Cristel

Design trifft auf Genuss

Die französische Premiummarke Cristel mit Sitz in der Region Franche-Comté bietet edles und platzsparendes Kochgeschirr, jetzt auch im deutschen Handel.

Praktisch und chic: Edelstahlkochgeschirr made in Frankreich mit festen oder abnehmbaren Griffen

Das französische Unternehmen Cristel hat sich im eigenen Land einen guten Ruf erarbeitet und ist für sein hochwertiges Kochgeschirr bekannt. In Japan konnte Cristel bereits mit den stapelbaren, multifunktionalen Edelstahlprodukten punkten. Nun will die traditionsreiche Firma auch in Deutschland den Markt erobern und überzeugen. „Unser vielschichtiges Produkt muss erklärt werden, daher brauchen wir den Fachhandel. Zwar kann man bei uns auch online bestellen, aber ausgeliefert wird in Frankreich hauptsächlich über Fachhändler, die unsere Marke führen. Diese Kooperation ist sehr erfolgreich“, berichtet Damien Dodane, Sohn der Geschäftsführer und seit zehn Jahren Marketingchef bei Cristel. 1987 haben seine Eltern Bernadette und Paul Dodane das Konkurs gegangene Unternehmen Japy in Fesches-le-Châtel, nahe bei Belfort, übernommen und umgetauft in Cristel, eine Kombination aus dem Wort „Kristall“ und der Endung des Firmensitzes Châtel. Noch heute steht der alte Backsteinschornstein vor dem renovierten Gebäude und erinnert an den ehemaligen Großkonzern Japy, damals Europas drittgrößte Firma für Uhren, Schreibmaschinen, Haushaltswaren und Küchen­utensilien. Paul Dodane arbeitete zu der Zeit von Japys Konkurs als Techniker bei Peugeot, quasi um die Ecke, und seine Frau erhielt als Wirtschaftsprüferin den Auftrag, einen Plan zum Wiederaufbau des Unternehemens zu erstellen.

ABNEHMBARE GRIFFE

Das Ehepaar stellte sich der Herausforderung, übernahm fast alle Arbeitskräfte und baute das Unternehmen sukkzessive mit hochwertigem Kochgeschirr wieder auf. Paul Dodane hatte die Idee, Pfannen und Töpfe mit abnhembaren Griffen herzustellen. „Beim neuesten Griffmodell dachte ich an die Tür eines Mercedes, wie schön leise die schließt, ohne zu klappern“, sagt der Firmenchef schmunzelnd. Während der Konkurrent 13 Teile verbaut, besteht ein Griff von Cristel nur aus drei Teilen. Je einfacher, desto innovativer! Durch die abnehmbaren Griffe können Pfannen oder Töpfe problemlos vom Herd in den Backofen wandern, passen in den Kühlschrank und machen – nach dem Motto „Cook and serve!“ – selbst auf der gedeckten Tafel eine gute Figur. Der zweite große Fortschritt war die frühe Kompabilität mit Induktionsherden. Bereits 1991 waren alle Cristel Produkte ebenfalls für Induktion geeignet.

Bei Multiply wird die Wärme über Körper und Boden gleichmäßig verteilt

Bernadette und Paul Dodanne mit Sohn Damien Dodanne und Schwiegersohn Emmanuel Brugger (rechts hinten)

Firmensitz von Cristel in Fesches-le-Châtel nahe der Stadt Belfort

Cristel bietet drei Kollektionen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen. Alle sind mit abnehmbaren oder festen Griffen erhältlich und haben Thermodiffusionsböden zur gleichmäßigen Wärmeverteilung. Bei der Kollektion „Casteline“ Multiply wird die Wärme sogar über den gesamten Korpus geleitet, sodass unterschiedliche Gemüse ohne Wasser schonend und schnell gegart werden können.
Pfannen gibt es auch mit dreifacher Beschichtung, die bei 400 Grad für 18 Minuten eingebrannt wird und das schon seit Jahren ohne die in Verruf geratene, haftabweisende Chemikalie PFOA, die inzwischen bei der Neuproduktion verboten ist. „Geschirr fürs Leben“, damit wirbt die Firma und bietet an, die Beschichtungen wieder zu erneuern. In Frankreich ist die Hochglanz-Serie „Mutine“ sehr populär. Beliebt ist generell die praktische Stapelbarkeit, bis zu 26 Artikel, ob Töpfe, Wok oder Pfannen, passen in eine Schublade. Die Kollektion „Strate“ aus gebürstetem Edelstahl wurde soeben mit dem Deutschen Design Award ausgezeichnet.
90 Prozent des Geschirrs wird vor Ort in Frankreich hergestellt, Cristel ist zertifiziert „Origine France Garantie“, was alle zehn Monate geprüft wird. „Selbst der Edelstahl, den wir verwenden, kommt aus Frankreich und hat 18 Prozent Chrom-Anteil und zehn Prozent Nickel, um die Lebensmittelneutralität zu erhalten“, erläutert Schwiegersohn Emmanuel Brugger, Direktor bei Cristel.
Beim Firmenrundgang begrüßen die Geschäftsführer alle Mitarbeiter mit Namen: „Das ist Gilles, er arbeitet schon in der vierten Generation bei uns“, erzählt Bernadette Dodane stolz. Am Stammsitz sind etwa 65 Menschen tätig und insgesamt arbeiten rund 90 Leute für Cristel. Seit über 20 Jahren engagiert sich das Familienunternhemen aktiv für die Umwelt: 78 Prozent der Abfälle werden recycelt und der vor Ort benötigte Strom kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Zum Preis meinen die Macher diplomatisch: Cristel-Geschirr kostet nicht viel, es ist viel Wert.
Man werfe ja auch keine Hermes Tasche weg, so sei es eben mit einer Cristel-Pfanne, lacht Bernadette Dodanne, die 2003 von Veuve-Clicquot zur Geschäftsfrau des Jahres gewählt wurde.

Bis zu 18 Monate tüftelt ein Team an den Neuerungen, so lange wird geforscht, getestet und recherchiert. Der Jahresumsatz liegt bei etwa zwölf Millionen, fünf Prozent davon werden in Forschung investiert. Und: Cristel investiert in die Zukunft. Rund vier Millionen hat das Unternehmen soeben für moderne, innovative Hochleistungsmaschinen ausgegeben, darunter den neuen Ofen. „Wir können sehr schnell liefern und haben hier etwa sechs Millionen Euro Erzeugungspreis Ware eingelagert“, erläutert Brugger.
Die Marke ist bereits bei Lafayette in Paris, Bloomingdale‘s in New York und Takashimaya in Tokyo erhältlich und wird jetzt im deutschen Handel eingeführt. Cristel organisiert zur Unterstützung der Handelspartner exklusive Kochevents. „Wir brauchen die richtigen Händler, deren qualifizierte Verkäufer unsere Produkte verstehen und erklären können“, sagt Brugger mit Blick auf den deutschen Fachhandel.
www.cristel.fr

Alle drei Kollektionen sind kombinierbar, auch die Griffe und Deckel

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