Smart Kitchen

!ntelligent vernetzt

Wie smart sind die neuen Bosch Geräte und wie kann der Handel das vermitteln? Ein Gespräch mit Harald Friedrich, CEO Bosch Hausgeräte.

Per App steuerbar

Welches smarte Bosch Gerät ist Ihr Favorit?

Für mich ist der Backofen das absolute Highlight: Er eröffnet mir eine Welt voller
Rezepte, die mich inspirieren, wenn ich auf möglichst einfache Weise zum perfekten Ergebnis kommen will. Alles läuft unkompliziert und eben smart ab: von der Einkaufsliste, die mir die App auf das Smartphone schickt, über die Zubereitungsschritte bis hin zu den optimalen Geräteeinstellungen, die ich aus der App direkt an das Gerät sende.

 

Wie intelligent sind denn die neuen Bosch Geräte?

Viele Modelle können über die Home Connect App gesteuert werden. Der Gerätestatus kann jederzeit via Smartphone oder Tablet überprüft werden. Gerade unterwegs liefern die vernetzten Hausgeräte ein deutliches Plus an Komfort: Beim vernetzten Kühlschrank beispielsweise erlaubt die Ausstattung mit Innenraumkameras jederzeit und überall einen gezielten Blick in den Kühlschrank. So lässt sich aus der Ferne überprüfen, was man zu Hause hat, und was man einkaufen muss. Und die Möglichkeit, dank Home Connect jederzeit zu merken, ob ein Gerät auch wirklich ausgeschaltet wurde, entlastet und beruhigt. Auf Wunsch sendet die App Push-Nachrichten ans Handy, etwa zum Programmstatus. Aber auch zu Hause bietet Home Connect klare Mehrwerte: Die EasyStart-Funktion zum Beispiel erleichtert eine optimale Geschirr- und Wäschepflege. Der Nutzer erhält dabei auf Basis einiger weniger Informationen passende Programmvorschläge. Noch einen Schritt weiter geht FlexStart: Wer ein EEBUS-gestütztes Energiemanagement für seine Netzanbindung oder Photovoltaikanlage verwendet, kann in der App ein Zeitfenster festlegen, in dem die Haushaltsgeräte ihre Arbeit erledigt haben sollen. Das intelligente Energiemanagementsystem wählt dann die günstigste Energiequelle aus. – Beim vernetzten Geschirrspülen kommt ein anderer Vorteil dazu: So weiß der integrierte Tab-Counter in der Home Connect App jederzeit, wie viele Tabs noch vorhanden sind. Per Push-Nachricht erinnert er daran, Tabs oder Pulver, Klarspüler und Salz beim nächsten Einkauf mitzubringen. Die neuen smarten Hausgeräte können jetzt schon viel – und es wird immer mehr. Für mehr Komfort und Zeitersparnis sorgt zudem die schrittweise Integration von Hausgeräten in das Bosch Smart Home System, welche Lösungen aus den Bereichen Sicherheit, Raumklima und Licht umfasst.

Eine vernetz­te Küche bietet viele Vorteile: automatisiert, effizient, energiesparend und individuell programmierbar sowie jederzeit überprüfbar. Bosch und Home Connect bietet innovative Lösungen.

Gibt es eine einheitliche Sprache zwischen den smarten Geräten unterschiedlicher Hersteller ?

Home Connect wurde von Anfang an als offene Plattform konzipiert, welche laufend um nutzbringende Partnerschaften erweitert wird. Eine digitale Schnittstelle verbindet die Bosch Kunden zum Beispiel mit Partner IFTTT (If this then that). Durch die Kooperation erhalten sie die Möglichkeit, Regeln, also sogenannte „Applets“ zu definieren, mit denen bestimme Aktionen von Geräten miteinander verknüpft werden. Beispiel: Wenn die Waschmaschine fertig ist, dann soll sich meine Philips Hue-Leuchte einschalten. Es geht aber noch mehr: Kooperationen mit sogenannten Systemintegratoren ermöglichen es, Bosch Hausgeräte und andere Bestandteile des Smart Home herstellerneutral auf einer gemeinsamen Plattform zu verknüpfen und von dort aus zu bedienen. Diese Option bieten unter anderem die Systemanbieter Bosch Smart Home, Busch- Jaeger und der digitale Knotenpunkt iHaus. Weitere Kooperationen von Home Connect bestehen zum Beispiel mit digitalen Rezeptwelten: Zum Beispiel liefert der innovative Dienstleister HelloFresh seinen Kunden Kochboxen mit Rezepten für leckere, frische Mahlzeiten. Konsumenten können über Smartphone und Tablet die benötigten Geräteeinstellungen direkt an ihren Bosch Backofen übertragen. Dasselbe gilt für die süße Rezeptwelt von Simply Yummy. Auch hier liegt zwischen dem Verarbeiten der Zutaten und dem fertigen Backwerk nur ein Fingerdruck.

