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Online- und Local-Shopping sind je nach Umfeld besonders gefragt

9. März 2015, 16:42

Online-Handel, Stadtzentren, Shopping-Center, Fachmärkte, Nahversorgung – der Format- und Standortwettbewerb im Einzelhandel ist vielschichtiger als es die permanente Online-Offline-Diskussion vermuten lässt. Welche stationären Standorte für die Konsumenten je nach Wohnortgröße relevant sind und welche Rolle der Online-Handel im Einkaufsstättenmix spielt, nimmt die aktuelle Ausgabe des Consumer Barometers des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) und der Unternehmensberater von KPMG Deutschland (Berlin) unter die Lupe.

Mangelndes Angebot befeuert Onlinehandel

Online-Shopping ist heutzutage für alle Stadtbewohner mehr oder weniger selbstverständlich. Dennoch lassen sich bei genauerem Hinsehen Unterschiede nach den Ortsgrößen ausmachen: Bewohner kleinerer und mittelgroßer Städte (bis 100.000 Einwohner) kaufen Artikel aus den Bereichen Sport/Hobby/Freizeit und Kosmetik/Drogeriewaren/Gesundheit häufiger online ein als Großstädter dies tun. Der Grund ist im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend: entsprechende Angebote sind in den Geschäften am eigenen Wohnort oder in der näheren Umgebung oftmals weniger verfügbar. In anderen Sortimentsbereichen wie beispielsweise Mode und Consumer Electronics wird dagegen angebotsunabhängig aus Lust oder Überzeugung online geshoppt.

„Die Strukturveränderungen im Einzelhandel sind facettenreich. Eine auf „online versus offline“ beschränkte Diskussion greift deutlich zu kurz. Bei der Planung, Bewertung und Umsetzung von Online- und Offline-Formaten sind neben branchen- und zielgruppenspezifischen Besonderheiten auch stadt- beziehungsweise. regionalspezifische Aspekte zu berücksichtigen“, sagt Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln.

Nahversorgung wichtiger als Shopping-Trips 

Neben dem Online-Kanal gewinnt auch die lokale Nahversorgung innerhalb des eigenen Wohnortes (wieder) an Bedeutung – und zwar unabhängig von der Ortsgröße (Kleinstädte plus 21,1 Prozent, Mittelstädte plus 26,8 Prozent und Großstädte plus 29,3 Prozent). Während in kleineren Städten jedoch überwiegend FMCG-Produkte (etwa Lebensmittel und Getränke) am Wohnort eingekauft werden, befriedigen Großstädter ihren Bedarf in fast allen Sortimentsbereichen vor der eigenen Haustür.

Das Consumer Barometer zeigt auch: Aus Sicht der befragten Konsumenten nehmen „Shopping-Trips“ in die nähere Umgebung des eigenen Wohnortes tendenziell ab. Jedoch sind insbesondere die Bewohner kleinerer Orte auf den Einkauf in angrenzenden Städten angewiesen. Dies gilt insbesondere für Sortimentsbereiche, bei denen das Online-Shopping noch nicht so weit verbreitet ist.

Auch Shopping-Center, Fachmarktzentren sowie Outlet-Center werden nach Angaben der befragten Konsumenten seltener besucht. „Innenstädte, Shopping-Center, Fachmarktzentren, Factory Outlets und der Online-Handel – alle Formate und Standortlagen konkurrieren im ‚Kampf um den Kunden‘. Konsumenten, die ausschließlich stationär einkaufen, gibt es künftig immer weniger. Die Kombination von Online und Offline ist zunehmend selbstverständlich“, erklärt Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Über das „Consumer Barometer“

Das „Consumer Barometer“ beleuchtet quartalsweise aktuelle Entwicklungen, Trends und Treiber im Handel und Konsumgütermarkt. Die vierteljährlich durchgeführte Konsumenten-Befragung von IFH Köln und KPMG beschäftigt sich mit aktuellen Trends im Handel und im Konsumentenverhalten. Im Fokus der vierten Ausgabe steht das Thema „Einkaufsstandorte im Wettbewerb“. Für die Kurzstudie wurden 1.230 Konsumenten repräsentativ über ein Online-Panel befragt. Die ausführlichen Ergebnisse können unter dem unten aufgeführten Internetlink heruntergeladen werden – außerdem ist eine Anmeldung für den Newsletter möglich.

www.kpmg.com/DE/de/Bibliothek/special/Seiten/consumer-barometer.aspx www.ifhkoeln.de/