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Villeroy & Boch: Erfolg trotz Markt

19. März 2026, 18:30

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte der Villeroy & Boch Konzern seinen Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld akquisitionsbedingt um 1,8 Prozent auf 1.447 Millionen Euro und erzielte mit einem operativen EBIT von 97,8 Millionen Euro ein stabiles Ergebnis. 

Gabi Schupp, Vorstandsvorsitzende des Villeroy & Boch Konzerns: „Das Jahr 2025 stand für uns ganz im Zeichen der strategischen Neuausrichtung. Wir haben unsere Markenpositionierung konsequent geschärft und dabei unsere Profitabilität weiter gestärkt. Die Akquisition von Ideal Standard hat uns in einem weiter herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld deutlich resilienter gemacht. So konnten wir uns trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung und schwacher Baukonjunktur gut behaupten.“ 

Bad & Wellness

Akquisitionsbedingte Umsatzsteigerung und stabiler operativer Gewinn Der Unternehmensbereich Bad & Wellness steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 akquisitionsbedingt um 2,3 Prozent auf 1.124,5 Millionen Euro und übertraf damit trotz angespannter Lage im Bausektor leicht das Vorjahresniveau. Währungsbereinigt betrug der Umsatzanstieg 3,4 Prozent. Dabei entwickelte sich die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika positiv, während Asien Pazifik und Americas einen Rückgang verzeichneten. Die stärksten Umsatzzuwächse erzielten Armaturen und Duschsysteme sowie Sanitärkeramik, getragen von erfolgreichen Innovationen wie ALU+ aus recyceltem Aluminium, der neuen Vortex Spültechnologie und den Kollektionen i.life, Architectura und Antao. Der Unternehmensbereich Bad & Wellness schloss mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 65,2 Millionen Euro ab und lag damit auf Vorjahresniveau. 

Dining & Lifestyle

Stabile Geschäftsentwicklung trotz schwacher Konsumnachfrage  Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle behauptete sich im Geschäftsjahr 2025 trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung mit einem Umsatz von 319,8 Millionen Euro und verzeichnete damit einem Umsatzanstieg von 1,0 Prozent (ohne Lizenzerlöse). Besonders das starke vierte Quartal sowie erfolgreiche Neulancierungen wie die Kollektion Fleur trugen zum Ergebnis bei. Regional entwickelten sich die Regionen Asien Pazifik und Americas positiv, während die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika einen leichten Rückgang verzeichnete. Bei den Vertriebskanälen ragten die stationären Handelspartner mit einem Wachstum von 9,4 Prozent heraus. Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 32,6 Millionen Euro erfolgreich ab und lag damit trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds über dem Vorjahr. 

Investitionen 

Auch im Geschäftsjahr 2025 investierte der Villeroy & Boch Konzern mit insgesamt 45,8 Millionen Euro. weiter stark in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, dabei vor allem in die Modernisierung von Produktionsstandorten und firmeneigenen Einzelhandelsgeschäften. 

Dividende

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung am 8. Mai 2026 eine Dividende von 0,80 Euro für die Stamm-Stückaktie und 0,85 Euro für die Vorzugs-Stückaktie vor.  

Ausblick für 2026 

Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage und insbesondere unter Berücksichtigung geopolitischer Spannungen wie dem aktuellen Konflikt in der Golf-Region erwartet Villeroy & Boch im Geschäftsjahr 2026 einen Konzernumsatz im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr, sowie ein operatives EBIT von 75 bis 85 Millionen Euro. Wegen der Veräußerung des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette zum 1. Oktober 2025 wird der Nettoumsatz wie das operative EBIT in den ersten drei Quartalen 2026 im Rahmen dieser Prognose stärker unter dem Vorjahr liegen. Das Geschäftsjahr wird weiterhin von Integrationsaufwendungen und der Anpassung des Produktionsnetzwerks beeinflusst sein. Der Konzern plant, im laufenden Geschäftsjahr bis zu 50 Millionen Euro zu investieren, vor allem in den weiteren strategischen Ausbau der beiden Unternehmensbereiche sowie die Einführung der Unternehmenssoftware SAP S/4Hana. 

villeroy-boch.de

Gabi Schupp und Dr. Markus Warnkcke (v.r.)
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