Stölzle Lausitz eröffnet virtuellen Showroom
Mit hohem Aufwand und noch mehr Akribie wurde der virtuelle Raum zur Sortimentspräsentation von der Marketingabteilung des sächsischen Glasspezialisten geplant und umgesetzt. Dabei kam das Potenzial aktueller digitaler Technik ebenso komplett zum Einsatz wie eine anspruchsvolle Fotografie, eine intuitive Benutzerführung sowie eine gekonnte Dekoration. Entstanden ist ein emotional ansprechendes, informatives Gesamtbild der Kompetenz von Stölzle Lausitz, die nicht bei der Entwicklung und Produktion hochqualitativer Trinkglasserien aus maschineller Produktion endet.
Das Projekt in Schloss Wackerbarth umzusetzen, war dabei aus zwei Gründen naheliegend: Das sächsische Staatsweingut hat eine lange Tradition in der Sekt- und Weinerzeugung. Zudem sind beide Unternehmen, Schloss Wackerbarth und Stölzle Lausitz, seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden. Der zweite Grund ist die regionale Nähe beider Unternehmen. Das hatte in diesem Fall ganz praktische Auswirkungen, denn für die Produktion wurden über 200 Gläser vom Stölzle-Standort Weißwasser nach Radebeul transportiert. Vor Ort wurde dann an mehreren Produktionstagen fotografisch ein 360-Grad-Panorama der ehrwürdigen Weinbibliothek in die virtuelle Welt übertragen. An verschiedenen Orten im Raum sind unterschiedliche Trinkglasserien platziert, zu denen die Besucherinnen und Besucher der digitalen Präsentation navigieren und weitere Informationen zu den Serien sowie Moodfotos aufrufen können. Der auf einem Tisch platzierte Laptop dient als Anknüpfungspunkt für die Kontaktaufnahme zum Unternehmen. Über die direkt in die Präsentation eingebundenen Fotos entstanden im Rahmen des Projektes zahlreiche weitere Motive, die von Stölzle Lausitz für vielfältige Bereiche der Kommunikation eingesetzt werden.
„Wir haben uns aufgrund der fehlenden Präsenzmessen und der uneinheitlichen Strukturen der digitalen Messen, die manchmal auch wenig Emotionalität für die Besucherinnen und Besucher bieten, dafür entschieden, unseren eigenen Weg zu gehen“, berichtet Saskia Schimann, seit Dezember 2020 Marketingleiterin bei Stölzle Lausitz. Mit dem Rahmen der Weinbibliothek wurde eine Präsentation realisiert, die sowohl für gewerbliche Kunden umfangreiche Informationen bereithält als auch für Interessierte einen Einblick in die Welt anspruchsvoller Weinkultur vermittelt.
Der virtuelle Showroom ist eingebunden in die Arbeit an einem neuen digitalen Gesamtauftritt. Dies umfasst insbesondere die firmeneigene Website, die informative Aufwertung des Onlineshops sowie die verstärkten Aktivitäten in den Social-Media-Kanälen des Unternehmens. „Wir sind eine der führenden Glasmarken für maschinell gefertigte Trinkgläser“, so Saskia Schimann, „und wollen dies deutlich nach außen transportieren. Dafür sind die digitalen Kommunikationswege für uns ganz wichtig.“ Stölzle Lausitz ist in das Jahr 2021 von einer soliden Basis aus gestartet. Als Unternehmen, das einen großen Kundenanteil in der Gastronomie und Hotellerie bedient, haben die Schließungen von Restaurants, Gaststätten und Hotels zwangsläufig Auswirkungen auf den Bedarf und damit auf die Zahl der ausgelieferten Gläser gehabt. Die Zeit der geringeren Produktionsauslastung, verbunden auch mit wenigen Phasen von Kurzarbeit, nutzte das Unternehmen, um Wartungsarbeiten an den in normalen Zeiten hoch ausgelasteten Produktionsmaschinen durchzuführen. Gleichzeitig wurde eine der beiden Schmelzwannen für die Glasrohmasse im Werk in Weißwasser erneuert.
Mit einem Rückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich beim Umsatz konnte Stölzle Lausitz seine Position im internationalen Markt, der teilweise von deutlicheren Rückgängen gekennzeichnet war, halten und teilweise weiter ausbauen. Darauf zielen auch die geplanten Aktivitäten der Internationalisierung mit einer verstärkten Präsenz in Asien sowie in den USA ab, die für das laufende Jahr geplant sind. Einen deutlichen Aufwärtstrend hat im letzten Jahr der Bereich E-Commerce sowohl durch Handels- als auch durch unternehmenseigene Aktivitäten erfahren. Über diesen differenzierten Vertriebsweg werden vorrangig B2CKunden bedient. Um die stetige Entwicklung in diesem Bereich gewährleisten zu können, wurde das E-Commerce-Team bei Stölzle Lausitz aufgestockt und die Handelsunterstützung ausgeweitet. „Die Maßnahmen zum einheitlichen
Auftritt im Netz greifen mit der Verstärkung des E-Commerce sehr passend ineinander und führen zu einer Steigerung der Webpräsenz für B2B- und B2CKunden“, erklärt Marketingleiterin Saskia Schimann.
Aber auch außerhalb der digitalen Welten stehen bei Stölzle Lausitz verschiedene Aktivitäten für das laufende Jahr auf dem Programm. So soll beispielsweise die Zusammenarbeit mit der WineBank ausgeweitet und Kooperationen mit dem Handel intensiviert werden. „Schließlich geht es beim Thema Wein immer noch um das Schmecken, die Haptik und das Genießen in kleiner oder großer Runde“, so Schimann abschließend.

Stoelzle Lausitz geht bei der Sortimentspräsentation neue Wege und verwandelt die stilvolle Weinbibliothek von
Schloss Wackerbarth im sächsischen Radebeul in einen virtuellen Raum
