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Online-Umsätze von Media-Saturn und Real steigen deutlich

3. Februar 2017, 19:53

Bald Aufspaltungssitzung 

Wie der Düsseldorfer Konmzern weiter mitteilt, lag das EBIT vor Sonderfaktoren auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums und erreichte 821 Millionen Euro. Im Vorhar waren es noch sieben Millionen Euro mehr gewesen. Das EBIT nach Sonderfaktoren sank von 1.240 Mio. Euro im Vorjahrszeitraum auf aktuell 733 Mio. €, das durch den damaligen Verkauf von Metro Cash & Carry Vietnam hochgepuscht war. Das EPS vor Sonderfaktoren verbesserte sich auf 1,17 Euro gegenüber 1,12 Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz im Online- und Belieferungsgeschäft ist erneut deutlich gestiegen: Bei Media-Saturn erreichte der online generierte Umsatz erstmals einen Anteil am Gesamtumsatz von mehr als zehn Prozent und stieg damit um mehr als 25 Prozent. Der Belieferungsumsatz bei Metro Cash & Carry erhöhte sich um 16,5 Prozent auf einen Umsatzanteil von 12,7 Prozent.  Die nachhaltigen Zuwächse beim Online- und Belieferungsumsatz sind ein Beleg für die erfolgreiche Transformation der Metro Group“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Olaf Koch. „Für das Gesamtjahr sind wir unverändert zuversichtlich, dass wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele erreichen werden.“

Im Berichtszeitraum wurden weitere wesentliche Voraussetzungen für die geplante Aufteilung geschaffen. Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerens haben sämtliche notwendigen Beschlüsse gefasst, am 13. Dezember 2016 wurde der Spaltungsvertrag beurkundet. „Die Dokumentation für die geplante Aufspaltung rechtzeitig abzuschließen war ein Kraftakt und eine wesentliche Weichenstellung für die Zukunft der beiden künftigen Unternehmen“, sagt Olaf Koch. Auf der Hauptversammlung am 6. Februar 2017 stimmen die Aktionäre dann über die Spaltung ab.

In lokaler Währung reduzierte sich der Umsatz der Metro Gruppe um 0,4 Prozent. Während der russische Rubel erstmals seit längerer Zeit wieder Stärke gegenüber dem Euro zeigte, entwickelten sich die Währungen in anderen Ländern, insbesondere in der Türkei, negativ. Insgesamt ergaben sich leicht negative Wechselkurseffekte und der Umsatz der Unternehmensgruppe ging daher um 0,6 Prozent auf 17 Milliarden Euro zurück (Q1 2015/16: 17,1 Mrd. €). Portfoliobereinigt lag der Umsatz nur geringfügig unter Vorjahr.

 

Konzernausblick 

Die Prognose basiert auf der aktuellen Konzernstruktur und erfolgt wechselkursbereinigt. Zudem wird von einer unverändert komplexen geopolitischen Lage ausgegangen. Aufgrund der noch im Geschäftsjahr 2016/17 geplanten Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige Unternehmen mit klarem Fokus auf den Groß- und Lebensmitteleinzelhandel sowie auf den Handel mit Unterhaltungselektronik soll es beim erwarteten Durchwinken der Hauptversammlung eine angepasste Prognose geben.

Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwartet die Metro Group – trotz des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds – ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes. Für die Vertriebslinie Real wird von einer leichten Verbesserung der Entwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/16 ausgegangen. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum geht die Unternehmensgruppe  nach einem Zuwachs von 0,2 Proezent im Vorjahr wieder von einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr aus. Dazu sollen insbesondere die Vertriebslinien für den Großhandel und Konsumententechnik beitragen. Für die Warenhaus-Vertriebslinie wird von einer leichten Verbesserung der Entwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/16 ausgegangen.

Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2016/17 von einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld – auch beeinflusst durch politische Entwicklungen – geprägt sein. Dennoch ist die Metro Group zuversichtlich, das Ergebnis weiter leicht zu steigern. In diesem Zusammenhang legt der Konzern außer auf operative Verbesserungen wieder einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und eine strikte Kostenkontrolle und erwartet in diesem Zusammenhang letztmalig Sonderfaktoren, mit denen die Transformation erfolgreich abgeschlossen wird.

Beim EBIT vor Sonderfaktoren erwartet die Metro Group insgesamt eine leichte Steigerung gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2015/16 in Höhe von 1.560 Mio. Euro allerdings inklusive leicht niedrigerer Erträge aus Immobilienveräußerungen. Zur leichten operativen Ergebnissteigerung sollen Metro Cash & Carry und Media-Saturn beitragen.

Media-Saturn

Der Umsatz von Media-Saturn lag im 1. Quartal 2016/17 flächenbereinigt auf der Höhe des Vorjahresniveaus. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,3 Prozent. Der berichtete Umsatz erreichte mit 6,9 Mrd. Euro ebenfalls das Vorjahresniveau. Nach einer robusten Entwicklung im Oktober und November war die Umsatzentwicklung im Dezember durch die Entzerrung des Weihnachtsgeschäfts beeinflusst. Insbesondere vorgezogene Käufe (am sogenannten Black Friday) sowie positive Nachlaufeffekte in der 1. Januarwoche beeinflussten das Weihnachtsgeschäft. Insgesamt wurden positive Wachstumsimpulse aus den Warengruppen Smartphones, Weiße Ware und TV sowie stark steigende Umsätze in den Services & Solutions durch Rückgänge bei Entertainment, Foto und IT-Hardware in etwa ausgeglichen.

