ZWEI MAGAZINE - EINE WELT

Lifehacks

Hilfreiche Kniffe

Bei Instagram, auf YouTube und in Blogs zeigen immer mehr Menschen auf Fotos und in Filmen hilfreiche Kniffe, die den Alltag – gerade auch in der Küche – erleichtern.

Lifehack zum blitzschnellen Schälen von Äpfeln in dem Buch „Trick 17 Küche“

Früher griff man zum Buch „Was Großmutter noch wusste“ oder dem Schulkochbuch von Dr. Oetker und erfuhr in diesen Standardwerken allerlei Wissenwertes über das Kochen, Backen, Aufbewahren und was man sonst noch so in der Küche wissen musste. Heute schaut man im Internet nach Lifehacks, wenn man nach einer schnellen Methode sucht zum Orangen schälen oder wie man ein Ei flugs und fein säuberlich von der Schale befreit. Lifehacks sind Ideen, um sich das Leben leichter zu machen, indem Alltagsdinge zweckentfremdet werden. Es geht also nicht darum, sich noch ein zusätzliches Spezialgerät zu kaufen, um eine Aufgabe bewältigen zu können, sondern Lösungen zu finden, wie man mit vorhandenem Equipment das gleiche Resultat erzielt.
Lifehacker sind nun die Menschen, die nach diesen kreativen, teils unkonventionellen Lösungen für verschiedenste Alltagsprobleme suchen und witziger Weise sind das recht oft junge Männer. So sind Kai Daniel Du und Benjamin Behnke begeisterte Alltagsoptimierer. Nach ihrem Standardwerk „Trick 17 – 365 geniale Alltagstipps“ haben sie sich auch in der Küche umgesehen und die besten Tipps und Tricks rund ums Kochen, Backen, Grillen, Servieren, Aufbewahren und Aufräumen zusammen getragen in ihrem Buch „Trick 17 Küche“, das bei Topp kreativ erschienen ist.

Schälmethoden

Die Autoren zeigen in ihrem Buch teils Kniffe mit Augenzwinkern, denn das Schälen eines Apfels mit Akkuschrauber und Sparschäler ist vielleicht nicht perfekt alltagstauglich, aber es ist allemal ein Spaß für Macher und Zuschauer. Aber natürlich geht es auch um viele wirklich gut umsetzbare Ideen, denn ein Sparschäler wird auch zu Rate gezogen, um ganz einfach dekorative Schokoladenspäne für Kuchen, Desserts und das morgentliche Müsli herzustellen. Dabei darf auch gerne ein elegant gestalteter Kartoffelschäler zum Einsatz kommen, wie Sfrido von Alessi, der zur Kollektion der Objets-Bijoux gehört. Der Name selbst – italienisch für Abfall – verweist auf den funktionalen Aspekt, nämlich das, was beim Kartoffelschälen übrig bleibt. Die Form von Sfrido erinnert an ein stilisiertes Band, das sich sanft in sich windet und dreht, bis es die Klinge umschließt. Dank der Rundungen kann dieser Schäler auf natürliche, ergonomische Weise umfasst werden. Obwohl Sfrido als Kartoffelschäler verkauft wird, kann man damit natürlich, ganz in Lifehack-Manier, nicht nur Kartoffeln schälen.

Clevere Schneidewerkzeuge

Mit einem simplen guten Messer kann man natürlich sehr viele Arbeiten in der Küche erledigen und die unterschiedlichsten Dinge schneiden. So braucht man eigentlich nicht wirklich einen Pizza-Schneider, wobei die rollende Schneidebewegung schon sehr praktisch und einfach ist. Beim „Cut’N Slice“ Schneiderad von Eva Solo wird das scharfe, rotierende Messer von einem Kunststoffring per Magnet gehalten und lässt es so beim Schneiden rotieren. Das clevere Küchenmesser in skandinavisch-reduziertem Design sieht nicht nur super aus, sondern ist zudem auch noch überaus praktisch für mehrere Küchenarbeiten nutzbar. So wird nicht nur die Pizza mit wenig Kraftaufwand in gleichmäßige Stücke geteilt, auch Kräuter lassen sich besonders schnell damit hacken. Lifehacker empfehlen im Übrigen auch Salat mit einem Pizzaroller in kleinere Stücke zu schneiden.

Klein teilen

Mit einem Eierschneider lassen sich nicht nur Eier, sondern auch Bananen und Erdbeeren in Scheiben schneiden. Die Firma Gefu hat das erkannt und verkauft deshalb  einen Scheibenschneider. Mit zehn scharfen Messern erleichtert der Scheibenschneider „Tari“ das Zubereiten von Obstsalaten, Tomate-Mozzarella, einer leckeren Pilzpfanne und anderen Köstlichkeiten. Die Messer sind in zwei unterschiedlichen Höhen angeordnet und zusätzlich in das Gehäuse eingegossen für höchste Stabilität und beste Schneidergebnisse. Durch die gezahnten japanischen Spezialmesser ist es eine Leichtigkeit, die Zutaten in maßgenaue Scheiben von fünf Millimetern zu schneiden. Mit dem Scheibenschneider schneidet man eben neben Eiern auch Erdbeeren, Kiwis, Weintrauben, Tomaten, Radischen, Champions, Fleischwurst, Käse. Der klassische Apfelteiler, der den Apfel in Spalten teilt und das Kerngehäuse in der Mitte dabei heraus schneidet, heißt hier Tomaten-/Apfelteiler Pomo, denn bei Tomaten funktioniert das Prinzip genauso gut. Gefu hat also weiter gedacht und bietet seine Küchenhilfsmittel direkt für mehrere Aufgaben an, was Lifehacker freut.

