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Oster in Karlsruhe

Das Haushaltswarengeschäft Oster in Karlsruhe wird mit viel Freude und Engagement von Dominik Oster bereits in der dritten Generation geführt. Hier werden die Kunden persönlich begrüßt, gut beraten und ihre Wünsche nimmt man ernst. Die meisten, die zu Oster kommen, wissen, was sie wollen und werden bei dem großen Angebot von mehr als 10.000 Artikeln schnell fündig. Ein Fachgeschäft, das regional verwurzelt nah am Kunden ist!

„Haben wir noch einen anderen Spätzle-Shaker?“, gibt die Verkäuferin die Kundenfrage an den Chef weiter. Rasch sucht Dominik Oster auf dem Bildschirm, bevor er antwortet: „Ja es gibt noch ein günstigeres Modell einer anderen Marke, das können wir direkt bestellen!“ Auch das ist Service am Kunden und der gehört für den Geschäftsinhaber in jedem Fall zum Business. Vertrauen, Kundennähe und gute Beratung seien nach wie vor die wichtigsten Säulen, um die Kunden dauerhaft an das Haushaltswarengeschäft in Karlsruhe zu binden, das bereits sein Großvater Heinrich Oster 1945 gründete. Damals, direkt nach dem Krieg, hatte es Heinrich Oster schwer an Waren zu gelangen, er fuhr mit dem Rad durch die Gegend und nahm alles, was er bekommen konnte, verkaufte Geschirr aus Aluminium oder Gummiritzen für Hosen aus alten Fahrradschläuchen. Das Sortiment hat sich ebenso wie der Laden selbst im Laufe der Jahre stetig verändert. Eisenwaren gingen zurück, Haushaltswaren nahmen zu und jetzt sind auch Geschenkartikel und saisonale Dekorationsartikel dabei. Heute empfängt das „Oster“ den Kunden am schönen Ostendorfplatz in Karlsruhe mit neun Schaufenstern. „Das ist einerseits super, weil wir viel Ware zeigen können und die Leute hier aufgrund der Straßenbahnhaltestelle gerne stehenbleiben und schauen, aber es erfordert auch viel Kreativität, die Fenster alle zwei Wochen neu zu dekorieren und im Sommer bleicht die Hitze manches aus, daher habe ich sogar ein Fenster ganz zu gemacht“, berichtet der Inhaber. 1986 hatte sein Vater Klaus-Jürgen Oster das Geschäft übernommen. Schon als Jugendlicher war für Dominik Oster eigentlich klar, dass er mal in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten würde. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Studium der Betriebswirtschaft stieg er vor 19 Jahren mit ins Ladengeschäft ein. „Wir haben hier wirklich sehr nette, und treue Kunden, die uns schon lange kennen und immer wieder gerne in den Laden kommen“, erklärt er seine Entscheidung. Auch hinter der Kulisse gibt es jedoch viel zu tun, zum Beispiel die Frage nach dem richtigen Warenwirtschafts-System. Als Verbandsmitglied bei der EK-servicegroup zählt er zu den Pionieren, die „Eres“ nutzen. Eres steht für E-commerce retails system (e-commerce System für den Einzelhandel). Es handelt sich dabei um eine vollintegrierte Plattform, die ein Warenwirtschaftssystem, eine Kassenlösung, einen Onlineshop sowie ein Kiosksystem erhält und die Anbindung an Online-Marktplätze erlaubt.

Rund 10.000 unterschiedliche Artikel hält Oster für seine Kunden auf circa 200 Quadratmetern bereit. Gerade bei der hohen Anzahl ist es wichtig, diese gut zu verwalten, damit er nicht aus Versehen einzelne Artikel zu viel vorrätig hat oder eben gar nicht mehr auf Lager. Sein Sortiment umfasst gängige Haushaltsgeräte, Küchenhelfer, Kochgeschirr, Backzubehör sowie Glas und Porzellan. „Wir stellen fest, dass Glas und Porzellan weniger gefragt werden. Daher haben wir beispielsweise Leonardo reduziert und bieten bei Porzellan hauptsächlich Villeroy & Boch an“, erklärt der sympathische Chef von zehn Mitarbeitern. Insgesamt versucht er Produkte anzubieten, die etwas abseits des Mainstreams liegen und bei denen vor allem die Qualität stimmt. Preiskampf sei für ihn kein Thema, er wolle weder billig, billig anbieten, noch an Rabattschlachten teilnehmen. Vielmehr habe er auch festgestellt, dass die Kunden bereit sind, einen gerechtfertigten Preis zu bezahlen, wenn Qualität und Service stimmen. „Für gute Artikel brauche ich keinen Preiskampf“, sagt Oster überzeugt.