Trotz Einstellung des Geschäfts von Redcoon in fünf Ländern konnte der online generierte Umsatz um mehr als 25 Prozent auf 0,7 Mrd. Euro (Q1 2015/16: 0,6 Mrd. Euro)  gesteigert werden. Bezogen auf das Mehrkanalgeschäft der beiden Marken Media Markt und Saturn stieg der Internetumsatz sogar um mehr als 40 Prozent. Erstmals hat Media-Saturn mehr als zehn Prozent des Umsatzes online erzielt (Umsatzanteil: 10,5 Prozent gegenüber 8,3 Prozent in Q1 2015/16). Positiv entwickelte sich der Bereich Services & Solutions mit zweistelligen Wachstumsraten. Dies wurde insbesondere durch die starke Nachfrage nach Reparatur- und Installationsleistungen sowie Garantieverlängerungen getrieben.

In Deutschland sank der Umsatz im 1. Quartal 2016/17 flächenbereinigt leicht um 0,6 Prozent, was im Wesentlichen in den zuvor genannten Nachlaufeffekten in Kombination mit einer Mehrwertsteuer-Aktion bei Saturn Anfang Januar begründet liegt. Der berichtete Umsatz erreichte das Vorjahresniveau. Das EBIT stieg im Quartalsvergleich von 301 auf 318 Mio. Euro. Darin enthalten sind jedoch Sonderfaktoren in Höhe von minus Mio. Euro (Q1 2015/16: 7 Mio. €). Vor Sonderfaktoren stieg das EBIT von 309 auf 312 Mio. Euro.

Real

Der Umsatz der Warenhaus-Tochter Real ging im Weihnachtsquartal flächenbereinigt um 1,7 Prozent zurück. Auch bedingt durch Schließungen sank der berichtete Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um vier Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Nach einem zurückhaltenden Start in das Weihnachtsquartal stabilisierte sich der Umsatz im Dezember vor allem durch eine positive Entwicklung im Nonfood-Bereich. Der Lebensmittel-Umsatz war nack Konzernanagben „von einer intensiven Wettbewerbsintensität beeinträchtigt“. Der Online-Umsatz konnte deutlich um 33 Prozent auf 29 Mio. Euro zulegen.

Die Eröffnung der Markthalle Krefeld im November, einem richtungsweisenden Konzept mit Marktcharakter und Erlebnisgastronomie, führte zu positiven Rückmeldungen und einer deutlich erhöhten Kundenfrequenz, heißt es in der Konzernzentrale. Das EBIT fiel von 84 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 18 Mio. Euro, was mit der Reorganisation und Restrukturierung der Verwaltungsbereiche in Höhe von 53 Mio. Euro erklärt wird. In absehbarer Zeit sollen die Zentralfunktionen am Standort Düsseldorf zusammengelegt werden. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 71 Mio. Euro ggeenüber 83 Mio. Euro im ersten Quartal 2015/16. Der Rückgang sei  insbesondere durch den Umsatzrückgang bedingt, so die Unternehmensmutter..

Metro Cash & Carry

Der Umsatz von Metro Cash & Carry legte im 1. Quartal 2016/17 flächenbereinigt um 0,7 Prozent zu und entwickelte sich damit weiterhin seit nunmehr über drei Jahren in jedem Quartal positiv. In lokaler Währung ging der Umsatz leicht um 0,1 Prozent zurück. Der berichtete Umsatz verlor 0,3 Prozent auf acht Mrd. Euro. Das Belieferungsgeschäft ventwickelte sich weiterhin positiv und der Umsatz stieg um 16,5 Prozent auf eine Mrd. Euro, so dass ein Umsatzanteil von 12,7 Prozent erreicht wurde.

Der Umsatz im Segment Horeca (Hotels und Gastronomie) ging flächenbereinigt um 1,2 Prozent zurück. In lokaler Währung stieg der Umsatz jedoch um 0,1 Prozent. Der berichtete Umsatz sank um 0,4 Prozent. Deutschland als größtes Horeca-Land war bedingt durch die fortgeführte Transformation und das herausfordernde Marktumfeld rückläufig. Der Umsatz im Segment Multispecialists stieg flächenbereinigt um 2,2 Prozent und In lokaler Währung um 2,9 Prozent. Der berichtete Umsatz legte sogar um 3,8 Prozent zu. Im Segment Trader stieg der Umsatz flächenbereinigt um 3,1 Prozent. Hierzu trugen bis auf Polen alle Länder bei. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,7 Prozent, sank ansonsten währungsbedingt um 2,4 Prozent.

Das EBIT erreichte im 1. Quartal 2016/17 insgesamt 405 Mio. Euro (Q1 2015/16: 877 Mio. Euro). Im Vorjahr war darin wie gesagt als Sonderfaktor der Verkauf von Metro Cash & Carry Vietnam enthalten. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 431 Mio. Euro (Q1 2015/16: 458 Mio. Euro). Der Rückgang ist vor allem auf Preisinvestitionen, insbesondere in Russland, zurückzuführen.

 

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