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Black Friday: Rekordumsatz kontra Verbrauchernutzen

23. November 2018, 7:53

Junge Leute angefixt

Demnach plant ein Viertel der deutschen Bevölkerung an diesem Tag einzukaufen; insbesondere bei der Bevölkerung unter 30 Jahren ist der Black Friday fix eingeplant und bei dieser Gruppe haben sich 45 Prozent bereits entschlossen, diesen Tag für die Schnäppchenjagd zu nutzen; drei Viertel aller Befragten gehen davon aus, dass auf Shopping Plattformen bessere Angebote zu finden sind als bei Einzelaktionen von Händlern.

„45 Prozent der Bevölkerung unter 30 Jahren hat sich der Umfrage zufolge bereits jetzt den Black Friday als Einkaufsevent vorgeplant“, informiert Konrad Kreid, Geschäftsführer der Black Friday GmbH. „Als der Plattformanbieter führen wir laufend Branchenanalysen durch und haben daher diese repräsentative Marktstudie in Auftrag gegeben. Überraschend ist für uns, dass bereits knapp die Hälfte der unter 30 jährigen planen, am Black Friday einzukaufen. Aufgrund von deutlichen Preisreduktionen nutzen viele Konsumenten den Tag, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen“, so Kreid weiter.

Strategische Einkäufer

Jene Käufer, die den Black Friday bereits geplant haben, gehen laut des Plattformbetreibers überwiegend strategisch vor: mehr als 40 Prozent erstellen Einkaufslisten und verwenden Preisrechner. Die wichtigsten Fakten der Umfrage:

* Knapp ein Viertel der Befragten plant bis zu 99 Euro auszugeben, rund 30 Prozent bis zu 299 Euro und 11 Prozent bis zu 599 Euro
* 57 Prozent jener, die den Einkaufstag bereits geplant haben und 48 Prozent der Unentschlossenen können sich vorstellen bis zu 299
Euro auszugeben
* 39 Prozent der Haushalte mit Kindern planen einen Einkauf am Black Friday
* Knapp 70 Prozent der noch Unentschlossenen stufen sich als Impulskäufer ein

Preisanalyse ZDF-„Wiso“

Dem gegenüber steht eine Preisanalyse des ZDF-Wirtschaftsmagazins „WISO“ rund um den Black Friday 2017, wonach „wirklich große Rabatte an diesem Tag oft nur schwer zu finden sind“ und „der Kunde am Black Friday nicht mehr oder weniger als an einem durchschnittlichen anderen Tag des Jahres spart“. Der Beobachtungszeitraum begann gut zwei Monate vor dem Black Friday 2017 und endete etwa vier Monate danach.

Der Preis von mehr als zwei Dritteln (67,9 Prozent) der beobachteten Produkte blieb dabei im Beobachtungszeitraum identisch – auch am Black Friday änderte sich ihr Preis also nicht. Etwa jedes siebte Produkt war im Preis vor oder nach dem Black Friday bis zu zehn Prozent teurer: Laut ZDF gehen Experten dabei allerdings von einer normalen Preisschwankung im Online-Handel aus.

Rabattniveau und Gesamtstudie

Rabatte von 20 Prozent gab es am Black Friday nur bei 3,7 Prozent der beobachteten Produkte, Rabatte von 30 Prozent sogar nur bei 1,9 Prozent der mehr als 3.000 beobachten Produkte – also bei knapp 60 Artikeln. Echte Schnäppchen von 40 Prozent und mehr gab es gerade mal bei 15 Produkten – das sind weniger als ein Prozent.

Im Auftrag von „WISO“ hat die Preisagentur „Preishoheit.de“ aus Osnabrück einen Warenkorb von 3.068 Produkten in der Zeit vom 15. September 2017 bis zum 24. März 2018 ausgewertet. Bei den Angeboten von 12.198 Händlern entstanden so 11,4 Millionen erfasste Preise/Angebote.

 

www.zdf.de/verbraucher/wiso www.blackfridaysale.de