Kettler kämpft erneut ums Überleben
Nach WP-Informationen sind die rund 750 Mitarbeiter von Kettler am vergangenen Montagnachmittag über die unsichere Zukunft des Unternehmens aus Ense informiert worden, das schon durch die Planinsolvenz im Jahr 2015, den tragischen Tod der Firmenerbin zwei Jahre später und das im Sommer 2018 erneut beantragte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchgeschüttelt wurde.
Laut WP scheinen nun die wohl seit einem Jahr laufenden Verhandlungen der Kettler GmbH mit dem Luxemburger Investor Altera Capital um eine finanzielle Beteiligung oder sogar Übernahme endgültig gescheitert zu sein, wobei hier die Heinz-Kettler-Stiftung im Fokus stand. „Der Finanzinvestor soll als Voraussetzung für die Übernahme von Kettler von der Stiftung Zugriff auf wesentliche Teile des Kettler-Erbes gefordert haben. Die Stiftung lehnte dies ab – zu Recht, wie die Stiftungsaufsicht, die Bezirksregierung Arnsberg, befand“, heißt es in einem aktuellen WP-Bericht.
Nun klammern sich die Beschäftigten am Sauerländer Stammsitz an den wohl letzten Strohhalm, die wirtschaftliche Rettung durch die Stiftung, die sich offiziell der Förderung des Behindertensportes widmet.
Die Kettler GmbH ist in den Bereichen Gartenmöbel, Spiel+Kind (unter anderem „Kettcar“ und Möbel für Schüler) und Sport (Fitnessgeräte) aktiv. Den Geschäftsbereich und die Produktion für Fahrräder hatte die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG (ZEG) aus Köln bereits Ende 2015 vom Aluminiumspezialisten Kettler übernommen.
