Karstadt ordnet Logistik neu
Drittkundengeschäft
Neben der Ausrichtung der Logistik auf die Anforderungen des neu entstehenden Warenhausunternehmens mit rund 180 Standorten in ganz Deutschland wäre es durch den am 5. August 2019 mit dem Gesamtbetriebsrat unterzeichneten Interessenausgleich und Sozialplan auch möglich, die für die Gesundung des Unternehmens notwendigen Synergien zu heben und erhebliche Einsparungen an Personal- und Sachkosten zu erzielen. Damit könne auch ein künftig geplantes Drittkundengeschäft zu wettbewerbsfähigen Konditionen betrieben werden, so die Karstadt Warenhaus GmbH.
Im Zuge des Interessenausgleichs und Sozialplanes entfallen künftig die Logistikstandorte von Galeria Logistik in Frechen und Erfurt, sowie vier kleinere regionale Verteillager in Stuttgart, Würzburg, Hannover und Berlin. Die Kapazitäten in den Lagern in Dietzenbach und Neuss sowie das regionale Verteillager in München werden auf neue Anforderungen angepasst, der Standort Köln-Porz wird erheblich erweitert. Lagerprozesse, Transport, Servicelevel und Retouren werden im ganzen Unternehmen ebenfalls auf den neusten Stand gebracht, betont das Essener Unternehmen.
City Hubs für letzte Meile
Damit verfügt Galeria Karstadt Kaufhof nach eigenen Angaben mit Unna, Vogelheim und Porz künftig in der Logistik über drei schlagkräftige Großstandorte mit idealer Verkehrsanbindung und modernster technischer Ausstattung. Hinzu kommt die Nutzung von Filialen als City Hubs für die Belieferung der Kunden über die letzte Meile („Ship from Store“). Rund 80 Prozent der urbanen Bevölkerung Deutschlands sei innerhalb von 15 Fahrminuten von den Filialen aus erreichbar, die mit Rampen und Lagerräumen ihrerseits über die Infrastruktur verfügten, Eigen- und Fremdgeschäft logistisch abzuwickeln, heißt es weiter bei Karstadt.
Laut der Publikation „Handelsblatt“ könnten durch die Maßnahmen 600 Arbeitsplätze gefährdet sein.
