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Villeroy & Boch: Jahresprognose  bestätigt

27. Oktober 2026, 18:00

Nach der angepassten Jahresprognose sieht der Vorstand der Villeroy & Boch AG den Konzern trotz des weiterhin von geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfelds im definierten Zielkorridor. Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten bei 956,2 Millionen Euro und damit 11,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte und den Verkauf der nordeuropäischen Marken Gustavsberg und Vatette liegt der Rückgang bei 5,2 Prozent. Der Auftragsbestand stieg zum 30. September 2026 auf 167,4 Millionen Euro (31. Dezember 2025: 150,4 Millionen Euro).

Das operative EBIT belief sich angesichts der anhaltenden geopolitischen Konflikte und Desinvestitionen auf 40,9 Millionen Euro nach 65,1 Millionen Euro (bereinigt um Desinvestitionen 55,5 Millionen Euro) im Vorjahr. Das nicht operative Ergebnis verbesserte sich deutlich auf -3,4 Millionen Euro (Vorjahr: -24,5 Millionen Euro). Das Konzernergebnis lag beeinflusst von steuerlichen Sondereffekten bei -12,4 Millionen Euro (Vorjahr: +8,4 Millionen Euro).

Bad & Wellness: Wachsender Auftragsbestand

Der Unternehmensbereich Bad & Wellness bleibt weiterhin stark beeinflusst von einem herausfordernden Marktumfeld und erzielte einen Umsatz von 742,4 Millionen Euro (Vorjahr: 865,6 Millionen Euro, -14,2 Prozent), was bereinigt um Währungseffekte und Desinvestitionen einem Rückgang von 7,2 Prozent entspricht. Der Einfluss der geopolitischen Spannungen und der schwachen Baukonjunktur zeigt sich dabei vor allem in den Regionen EMEA (-13,5 Prozent) sowie APAC und Americas (-22,0 Prozent). Das operative EBIT lag bei 28,2 Millionen Euro (Vorjahr: 52,5 Millionen Euro). Erfreulich ist der Auftragsbestand des Bereichs, der auf 136,9 Millionen Euro (31. Dezember 2025: 131,9 Millionen Euro) stieg.

„Die Marktlage im Bad- und Wellnessgeschäft bleibt anspruchsvoll, insbesondere in Regionen, die von geopolitischen Spannungen und einer schwachen Baukonjunktur betroffen sind. Gleichzeitig zeigt der gestiegene Auftragsbestand, dass unsere Kundinnen und Kunden weiterhin auf unser Angebot vertrauen. Mit dem gemeinsamen Sortiment von Villeroy & Boch und Ideal Standard und der fortschreitenden Integration schaffen wir die Basis, um von einer Markterholung zu profitieren“,erläutert Georg Lörz, Vorstand Bad & Wellness.

Dining & Lifestyle: Umsatzplus

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle steigerte den Umsatz in allen Regionen trotz angespannter Konsumstimmung auf 211,5 Millionen Euro (Vorjahr: 207,6 Millionen Euro, +1,9 Prozent); auf konstanter Kursbasis ergibt sich ein Plus von 2,4 Prozent. Besonders hervorzuheben sind die Kanäle E-Commerce mit einem Umsatzwachstum von 13,3 Prozent sowie der stationäre Handel, der um 4,9 Prozent zulegte. Der Auftragsbestand stieg getrieben von Bestellungen für die Neuheiten 2026 sowie für das Weihnachtsgeschäft deutlich auf 30,5 Millionen Euro (31. Dezember 2025: 18,5 Millionen Euro).

„Dining & Lifestyle wächst auch in einem Umfeld verhaltener Konsumstimmung. Unsere Neuheiten kommen bei Handel und Konsumenten gut an und im E-Commerce legen wir zweistellig zu. Der deutlich gestiegene Auftragsbestand stimmt uns mit Blick auf das für uns wichtige Weihnachtsgeschäft weiterhin zuversichtlich“, kommentiert Dr. Peter Domma, Vorstand Dining & Lifestyle und Chief Digital Officer.

Ausblick für das Gesamtjahr 2026

Das globale Marktumfeld bleibt von verhaltener wirtschaftlicher Dynamik und geopolitischer Volatilität geprägt. Insbesondere der Nahost-Konflikt sowie zoll- und handelspolitische Unsicherheiten belasten die Entwicklung. Erwartet werden entsprechend der angepassten Prognose ein Umsatzrückgang im höheren einstelligen Prozentbereich, ein operatives EBIT von 50 bis 56 Millionen Euro, eine rollierende operative Nettovermögensrendite von 5,5 Prozent bis 6,5 Prozent sowie operative Investitionen von rund 40 Millionen Euro.

„Angesichts des wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds planen wir weiterhin mit Augenmaß. Mit der zum Quartalsabschluss bestätigten Prognose, einem gestiegenen Auftragsbestand und der soliden Entwicklung in Dining & Lifestyle haben wir jedoch eine gute Grundlage für das Schlussquartal“, so Finanzvorstand Dr. Markus Warncke.

villeroy-boch.de

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