···Home ··· News ··· Möbeljahr 2020 mit richtungsweisendem Charakter

Möbeljahr 2020 mit richtungsweisendem Charakter

26. März 2020, 16:32

Entscheidende Phase

Der Wohnmöbelmarkt hat, ebenso wie Einrichtungsbedarf insgesamt, im Jahr 2019 ein überraschendes und gleichzeitig beeindruckendes Ergebnis hingelegt: Für Wohnmöbel haben die Verbraucher*innen 1,8 Prozent mehr ausgegeben. Das Gesamtmarktvolumen ist damit auf 20,55 Milliarden Euro gestiegen. Auch Einrichtungsbedarf inklusive aller Randsortimente verzeichnet eine beachtliche Steigerung auf 47,03 Milliarden Umsatz, was einen Zuwachs von 1,2 Prozent bedeutet. Diese und weitere Zahlen zur Möbelbranche liefert der neue „Branchenfokus Möbel“ vom IFH Köln und der BBE Handelsberatung.

„Die Einrichtungsdistribution befindet sich 2020 in einer entscheidenden, richtungsweisenden Phase. Die vor Jahresfrist erwartete Abwärtstrendverfestigung ist mit den steigenden Umsätzen damit zunächst einmal vom Tisch. Analog zur gesamtwirtschaftlichen Situation, bei der die private Nachfrage ihre Rolle als konjunktureller Treiber bestätigt, gilt auch für den Möbelmarkt eine mehr als robuste Verfassung des Privatkonsums“, resümiert Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

Fachhandel als Gewinner

2019 konnte sich der Fachhandelsmarktanteil mit einem Sprung auf 79,9 Prozent ausweiten. Das ist angesichts des Top-Niveaus von 18,4 Milliarden Euro Umsatz entsprechend schwer zu steigern und ein herausragend gutes Ergebnis. Im Detail relativiert sich allerdings die bequem erscheinende Lage: Die Marktanteile gehen vor allem an Möbelfilialisten und Küchenspezialisten. Der Fachhandelsrest bleibt mit ±0 unverändert, aber mit marktkonformem Wachstum.

Vertriebsstruktur polarisierend

Weiter auf dem Vormarsch befindet sich auch der Onlinevertrieb im Geschäftsfeld Home & Interior insgesamt, welcher gepaart mit den erstarkenden drei Marktführern zunehmend Druck auf den stationären Handel ausübt. Mit Blick auf 2024 lässt sich dieser Trend weiter manifestieren: Im letzten Jahrzehnt verliert der Offline-Möbelhandel 13,4 Punkte und verzeichnet aktuell mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre einen Verlust von 11,6 Punkten. Fünf Jahre weiter in der Prognose bis 2024 verliert der stationäre Möbelhandel (voraussichtlich) nochmals, diesmal nur noch um einstellige 9,7 Punkte.

„Die Digitalisierung nimmt zu – aber nicht nur durch Pure Player, sondern auch der stationäre Fachhandel profitiert von Omnichannel-Ansätzen. Und auch die Konzentration scheint – nicht zuletzt durch das Wirken des Bundeskartellamtes – gebremst. Dennoch darf dies nicht dazu führen, dass sich die Entscheider der zumeist mittelständischen Möbelunternehmen zurücklehnen“, sagt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung.

www.ifhkoeln.de

Leinen los!

Die besten Fanggründe liegen nicht im Meer – sondern auf trendwelten.eu

Im Trendwelten Newsletter winken die Top News & Trends der Konsumgütermärkte.

Ich stimme zu, dass ich 14-tägig den Newsletter von Trend&Style zum Thema Trends erhalte.
Ich kann meine Einwilligung jederzeit kostenfrei für die Zukunft per E-Mail an info@goeller-verlag.de widerrufen.

Detaillierte Informationen zum Umgang mit Ihren Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.