Verrückt nach Textilien

Noch mehr Stoff

Gardinen, Teppiche, Bettwäsche oder Decken: alles wieder total hipp und die neuesten Trends werden in Frankfurt auf der Internationalen Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien Heimtextil präsentiert. Im Trendarreal „Theme Park“ geht es um Urbanisierung sowie flexible Räume, in denen wir relaxen und wieder aufladen. Ein Sonderbereich widmet sich Tier-Textilien.

Auf der Heimtextil stehen vom 9. bis 12. Januar die Zeichen auf noch mehr Stoff

The Future is Urban „Die Zu-kunft liegt in der Stadt“ lautet die Prognose, 41 Megacitys ziehen schon heute die Massen an. Flexible, kleine Flächen so zu gestalten, dass sie geräumig und gemütlich wirken, darin besteht die große Herausforderug für Innenarchitekten und Designer. Die Heimtextil in Frankfurt, größte internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien, widmet sich vom 9. bis 12. Januar dem Schwerpunktthema Urbanisierung. Der „Theme Park“ bietet die perfekte Inspirationsquelle für die kommenden Kollektionen.
In einer 13 Quadratmeter Mikrowohnung wird ein Möbelstück künftig mehrere Funktionen übernehmen. Die Airbnb-Generation zieht häufig um, daher müssen Möbel leicht zu transportieren sein, auch textile Stücke wie Sofas werden modular gestaltet. Von faltbaren Möbeln bis Co-Living reicht das Angebot.
Farbe und Licht sollen für gesunde Innenräume sorgen, das Naturdefizit wird mit kleinen Gewächshäusern oder vielen Pflanzen ausgeglichen, da Grün das Wohlbefinden nachweislich steigert.

Abfall als Materialquelle

Ein weiterer Trend auch im Textilbereich geht dahin Abfallmaterialien als Ressource zu verwenden, beispielsweise für Matten oder Teppiche.
Farben werden gezielt eingesetzt, entgegen der landläufigen Meinung gibt Blau Energie und Rot hilft zu entspannen. Die Farbtöne werden in unterschiedliche Materialien und Oberfächenstrukturen gespielt, der Trend geht zu relax and recharge. Aber auch eine Melange aus perfekt und unperfekt ist angesagt, wie beim Indigo, das mit Terracotta-Tönen gemischt wird. Im soft minimalistischen Trend gehen sanfte Pastelltöne eine Liason mit Grau ein, organische Formen und weiche Farben sorgen für Harmonie. 2018 kommt also: Engernizing blue, Ton in Ton, satte Farben, Muster, das Handwerk steht ebenso im Fokus wie luxeriöse Stoffe, all das wird auf der Heimtextil zu entdecken sein. Zunehmend arbeiten auch Architekten mit Textilien, nicht nur Innenausstatter. Alle sehen darin große Chancen: Textilien sind wichtig, funktional und sorgen für Atmosphäre. Wohnungen kamen lange ohne Gardinen und Teppiche aus, erst jetzt werden die Fähigkeiten der Textilien wieder erkannt. 

 

Kuschelig: Pad setzt im Frühjahr mit dem Kissen „Lokken“ auf Flechtwerk

indigo ist in: Drawn by nature von Anna Badur

Auch der skandinavische Trend zu Hygge (gemütlich und gesellig) sei sehr textilbezogen mit Wolle oder Hanf, so Anja Bisgaard vom Trendstudio Spott Trends&Business aus dem dänischen Herning, die am Trendtable der Heimtextil teilnahm und den „Theme Park“ mitgestaltet.
Einen Sonderbereich widmet die Frankfurter Messe dieses Mal den „Tiertextilien“, denn auch für die Vierbeiner gibt es tierisch gute Stoffe!
Olaf Schmidt,Vice President Textiles & Textile Technologies Messe Frankfurt, blickt voller Zuversicht auf die Heimtextil 2018: „Wir verzeichnen eine sehr gute Annahme gerade auch international. Die Segmente, Polster und Möbel erhalten wegen großer Anfrage eine zusätzliche, neue Halle (4.2), auch qualitativ hochwertige Stoffe, Tischwäsche, Bettwäsche und Handtücher sind sehr gefragt.“
Die Zahlen sind überzeugend: Knapp 3.000 Aussteller präsentieren sich auf der Heimtextil und im vergangen Jahr kamen 69.000 Fachbesucher, um sich inspirieren zu lassen und zu ordern.
www. heimtextil.messefrankfurt.com
9. bis 12. Januar 2018

Klein und Praktisch: Modulare Sofas und faltbare Möbel für kleine Räume

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