ZWEI MAGAZINE - EINE WELT

Mann oh Mann!

It’s a Gents world

Was genau einen Gentleman ausmacht, ist nicht präzise zu definieren. Im Allgemeinen stellt man sich darunter einen gebildeten, gut gekleideten Herren mit Manieren vor. Natürlich ist nicht jedes Exemplar perfekt – nichtsdestotrotz lieben wir sie und möchten das auch zeigen. Hin und wieder mit ausgesuchten Geschenken.

Pünktlich: Ein Blickfang ist die Wanduhr von Casablanca mit sich bewegenden Zahnrädern / Melone oder Tasse: Die Kollektion Cappello von Rosenthal ist beides / Männlich: Schlüsselbund im Industrial Style von Schlüsselwerk

Für Ordnung auf dem Schreibtisch sorgt der Organizer „Schreibtischtäter“ von picum.eu

Vivien Leigh sagte es einmal so: „Ein Gentleman ist ein Mann, der wenigstens von Zeit zu Zeit so ist, wie er immer sein sollte.“ Folgt man dem Soziologen und Ethnologen Marcel Mauss, der 1923 das Schenken in archaischen Gesellschaften in seinem Essay „Die Gabe“ beschrieben hat, ist Schenken keine abgeschlossene Handlung, weil auf das Schenken immer eine Reaktion folgt. Können wir also mit Geschenken erreichen, dass Männer häufiger so sind, wie „sie immer sein sollten“, also öfter als Gentleman auftreten? Vermutlich nicht. Berechnendes Schenken, an das Erwartungen geknüpft sind, verfehlt meistens seinen Zweck, vom Trojanischen Pferd einmal abgesehen...
Vielmehr gelingt richtiges Schenken dann am besten, wenn das oberste Ziel ist, dem Beschenkten eine Freude zu bereiten oder seine Wertschätzung zu zeigen. Dafür müssen wir uns in unseren Gegenüber hineinversetzen. Das ist wahrlich keine leichte Übung. Mit Fragen was den zu Beschenkenden begeistert, welche Hobbies oder Bedürfnisse er hat, kommen wir dem perfekten Geschenk näher. Hin und wieder gibt es sogar konkrete Wünsche.

Wer sich diese kurz notiert, um den Wunsch dann ein paar Wochen oder Monate später zu erfüllen, signalisiert „Du bist mir wichtig!“ und hinterlässt garantiert einen bleibenden Eindruck. Doch muss nicht nur an Geburtstagen oder zu Weihnachten geschenkt werden.
Moritz Freiherr von Knigge - Nachfahre des berühmten Adolph Freiherr von Knigge – findet sogar, dass es kein kontkretes Ereignis braucht. „Der schönste Anlass für ein Geschenk ist keinen Anlass zu haben“, schreibt er auf seiner Internetseite www.freiherr-knigge.de Wer keine Erwartungen hat, kann schließlich nicht enttäuscht werden und freut sich schon allein über die Geste, die zeigt, dass an ihn gedacht wurde.

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Gut aussehend: Die neuen Gesichtsvasen und Pflanztöpfe der Serie Faccia von Gilde sind Charakterköpfe

Gut verpackt!

Nicht nur das Präsent selbst kann Eindruck hinterlassen, manchmal kommt es eben doch auch auf die Verpackung an. Damit kann ein kleines Mitbringsel viel Aufmerksamkeit erzeugen. Und wer nachhaltig verpackt, zeigt, dass er verantwortungsvoll handelt. Back­utensilien machen sich gut in Backpapier mit einer Zimtstange dekoriert, Bücher werden in Zeitungsseiten eingeschlagen und Kartons, beklebt mit alten Fotokalenderseiten, werden zu attraktiven Geschenkkartons. Hier ist Kreativität gefragt. Ein Aufwand der sich lohnt, wenn man das Herz eines Gentlemans und folgerichtig auch einer Gentle­woman gewinnen will!

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