Raffinierte Tipps für die Küche findet man in dem Buch „Trick 17 Küche“ im Frechverlag

Multifunktional - Der SmartMart von Eva Solo kann als Topfuntersetzer oder Tablet-Halter fungieren

Innovative Küchen-Gadgets

Auch in der Küche wollen immer mehr Menschen online gehen, um ein Rezept aufzurufen, sich die Lieblingsmusik vom Streaming-Dienst anzuhören oder mal kurz die E-Mails zu checken. Dafür gibt es schon einige Halterungen, die konzipiert wurden, um auch in der Küche sicher Tablet oder Smartphone aufzustellen. Eva Solo hat mit der „SmartMat“ ein innovatives Küchen-Gadget entwickelt, dass noch einen Schritt weiter geht, damit man nicht noch ein weiteres Teil in der Küche herum stehen hat. „SmartMat“ ist ein Topf-Untersetzer aus Silikon, in dem zugleich Smartphones und Tablets gestellt werden können. Während des Kochens steht das elektronische Equipment sicher in den Rillen der „SmartMat“ und die Inhalte auf dem Bildschirm sind gut einzusehen.
Ganz clever wird dann nach dem Kochen die „SmartMat“ zum praktischen Untersetzer für den Topf oder die Pfanne und auch auf dem Tisch macht sich der stylische Untersetzer gut. Einen Topfuntersetzer braucht jeder im Haushalt und mit dieser Lösung hat man zudem einen cleveren Zweitnutzen.

Back-Tricks

Auch beim Backen gibt es interessante Lifehacks. Um ein Brot zu backen, kann ich eine Backform nehmen, eine leere Konservenbüchse, aber auch ein wassergetränkter Blumentopf eignet sich sehr gut. Immer mehr Menschen schwören auch auf das Backen in einem Kochtopf. Der dänische Hersteller Scanpan wirbt mit Töpfen, die für das Backen von Brot optimal sind, da der komplette Topf Backofen-geeignet ist und man von daher die Griffe nicht dafür abnehmen muss. Die Topf-Brote sollen eine delikate Kruste beim Backen bekommen und der Hersteller liefert direkt mehrere Rezepte in einem wunderbar gestalteten Prospekt mit. Aber auch in einer Pfanne backen Lifehacker nun ihr Brot. 

Hierbei handelt es sich dann meist um ein flaches Fladenbrot, das auf dem Herd wie ein Pfannenkuchen gebacken wird. Und auch in Waffeleisen backen Lifehacker nicht nur Waffeln, sondern geben auch den Tipp heraus, es doch mal zum Backen von Kartoffel-Reibeplätzchen zu verwenden. Das spart Fett und das Ergebnis sieht zudem toll aus.

Mal anders Servieren

Zwei junge Schweizer Frauen wollen mit ihren Lifehacks unser Leben vereinfachen. Unter www.lifehackerin.com kommt man auf deren Youtube-Kanal mit vielen Ideen, wie zum Beispiel dem Selberbasteln einer Porzellan-Etagere, wie man Knoblauch einfach schält oder einen Teig auch ohne Nudelholz ausrollen kann. Der Trend zum Servieren von leckeren kleinen Köstlichkeiten in vielen kleinen Schälchen hält an und so gibt es auch hier den passenden Lifehack. Ein Muffinblech ist dank seiner vielen kleinen Öffnungen geradezu prädestiniert, Gemüsesticks, Oliven, Dipsaucen und andere kleine Häppchen schön getrennt zu präsentieren und auch viel einfacher zu transportieren als viele kleine Einzelschälchen. Hierbei ist ein hübsches Muffinblech von Vorteil wie das von Le Creuset, das fast wie ein Tablett mit vielen kleinen Einbuchtungen anmutet. Die orangen Silikoneinsätze am breiten Rand sehen nicht nur witzig aus, sondern sind auch praktisch, wenn man das Muffinblech dann auch zum Muffinbacken nutzt, denn sie sorgen für einen sicheren Halt beim Tragen.

In den Großstädten wird der Wohnraum und damit auch die Küchen immer kleiner. Clevere Produkte sind gefragt, die multifunktional einsetzbar sind. Schauen Sie dabei doch einmal bei den Lifehackern vorbei, welche interessanten Tricks und Lösungen diese bereit halten. Probieren Sie selber einige Tipps mit den Produkten aus Ihrem Geschäft aus. Laden Sie dann Ihre Kunden zu einem Lifehack-Workshop bei Ihnen im Haus ein. Das ist auf jeden Fall im Moment noch ein innovatives und ungewöhnliches Event. Seien Sie Küchenprofi 3.0 und werden Sie zum Lifehacker.
Gabriela Kaiser, www.TRENDagentur.de

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