Tatonka: Fair und verantwortungsbewusst
Seit dem Jahr 2011 lässt Outdoor-Hersteller Tatonka seine unternehmenseigenen Werke in Vietnam durch den Sozialstandard SA8000 zertifizieren, um sein langjähriges soziales Engagement zu dokumentieren. Die Fertigungen in Ho Chi Minh City und der Gia-Lai-Provinz (früher Binh Dinh) erfüllen erneut sämtliche SA8000-Anforderungen. Das Audit des TÜV Rheinland erfolgte im Juni 2026, das Zertifikat ist wieder für drei Jahre gültig.
Der Sozialstandard SA8000 wurde im Jahr 1997 von der gemeinnützigen Organisation SAI (Social Accountability International) mit Sitz in New York ins Leben gerufen und ermöglicht insbesondere Unternehmen mit eigener Fertigung den Nachweis sozialer Verantwortung.
Der SA8000-Standard verbietet Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung jeglicher Art und die Anwendung von Disziplinarmaßnahmen. Er verpflichtet die Firmen darüber hinaus zur Einhaltung strenger Arbeitsschutz- und Gesundheitsrichtlinien und schreibt maximale Arbeitszeiten und Mindestvergütungen vor. Auch verpflichtet er die Firmen dazu, Betriebsversammlungen und Tarifverhandlungen zu ermöglichen. Zudem verlangt er die Implementierung eines Management-Systems. Sämtliche Maßnahmen werden eigenständig durch die Mitarbeiter umgesetzt und kontrolliert.
Soziale Verantwortung als Grundprinzip – zur Geschichte von Tatonka
Als eines von ganz wenigen Unternehmen in der Outdoor-Branche entwickelt und fertigt Tatonka seine Produkte selbst. Die Entwicklungsabteilung ist in der Firmenzentrale in Dasing bei Augsburg beheimatet, Musterproduktion und Fertigung befinden sich in zwei eigenen Werken in Vietnam. Die Koordination sämtlicher Abläufe (Materialbeschaffung, Mustererstellung, Terminierungen usw.) erfolgt in enger täglicher Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in Deutschland und Vietnam.
Die bereits im Jahr 1989 gegründete Fertigung Mountech Co. Ltd. betreibt heute Werke an zwei Standorten: in Ho Chi Minh City und in der Stadt An Nhon in der Provinz Gia Lai (früher Binh Dinh), etwa 650 km nördlich von Ho Chi Minh City.
Von Beginn an etablierte Tatonka in Mountech europäische Fertigungsstandards, um qualitativ hochwertige Produkte herstellen zu können. Das bedeutete, die Mitarbeiter vor Ort entsprechend auszubilden und die Rahmenbedingungen für eine enge Zusammenarbeit zu schaffen. Soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern – in Deutschland und in Vietnam – ist deshalb zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Familienunternehmens Tatonka.
Open Factory – die transparente Fertigung
Neben der Zertifizierung durch den Sozialstandard SA8000 etablierte das Unternehmen im Jahr 2011 auch das Programm Open Factory um der interessierten Öffentlichkeit zu ermöglichen, die Herstellung von Tatonka-Produkten selbst zu erleben und sich ein eigenes Urteil über die Arbeitsbedingungen zu bilden.
Immer freitags findet eine Führung durch das Werk Mountech in Ho Chi Minh City statt. Interessenten können sich auf der Webseite https://openfactory.tatonka.com für einen Besuch anmelden. Ihre Eindrücke können sie im Anschluss auf der Internetseite veröffentlichen. Hangtags an allen Tatonka-Produkten informieren über das in der Outdoor-Branche einmalige Programm, das von Besuchern und Besuchergruppen aus aller Welt genutzt wird.
Traceability by Tatonka – die transparente Lieferkette
Seit dem Jahr 2022 können Endverbraucher auf der Webseite Traceability by Tatonka(https://traceability.tatonka.com/de) den Weg eines gekauften Tatonka-Produktes vom Einkauf der Materialien über die Fertigung bis zum Versand ins Bestimmungsland nachvollziehen. Nach Eingabe der Serien-/Chargennummer des Produktes lassen sich ausführliche Informationen zu Materialherstellern sowie die kompletten Lieferwege abrufen. Alle Tatonka-Produkte ab dem Jahr 2016 sind so einsehbar.
Investitionen für hochwertige Produktionsstandards, Effizienz und Klimaschutz
Fortlaufende Investitionen in moderne Maschinen und den Gebäudepark sichern die hochwertigen Fertigungsstandards in den Werken von Tatonka und machen die Herstellung effizienter und klimaschonender.
Seit Dezember 2024 wird der Strombedarf der Fertigung in An Nhon zu 100% mit Solarstrom der eigenen Photovoltaik-Anlage gedeckt. Aufgrund der gleichmäßigen Sonneneinstrahlung in dem äquatornahen Land kann die Anlage das ganze Jahr über mit nahezu gleichbleibender Effizienz genutzt werden.

