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Amazon bewirbt Förderprojekt für kleinere Händler

28. März 2017, 12:00

Starthilfe für kleine Händler

Das Amazon-Förderprogramm gibt nach eigenen Angaben Starthilfe für kleine Händler und beschleunigt die digitale Geschäftsentwicklung. Die Teilnehmer haben bis Anfang März einen Maßnahmenplan für ihre digitale Geschäftsentwicklung erarbeitet, jetzt geht es an die Umsetzung – zum Beispiel den internationalen Verkauf, die Entwicklung ihrer Online-Präsenz oder den eigenen Markenaufbau.

Die Teams tauschen sich regelmäßig aus, manche schalten sich jeden Morgen zusammen, legen Tages- und Wochenziele fest und arbeiten gemeinsam an ihren Maßnahmen. Die Teilnehmer haben zwölf Trainingsmodule absolviert – zu Logistik, Internet-Marktplätzen, Suchmaschinenoptimierung, Gestaltung des Produktportfolios, Exportfragen und Aufbau einer Eigenmarke. Die Teilnehmer richten zum Beispiel eine Packstation ein, um Pakete schneller an Kunden zu liefern, installieren eine Abrechnungssoftware, optimieren oder erneuern das Warenwirtschaftssystem, automatisieren die Produkteinstellungen auf Internet-Marktplätzen, beantragen Artikelnummern oder richten ein kleines Fotostudio für Produktfotos ein.

Im Rahmen des Programms lernen die Teilnehmer laut Anbieter auch digitale Infrastrukturen im Internet wie die von Amazon kennen und nutzen sie, um neue Kunden zu erreichen und ihr Geschäft auszubauen. Demnach haben sechs Händler mit der Internationalisierung begonnen und vertreiben über den Service „Versand durch Amazon“ ihre Produkte nun auch ins Ausland, drei stehen kurz davor. Neun Händler haben begonnen, Produkte mittels „Versand durch Amazon“ an Kunden zu versenden. 17 Händler sind auf dem Amazon Marketplace und auf weiteren Marktplätzen präsent und erweitern damit ihren Kundenkreis, die restlichen Teilnehmer stehen in den Startlöchern. Ein Teilnehmer hat bereits seinen eigenen Online-Shop überarbeitet.  

Über das Amazon-Projekt

„Unternehmer der Zukunft – lokal und um die Welt“ ist im Januar mit dem Ziel gestartet, kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern fit fürs Digitalzeitalter zu machen. Ein Team aus E-Commerce-Experten unterstützt die Teilnehmer dabei als Coaches. Dazu zählen Blogger wie auch erfahrene Amazon Marketplace Verkäufer. Alle 23 Unternehmer stehen vor individuellen Zielen, wie etwa den stationären Laden mittels Online-Vertrieb zu unterstützen, auf Internet-Marktplätzen zu starten, ins Ausland zu exportieren oder die eigene Marke online zu etablieren.

Den Weg zu ihren Zielen erarbeiten sich die Teilnehmer durch ihre Maßnahmenpläne eigenständig und mit Unterstützung ihres „Unternehmer der Zukunft“-Coaches. Inhaber Markus Miklautsch vom Klagenfurter Türgriff-Spezialisten Stilmelange: „Wir sind gerade in England auf amazon.co.uk gestartet und arbeiten zudem an der Übersetzung der Produktdetails ins Französische, um unsere Waren bald auch auf dem französischen Marktplatz anbieten zu können.“

+++ Das Vorhaben erinnert ein wenig an das Pilotptrojekt eines Mitbewerbers, das „Mönchengladbach bei Ebay“ heißt. Über den mehr oder weniger planbaren Erfolg solcher Aktionen berichtet Trend and Style unter anderem in dem Artikel „Multikanalstrategie: Parforceritt durch die Handelswellen“. Dessen komprimierte Kurzform ist gratis in der beliebten Online-Rubrik Themen & Trends verfügbar. +++ 

www.wiwo.de/ www.amazon.de/unternehmerderzukunft