Harald Friedrich, Geschäftsführer Robert Bosch Hausgeräte GmbH (Foto: www.jacklionfotos.com)

Ofen aus? Kaffee fertig? Mit dem Tablett alles im Blick

Ein Blick in den Kühlschrank ist dank Kamera auch vom Auto aus möglich

Wie verhindert Bosch Datenmissbrauch?

Die Datensicherheit hat für uns höchste Priorität. Jedes Update der Home Connect App wird intensiv durch externe, unabhängige Institute geprüft und freigegeben. Das TÜV Trust IT Siegel belegt unsere hohen Standards. Wir ruhen uns darauf allerdings nicht aus, sondern tun weiterhin alles, damit die hohe Datensicherheit dauerhaft erhalten bleibt. Nutzer von Home Connect haben jederzeit die Hoheit über ihre Daten und entscheiden selbst, welche Nutzungsdaten sie weitergeben möchten und welche nicht. Dabei können selbstverständlich auch einmal getroffene Entscheidungen widerrufen werden. Home Connect verwendet die Nutzungsdaten der Kunden ausschließlich, um die eigenen Services und Angebote zu optimieren und die Mehrwerte für die Haushalte weiter zu verbessern.

 

Wie können die Händler dem Kunden die neuen smarten Geräte erlebnisstark vermitteln?

Den Nutzen smarter Geräte transportiert man am besten im Rahmen einer Produktdemonstration. Inzwischen umfasst Home Connect die gesamte Küche, quer durch alle Produktkategorien. Damit eignet sich die vernetzte Küche ideal für eine Präsentation live mit verschiedenen Geräten wie Backofen, Geschirrspüler, Kühlschrank oder Kaffeevollautomat. So werden die Vorteile unmittelbar erlebbar – zum Beispiel die recht spektakuläre Steuerung der Geräte über die eigene Stimme. Wichtig ist uns, den Konsumenten zu erklären, dass ihre neue Küche ja eine langfristige Investition darstellt. Und dass die Entscheidung für oder gegen ein smartes Zuhause ihre nächsten 15 bis 20 Haushaltsjahre maßgeblich beeinflussen wird. Home Connect wird nicht ohne Grund unter dem Motto „Smart today – smart tomorrow“ vermarktet: Wer sich jetzt dafür entscheidet, kann darauf zählen, dass er sich alle Möglichkeiten, auch in Kombination mit anderen Dienstleistern und Services wie zum Beispiel der Sprachsteuerung, offenhält. Das gibt Sicherheit.


Wie unterstützt Bosch den Fachhandel gerade beim Thema smart?

Wir bieten im Hinblick auf unsere smarten Geräte eine Fülle von POS-Material an: So haben wir im Küchen-/Möbelhandel seit 2015 mit TopDisplays und Stelen mehr als 550 Präsentationsmittel in den POS gegeben. Dazu wurde auch immer jeweils ein iPad mit platziert. Hinzu kommen diverse weitere Materialien wie Geräteeinleger oder Aufkleber. Nicht zu vergessen unsere aktuelle Home Connect Broschüre für Händler: Sie klärt nicht nur über alle Funktionen umfassend auf, sondern gibt dem Verkauf auch unschlagbare Argumente an die Hand, die den Nutzen der vernetzten Hausgeräte in den Fokus rücken. Damit bildet sie die optimale Ergänzung zu einer entsprechenden Produktpräsentation.
www.bosch-home.de

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