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Fast einstimmiges Aktionärsvotum für Metro-Aufspaltung

7. Februar 2017, 9:45

Flexiblere Marktauftritte 

Damit sei nun ein Meilenstein auf dem Weg zu zwei unabhängigen Unternehmen erreicht und würde ein führender Großhandels- und Lebensmittelspezialist mit der Unternehmensmarke Metro und die Nummer eins für Consumer Electronics in Europa mit der Unternehmensmarke Ceconomy, so die Metro AG.

Die Aufteilung soll es beiden Unternehmen ermöglichen, schneller, fokussierter und agiler zu werden, um noch größeren Mehrwert für Kunden zu schaffen. „Zwei starke und fokussierte Unternehmen gehen an den Start. Beide verfügen über große Dynamik und die Talente, um eigenständig, nachhaltig und gesund zu wachsen. Hierfür haben wir in den vergangenen Jahren hart gearbeitet und die Weichen gestellt“, sagt Metro-Vorstandschef Olaf Koch. „Unser Großhandels- und Lebensmittelspezialist Metro gehört international zu den führenden Unternehmen – und bietet uns eine starke Basis, um mit unserem stationären und Belieferungsgeschäft weiter zu wachsen in allen 35 Ländern, in denen wir aktiv sind.“ 

Pieter Haas, designierter Vorstandsvorsitzender der künftigen Ceconomy, sagt: „Wir sind in Europa die Nummer 1 in Sachen Consumer Electronics. Mit unserer umfangreichen Neuausrichtung haben wir uns eine hervorragende Startposition für unsere bevorstehende Selbstständigkeit geschaffen. Unser Unternehmen ist die Plattform für Geschäftskonzepte, Formate und Marken im Bereich Consumer Electronics. Wir sind überzeugt: Die beste Zeit kommt erst noch – für das Unternehmen, für unsere Mitarbeiter und nicht zuletzt für die Aktionäre.“

Bereits operativ eigenständig

Nach Bekanntgabe der geplanten Bildung zweier unabhängiger, börsennotierter Marktführer in ihren jeweiligen Segmenten Ende März 2016 und Zustimmung des Aufsichtsrates, nahm die organisatorische Aufteilung im September 2016 konkrete Formen an. Seit Oktober arbeiten beide Unternehmen als eigenständige Teilbetriebe. Mitte Dezember wurden im Rahmen eines Capital Markets Day dem Finanzmarkt und der Öffentlichkeit die Strategien und Positionierungen der beiden Unternehmen vorgestellt sowie die neuen Markenauftritte präsentiert.

In der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre auch der Zuteilung neuer Aktien der künftigen Metro AG im Verhältnis 1:1 zu. Insofern behält jeder Aktionär seine Aktien des bisherigen Konzerns, die dann unter neuem Label firmiert. Für jede Stammaktie, die er hält, bekommt er zusätzlich eine Stammaktie des Großhandels- und Lebensmittelspezialisten, dann Metro AG. Gleiches gilt für die Vorzugsaktien. Diese neuen Aktien sind für die Geschäftsjahre ab dem 1. Oktober 2016 dividendenberechtigt. Die künftige Ceconomy, AG wird an der künftigen Metro AG unmittelbar und mittelbar einen Anteil von zehn Prozent halten. Ein Prozent des Grundkapitals wird der Ceconomy AG als Gegenleistung für die Übertragung des auszugliedernden Vermögens gewährt; die Veräußerung dieses Anteils unterliegt für sieben Jahre steuerlichen Restriktionen. Die weiteren neun Prozent sind eine reine Finanzbeteiligung. Für diese Beteiligung gilt ein marktüblicher Lock-up von sechs Monaten.

Die in der Hauptversammlung am 6. Februar 2017 erfolgte Zustimmung zum Ausgliederungs- und Abspaltungsvertrag vom 13. Dezember 2016 bildet einen weiteren Meilenstein in der Konzernaufteilung. Nach dem erfolgreichen Votum kann die Metro nun die  eigenständige Platzierung an der Börse vorbereiten. Mit der Realisation der Aufteilung und der Platzierung der Aktien der künftigen Metro AG rechnet der neu gegründete Konzern Mitte des Jahres.

Veränderter Aufsichtsrat

Als Folge der Maßnahme werden auch die jeweils 20 Personen starken Aufsichtsgremien der Unternehmen neu konstituiert. So wurde für den bei Wirksamwerden der Aufteilung ausscheidenden und zur künftigen Metro AG wechselnden Jürgen B. Steinemann aufschiebend bedingt bereits jetzt der selbständige Unternehmensberater Dr. Bernhard Düttmann von den Aktionären als Ersatz in den Aufsichtsrat gewählt.

Für die ebenfalls zur künftigen Metro AG wechselnde Gwyn Burr wurde Julia Goldin, Mitglied des Vorstands der Lego A/S, Billund/Dänemark, und für den ebenfalls wechselnden Mattheus P. M. (Theo) de Raad wurde die Amerikanerin Jo Harlow, Mitglied im Board der Intercontinental Hotels, aufschiebend bedingt in den Aufsichtsrat gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Regine Stachelhaus, die unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Covestro AG ist. Sie folgt Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner nach, die zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 aus dem Aufsichtsrat der bisherigen Metro AG planmäßig ausgeschieden ist. Dr. Florian Funck, der dem Gremium bereits seit dem Jahr 2015 angehört, wurde als Aufsichtsrat bestätigt.

Die Metro Group zählt nach eigenen Angaben zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von rund 58 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in 29 Ländern an mehr als 2.000 Standorten tätig und beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. 

ceco.metrogroup.de www.metrogroup.de/