Natürliche Farbpigmente sorgen für eine vielfältige Farbpalette.

 

Vegane Kerzen

Auf den Mix von Nachhaltigkeit und Ästhetik schwört das Unternehmen Engels Kerzen. Thomas Engels, der das Unternehmen in der dritten Generation führt: „Wir sind immer Trendsetter bei den Kerzen gewesen und waren in den letzten 20 Jahren Vorreiter, wenn es um neue Farbtrends und innovatives Kerzendesign ging. In diesem Jahr haben wir im Bereich der Rohstoffauswahl neue Wege beschritten.“

 

 

Elegant: Die veganen Düfte von Engels Kerzen brennen auf Sonnenblumenöl-Basis in eleganten Porzellangefäßen

Sanfte Farben und Blattformen zeichnen die Badkollektion Sense von Koziol aus

So erweiterte das Unternehmen die Produktpalette um einige Neuheiten, die aus rein pflanzlichen Brennstoffen gefertigt werden. Die beliebten Engels Düfte im Glas brennen ab sofort beispielsweise auf Sonnenblumenöl-Basis. Sie sind vegan und zeigen, wie man mit langjährigem Know-how und viel Gespür hervorragende Brennergebnisse erzielen kann. Denn genau hier findet sich das Alleinstellungsmerkmal der Manufaktur wieder. Neue „Naturlichter“ mit Nachfüllern in eleganten Porzellangefäßen zählen ebenso zum neuen Angebot wie hübsche „Landlichter“ in echten Weckgläschen mit Bio-Stearin.

 

 

Kunststoff aus Zuckerrohr

Der Hersteller Koziol, der für seine Design-Produkte aus Kunststoff bekannt ist, arbeitet für seine neue Bad-Linie „Sense“ mit Zuckerrohr. Der Pflanzensaft des Zuckerrohrs wird zunächst zu Alkohol vergoren und anschließend durch Dehydration in den Kunststoffbaustein Ethylen und später zu Polyethylen umgewandelt. Somit wird für die gesamte Sense-Kollektion ein Kunststoff verwendet, der zu 100 Prozent aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen stammt. Das Design überzeugt mit organischen Formen und Silhouetten von Blättern, die sich – je nach ihren funktionalen Aspekten – zusammengerollt oder entfaltet präsentieren.

Flaschen mit Seele

Auch in Sachen Trinkflaschen tut sich sowohl in ökologischer als auch in optischer Hinsicht viel. Die Macher von „Soulbottles“ aus Berlin beispielsweise stellen hochwertige Design-Flaschen aus Glas und mit Bügelverschluss her. Zum einen wollen sie mit ihren Produkten eine gute Alternative zu mit Weichmachern behandelten Plastikflaschen aufzeigen und zum anderen auf den von ihnen favorisierten Gebrauch von Leitungswasser aufmerksam machen. Schließlich sei dieses frischer als das Wasser in Flaschen, die möglicherweise schon seit Wochen oder Monaten in den Geschäften stehen. Für die vielfältigen und spülmaschinenfesten Druckmotive sorgen ausgewählte Designer. Die Trinkflaschen „eau good“ von Black + Blum haben es in sich – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Aktivkohle-Stab innerhalb der Flasche macht es möglich, dass man sofort und überall sauberes Wasser genießen kann. Die Binchotan-Aktivkohle, die in Japan bereits seit dem 17. Jahrhundert als Reinigungsmethode für Wasser verwendet wird, reduziert den Chlorgehalt, mineralisiert das Wasser und sorgt für einen neutralen pH-Wert. Die Binchotan-Aktivkohle kann bis zu sechs Monate wirksam sein und danach auf unterschiedliche Weise recyclet oder sogar wiederaufbereitet werden. Mit ihren Korken und den farbigen Bändchen zeigen sich die Trinkflaschen auch optisch sehr attraktiv.
Sigrid Brauer

Urbaner Chic: die Soulbottles mit Bügelverschluss und Design-Motiven

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