Traditionshändler gibt seine Freizeitmärkte auf
Wie der Bonner „General Anzeiger“ schreibt und „DuMont Newsnet“ betätigt, verkauft die Knauber Gruppe die vier Freizeitmärkte an der Endenicher Straße in Bonn, in Ahrweiler, in Bergisch-Gladbach und Pulheim an den Filialisten Bauhaus und schließt die beiden Märkte in in Bad Godesberg und Troisdorf. „Es ist eine Entscheidung, die weh tut“, wird Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel, die geschäftsführende Gesellschafterin der Knauber Gruppe, zitiert.
Demnach ist die Aufgabe in diesem Bereich im Kontext mit der durch die Digitalisierung deutlich veränderten Einkaufswelt zu sehen: „Wir haben als Mittelständler mit sechs Filialen leider nicht die Einkaufsmacht, um gegen die großen Wettbewerber dauerhaft zu bestehen“, so Knauber-Daubenbüchel, die den Verkauf an die Bauhaus Gruppe mit einer ähnlichen Philosophie und der Übernahme aller 450 Filialmitarbeiter erklärt. Dem Deal muss laut Bauhaus noch das Bundeskartellamt zustimmen.
Die 140 Jahre alte Unternehmenstradition Knaubers soll durch den Fokus auf Handel und Dienstleistungen im Berich Energie fortgeführt werden. Die Basis des Unternehmens legten Anna und Michael Knauber mit der Gründung ihres Kolonialwarengeschäfts im Jahr 1880 in Bonn. 1901 übernahmen die Söhne Karl und Josef das Geschäft für Haushaltswaren, Futtermittel sowie Brennstoffe und gründeten die Firma Gebrüder Knauber als Großhandel. 1923 nahm Knauber die erste Tankstelle im Rheinland in Betrieb und eröffnete 1968 den ersten Hobbymarkt.
