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Jugendliche sollen Blauer Engel Sortimente vor Ort überprüfen

2. März 2015, 10:28

Den Geschäften, die kein Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen anbieten, zeigen sie die „Blaue Karte“. So sollen die Händler zum Umdenken bewegt werden und sich als Teil der Papierwende verstehen. Wie die Aktion durchgeführt wird, zeigt ein neuer Leitfaden, der Anfang April veröffentlicht wird. Er soll praktische Tipps für die Durchführung sowie Vorlagen zum Kopieren oder Downloaden bieten.

„Ich hoffe, dass viele Schüler- und Umweltgruppen Marktchecks in ihren Städten starten und dabei den neuen Leitfaden nutzen. Die Aktion ist einfach umzusetzen und kann viel bewirken. Wenn es uns gelingt, unsere Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten deutlich zu machen, werden Handel und Hersteller ihr Angebot ändern müssen“, appelliert Dr. Volker Teichert, der Vorsitzende der Jury Umweltzeichen.

Aufruf an Händler und Hersteller 

Gleichzeitig sind Handelsunternehmen und Hersteller aufgerufen, die Papierwaren mit dem Blauen Engel zu Beginn des neuen Schuljahres gezielt bewerben möchten, Aktionspartner der Kampagne zu werden. So können alle Sonderaktionen zum Thema Recyclingpapier unter dem Dach der Kampagne zusammengeführt werden und schaffen eine breite Aufmerksamkeit. Auch Umwelt-Verbände wie die WWF Jugend, die Deutsche Umwelthilfe, die Initiative Pro Recyclingpapier und die Tropenwaldstiftung OroVerde beteiligen sich jedes Jahr an der Kampagne und unterstützen die Umweltbotschaft des Blauen Engel, im neuen Schuljahr mehr umweltfreundliches Recyclingpapier statt Frischfaserpapier zu nutzen.

Unter der unten aufgeführten Internetseite können Verbraucher nachschauen, wo es in ihrer Nähe Schreibwaren mit dem Blauen Engel gibt. Geschäfte, die diese anbieten, können sich selbst in die bundesweite Datenbank eintragen und unter info@blauer-engel.de Aufkleber für ihre Schaufenster und Aktionsflächen anfordern, die den Kunden auch vor Ort den Weg zu Blauer Engel Produkten weisen.

Fakten zum Blauen Engel

Die Umweltfakten sprechen nach Angaben der Aktions-Initiatoren für sich: Für Blauer Engel-Papier müsstn keine Bäume gefällt werden, denn es bestehe zu 100 Prozent aus Altpapier. Außerdem würden bei der Herstellung rund 60 Prozent weniger Energie und 70 Prozent weniger Wasser verbraucht als bei der Herstellung von Frischfaserpapier, hießt es beim verantwortlichen Projektbüro. „Der Blaue Engel schützt zudem unsere Gesundheit und garantiert, dass bei der Herstellung keine schädlichen Chemikalien oder optischen Aufheller zugesetzt werden. Auch die angestaubten Vorurteile, Recyclingpapier sei grau und minderwertig, stimmen längst nicht mehr. 100 Prozent Recyclingpapier bedeutet heute: hochwertiges und weißes Papier, das in der Regel nicht teurer ist als herkömmliches Papier aus frischen Holzfasern“, so das Projektbüro Blauer Engel.

Zurzeit gibt es rund 12.000 Blauer Engel-Produkte von mehr als 1.500 Unternehmen in 120 verschiedenen Produktgruppen. Nur die aus Umweltsicht besten Waren und Dienstleistungen einer Produktgruppe erhalten den Blauen Engel. Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit garantieren die Jury Umweltzeichen, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH. Mitglieder der Jury Umweltzeichen sind BDI, BUND, DGB, HDE, NABU, vzbv, ZDH, Stiftung Warentest, Medien, Kirchen, Wissenschaft, der Deutsche Städtetag und die Bundesländer.

www.blauer-engel.de/papierfinder