Kahla: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Demnach hat Kahla in den Jahren 2017 und 2018 einen Millionenbetrag in die Fertigung eines Fremdmarkenauftrags investiert, der nach anfänglichen technischen Problemen mit neuen Maschinen vom Großkunden aufgekündigt worden sei und den Hersteller mit hohen Verlusten zurückgelassen habe.
Gute Auftragslage
Das Amtsgericht Gera folgte dem gestellten Antrag und bestellte Herrn Rechtsanwalt Kai Dellit von der Kanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm zum vorläufigen Sachwalter. „Wir konnten im Jahr 2019 die für das Großprojekt freigehaltenen Produktionskapazitäten nicht vollständig füllen und damit nicht genügend Reserven aufbauen, um die Verluste zu kompensieren. Es ist uns aber gelungen, eine sehr gute Auftragslage für das Jahr 2020 zu generieren. Wir können jetzt ein Plus im Auftragsbestand von 60 Prozent und eine Steigerung des Auftragseingangs von 25 Prozent über Vorjahr verbuchen. Im Rahmen des Sanierungsplans wird die termingerechte Produktion für bestehende und neue Aufträge abgesichert, und wir werden auch im internationalen Geschäft als verlässlicher Partner wirken“, betont Holger Raithel, Geschäftsführender Gesellschafter der Kahla/Thüringen Porzellan GmbH.
Die 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung sollen gehalten werden. „Die Kompetenz, der Teamgeist und die Loyalität der Angestellten sind die Basis für die Zukunftsfähigkeit von Kahla und den langanhaltenden Erfolg unserer Made-in-Germany-Strategie.“
Über WallnerWeiß
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