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++ Coronavirus ++ BeWooden und Andere stellen Produktion auf Schutzmasken um

22. März 2020, 16:36

Seit der vergangenen Woche wurde die gesamte Produktion der eigenen Produkte von BeWooden eingestellt und stattdessen Mundschutzmasken aus 100 Prozent Baumwolle gefertigt. ‚Von Jungfeld‘ unterstützt mit Textil Know-How und Vertrieb – um all‘ den Heldinnen und Helden, die derzeit kein Home-Office machen können, etwas mehr Sicherheit geben zu können. Dazu hat BeWooden die Werkstatt umgerüstet und den Stoff, der normalerweise für diverse Accessoires dient, umfunktioniert. Weil das gesamte Personal und darüber hinaus Manufakturen aus ganz Deutschland für die Fertigung der Masken mit einbezogen werden, können täglich insgesamt 1000 Baumwollmasken mit Gummizug oder Kopfband gefertigt werden.

Jeder Schutz zählt im Kampf gegen das Corona Virus
Die produzierten Masken bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle – damit erfüllen sie zwar nicht die Schutzklassen FFP2 oder FFP3 und sind daher nicht für den intensivmedizinischen Bereich geeignet, sie können aber zumindest im Alltag, in Fabriken, in Behörden, im Pflegedienst etc. einen gewissen Schutz bieten. So gilt in Tschechien beispielsweise bereits seit Donnerstag Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit. Vor allem bei feuchter Aussprache können die Baumwollmasken davor schützen, dass grobe Tröpfchen das Gegenüber erreichen. Weil die Masken bei 90 Grad waschbar sind, können sie mehrfach verwendet werden.

Corona Virus gefährdet Existenzen von kleinen und mittelständigen Unternehmen
Das Corona Virus gefährdet aber nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Existenz vieler kleiner und mittelständiger Unternehmen – so auch die Existenz von BeWooden. In den letzten Tagen ist rund 80 Prozent des Absatzes weggebrochen und als kleine Manufaktur ohne große Reserven, stehen 25 Arbeitsplätze auf dem Spiel. BeWooden ist dabei nicht allein betroffen – viele kleine Handwerksbetriebe und Nähereien stehen ebenso vor dem Aus. Deshalb arbeitet BeWooden zusätzlich zu der eigenen Produktionsstätte mit lokalen Nähereien zusammen, die die Produktion unterstützen – gemeinsam gegen Corona und für die Existenzsicherung!

Auch der bayerische Automobilzulieferer Zettl oder renommierte deutsche Bekleidungshersteller wie Eterna oder Trigema fertigen inzwischen Schutzmasken. Ebenso bietet die sozial orientierte Augsburger Unternehmerin Sina Trinkwalder Gesichtsschals mit austauschbarem Filter-Inlay an. Die Gründerin der ökologischen Modemarke Manomama hatte bereits am Jahresende 2019 die Loop-Schals unter dem Firmen- und Markennamen „Urbandoo“ als neue Produktidee vorgestellt. Desweiteren nähen inzwischen lokale Schneiderateliers in Deutschland, Krawattenhersteller in Italien und auch Flüchtlinge in Camps auf der griechischen Insel Lesbos Schutzmasken.

Was zu beachten ist
Die teilweise waschbaren Masken oder Maskenträger sind überwiegend dazu geeignet, den eigenen Sprühnebel beim Sprechen oder Atmen von anderen Personen fernzuhalten. Partikelfiltrierende Halbmasken bieten Schutz vor derlei Gefahren – sie gliedern sich in drei Schutzklassen: FFP1, FFP2 and FFP3 (filtering face piece). Sie sollen vor unterschiedlich großen Aerosolen und Feinstaub-Partikeln schützen.

Im Arbeitsschutz sind Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen weder giftige noch fibrogene Stäube und Aerosole zu erwarten sind. Sie filtern mindestens 80 Prozent der sich in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 Mikrometern und eignen sich vor allem für das Bauwesen und die Nahrungsmittelindustrie. FFP 2 gilt dem Ausfiltern von mindestens 94 Prozent der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm und wird besonders in der Metallindustrie oder auch im Bergbau verwendet. FFP3 steht für die höchste und am meisten schützende Schutzklasse mit einer Gesamtleckage von maximal fünf Prozent und einem erforderlichen Schutz von mindestens 99 Prozent vor Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm. Sie werden unter anderem in der chemischen Industrie eingesetzt.

So führt zum Beispiel Urbandoo bei seinem Filter-Inlay auf, dass es Partikel bis 0,6 μm nach DIN EN 149 abhält, aber „kein zertifiziertes Medizinprodukt und keine PSA“ ist. Das Kürzel steht für den offiziellen Begriff „Persönliche Schutzausrüstung“.

 

 

BeWooden produziert Schutzmasken aus 100 Prozent Baumwolle

www.bewooden.de

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