Metro AG verzeichnet stabiles Geschäftsergebnis
Im Großhandel hat der Konzern in dieser Phase erneut den Umsatz gesteigert und weist ein flächenbereinigtes Plus von 1,2 Prozent aus. Im 3. Quartal wuchs das Großhandelsgeschäft auf vergleichbarer Fläche um ein Prozent. Die berichteten Umsätze werden insbesondere durch Wechselkurseffekte belastet. Im Konzern (also einschließlich Real) steigerte Metro den Umsatz in den flächenbereinigt um 0,7 Prozent, wobei Real Einbußen zu verzeichnen hatte. Zugleich ging der flächenbereinigte Konzernumsatz insbesondere wegen der Osterverschiebung leicht um 0,5 Prozent zurück, heißt es in der Düsselorfer Konzernzentrale. Das EBITDA des Konzerns im Neunmonatszeitraum erreichte 1.071 Mio. Euro, im dritten Quartal 302 Mio. Euro.
Positiver Gesamttrend
Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG, erklärt zu den vorgelegten Zahlen: „Das dritte Quartal bestätigt den positiven Trend in der großen Mehrheit unserer Geschäftseinheiten. Es zeigt auch, dass wir einzelne Fehlentwicklungen rasch und effektiv korrigieren. Wir haben im Großhandel, der bezogen auf den Umsatz für 80 Prozent unserer Geschäftsaktivitäten steht, unsere positive Entwicklung beim flächenbereinigten Umsatz fortgesetzt. Die EBITDA-Marge unseres Großhandelsgeschäfts liegt stabil bei guten 4,7 Prozent. Russland ist und bleibt für uns ein wichtiger Markt. Die von uns eingeleiteten Maßnahmen zeigen erste Wirkung bei Umsatz und Ergebnis. Auf dieser verbesserten Basis setzen wir unsere Anstrengungen in Russland konsequent fort. In Westeuropa einschließlich Deutschland sehen wir im dritten Quartal einen temporären nachteiligen Umsatzeffekt in Groß- und Einzelhandel bedingt durch die Verschiebung des wichtigen Ostergeschäftes. Real hat nach der Kündigung des Zukunftstarifvertrages zunächst deutliche Lohnsteigerungen verbucht, mit der neuen Tariflösung aber die Voraussetzungen für langfristig wettbewerbsfähige Lohnkostenstrukturen geschaffen. Dies ist gemeinsam mit dem erfolgreichen Markthallen-Konzept und dem weiterhin rasant wachsenden Online-Marktplatz von Real die Basis für substanzielle Wertsteigerung. Angesichts der insgesamt soliden Entwicklung bestätigen wir den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/18.“
Geschäftsjahr-Ausblick
In Bezug auf den Gesamtumsatz rechnet die Metro AG für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer Wachstumsrate von mindestens 0,5 Prozent. Für das Russland-Geschäft erwartet die Konzernführung davon abweichend eine Umsatzentwicklung deutlich unter Vorjahr. Für Real erwartet die Metro bei der Umsatzentwicklung eine leichte Verbesserung gegenüber der des Vorjahres.
Der Konzernvorstand geht nach einem Zuwachs von 0,5 Prozent beim flächenbereinigten Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2016/17 weiterhin von einer im Vergleich zum Vorjahr leicht höheren Wachstumsrate aus. Hierbei erwartet er für Metro Russland eine Entwicklung merklich unter der des Vorjahres.
Das EBITDA (währungsbereinigt und ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) wird gegenüber dem Vorjahreswert von 1.436 Mio. Euro nun im Geschäftsjahr 2017/18 voraussichtlich leicht gesteigert werden und gegenläufig dazu mit einem starken Rückgang des Russland-Geschäfts gerechnet. Die Metro AG geht nach eigenen Angaben davon aus, „dass sich die heterogene Entwicklung bezogen auf das Ergebnis im weiteren Geschäftsjahresverlauf fortsetzen wird, wobei bei Real die Kündigung des Zukunftstarifvertrags das Ergebnis im 2. Halbjahr stark belasten wird“.
