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HDE kritisiert Retourengesetz-Vorschlag

8. August 2019, 9:29

„Der Handel setzt schon heute aus Kostengründen alles daran, die Zahl der Rücksendungen von Waren durch die Kunden so gering wie möglich zu halten. Nur in Ausnahmefällen wird zurückgegebene Ware, die so stark verschmutzt oder beschädigt ist, dass der Handel die Ware nicht mehr in Verkehr bringen oder spenden kann, vernichtet“, betont  HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Ministerin will mithilfe einer Obhutspflicht vorschreiben, dass Händler die Waren gebrauchstauglich halten müssen, um künftig die Vernichtung zu verhindern.

Statt für neue, bürokratische Pflichten setzt sich der HDE dafür ein, den Händlern das Spenden zurückgesendeter Waren zu erleichtern: „Derzeit muss der Händler auf gespendete Waren Umsatzsteuer bezahlen, obwohl er keinen Gewinn damit erzielt hat. Das kann sich auf Dauer kein Unternehmen leisten. Deshalb müssen Sachspenden von der Umsatzsteuer befreit werden“, so Stefan Genth weiter. Hier sei die Politik gefordert. Zudem müsse es darum gehen, die Verbraucher zu sensibilisieren, um die Zahl der Rücksendungen zu reduzieren. Der Handel arbeite schon aus Eigeninteresse auch mit Hilfe künstlicher Intelligenz an einer Reduzierung der Retouren.

einzelhandel.de

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