Seit drei Generationen verkauft „Oster“ Haushaltswaren in Karlsruhe

Der Veggie Sheet Slicer von Betty Bossi verwandelt rohe Zucchini, Kartoffeln, Rote Beete & Co. in hauchdünne Scheiben

Töpfe und Messer

Was die Grundsortierung betrifft, so sind die Kontakte über die Jahre gewachsen. So hat die Familie Oster beispielsweise schon lange sehr gute Verbindungen mit dem Kochgeschirrhersteller Schulte-Ufer aus Sundern. „Da stimmt die Qualität, sie sind noch nicht überall zu finden, wir bekommen als kleinere Händler gute Konditionen und wenn ich Reklamationen oder Nachbestellungen habe, werden wir umgehend versorgt“, begründet Oster die Wahl.
Auch von Gefu und der Küchenprofi-Gruppe finden sich viele Produkte im Laden. „Das hängt auch mit deren tollen Vertretern zusammen. Da genügt ein Anruf und ich bekomme was nachgeliefert, wir werden hier optimal betreut, so wie wir auch unsere Kundschaft betreuen möchten“, erläutert der Chef.
Als Besonderheit hat sich das Geschäft auf japanische Messer spezialisiert. Hier ist Beratung und Fachwissen gefragt, das Oster kompetent vermittelt und erfolgreich auf einen Trend aufgesprungen ist. „Ein wirklich teures, gutes Messer bestellt man nicht so schnell im Internet, da möchte man eine fachliche Beratung vor Ort und das Messer in die Hand nehmen“, weiß Oster. Daher bietet er eine große Auswahl an unterschiedlichen Messertypen von den Firmen Global und Chroma, aber auch von Wüsthof und Victorinox.
Neuerdings hat er auch Küchenhelfer von Betty Bossi im Regal, eine Marke, die in der Schweiz beinahe schon Kult-Status genießt und dafür bekannt ist, dass damit alles einfach und leicht von der Hand geht und tatsächlich funktioniert. Allerdings sind diese kleinen Helfer, wie der Apfelschneider oder die verschiedenen Teigrollen erklärungsbedürftig.
Zwar hängt ein kleiner Bildschirm am Regal, auf dem in Videos die Anwendung visualisiert wird, dennoch möchte Oster gerne künftig etwa einmal im Monat, samstags ein Event veranstalten, bei dem solche neuen Geräte oder andere Highlights präsentiert und vorgeführt werden, natürlich mit einer anschließenden Verköstigung.

Dominik Oster führt den Familienbetrieb

Die neue Kollektion Fjord von Zak!designs / Schicker, farbenfroher, stabiler und hitzebeständiger Schaber von Gefu

Neben Küchenprodukten gibts bei Oster auch Deko-Artikel

Kunden wollen Nachhaltigkeit

Einmachgläser, Trinkflaschen, Aufbewahrungsgefäße seien derzeit ein großes Thema, denn die Kunden denken immer stärker an Nachhaltigkeit. Sie wollen die Produkte mehrfach verwenden, kaufen bewusster ein, verzichten zunehmend auf Plastiktaschen und holen sich Wassersprudler, um keine Plastikflaschen zu verbrauchen. „Die CO2 Zylinder gehen sehr gut bei uns“, berichtet Oster. Manche Kunden würden sogar einen Goldfilter zum Kaffee kochen verwenden, nur damit sie kein Papier mehr verbrauchen und weil dieser geschmacksneutral sowie lange haltbar ist. Nachhaltige Produkte seien auf jeden Fall ein wachsender Markt.
Inspiration für neue Artikel und Trends in der Küche holt sich der Ladenbesitzer auch auf den Messen, allen voran auf der Ambiente in Frankfurt und auf den hauseigenen Messen der EK-servicegroup. Allerdings, so Oster, seien es letztlich doch die Vertreter und die persönliche Beziehungen, die darüber entscheiden, welches Produkt am Ende im Regal steht. App-Zahlung ist ebenso wie Kreditkartenzahlung bereits möglich und nimmt, so seine Beobachtung, stetig zu. Auch eine Präsenz auf Online-Marktplätze wird wichtig, man muss gefunden werden, doch da setzt er eher auf die kleinen oder die Verbandsmarktplätze als auf Giganten wie Amazon. „Die Leute kaufen zwar online, weil sie eben einfach rund um die Uhr einkaufen wollen, aber sie wählen den regionalen Anbieter, damit sie notfalls um die Ecke ins Geschäft gehen können, falls etwas mit der Bestellung nicht stimmen sollte“, beobachtet der Fachmann. Generell hat er keine Angst, dass ihm mittelfristig die Kunden wegbleiben, denn auch junge Menschen besuchen den Laden regelmäßig. Allerdings erschweren zunehmend komplizierte Vorschriften wie die Belegausgabepflicht ab 2020 sowie Verpackungsabgaben und vieles mehr das Geschäft. Dennoch glaubt Domink Oster an eine Renaissance des stationären Handels. Und wer sich eine Weile in seinem Laden aufhält, hat daran kein Zweifel, denn bei so einem persönlichen, herzlichen Umgang steht die Tür selten still.
www.oster-ka.de

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