Amazon erwägt erneut Lädengeschäfte
Wie die Publikation „Welt“ berichtet, erwägt der Handelsriese auch Ladengeschäfte in deutschen Fußgängerzonen. „Fakt ist: Wir wissen, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen“, zitiert die Zeitung „Welt am Sonntag“ Deutschland-Chef Ralf Kleber. Er nannte keine konkreten Orte oder Zeitpunkte und hatte schon vor mehr als zwei Jahren die Eröffnung von Ladengeschäften angekündigt.
Neben dem Offline-Verkauf möchte der Anbieter vor allem den Verkauf über sein Sprachassistenzsystem Alexa fördern. Demnach soll der Lautsprecher Echo Dot zwecks Kundenbindung sogar zu Preisen von unter 50 Euro verkauft werden. Für einen etwaigen stationären Marktauftritt hat sich Ralf Kleber übrigens in dem „Welt“-Bericht schon ablehend zu einer Kooperation mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in punkto Lohn und Arbeitsbedingungen geäußert. Man solle sich von der Vorstellung lösen, dass man nur ein sozial gerechter Arbeitgeber sein könne, wenn man einer bestimmten Vereinigung angehöre, so der Amazon-Manager. Amazon habe gewählte Betriebsräte und biete „ordentliche Gehälter“.
Im vergangenen November konnten die deutschen Kunden für eine Woche einen Amazon Pop-up-Store am Berliner Kudamm testen. Der temporäre Laden war als Einstimmung auf das Weihnachtsgeschäft 2019 gedacht. Amazon ist im Heimatland USA vor allem mit der vor zweieinhalb Jahren übernommenen Supermarktkette Whole Foods stationär präsent.
