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Meissen-Manufaktur plant Einschnitte bei Stellen und Standorten

14. November 2019, 12:32

Unangenehme Maßnahme

Für die Geschäftsführung der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH steht „die nachhaltige Sicherung eines einzigartigen kulturellen Erbes und der Erhalt der kunsthandwerklichen Porzellanherstellung am Standort Meißen“ genauso im Fokus wie der Fakt „dass die Manufaktur nicht mehr Geld ausgibt als sie erwirtschaftet und in Zukunft trotz schwierigem Marktumfeld bestehen kann.“

Nach einer wortreichen Erklärung, wie das Unternehmen „dank tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ den Wandel eingeleitet hat – mit der Konzentration auf das Kerngeschäft, neuen Produktformen, Dekoren und Verpackungen, modernisiertem Markenauftritt und Online-Marketing, umfassenden Investitionen in eine zeitgemäße Infrastruktur sowie dem zentralen Signature Shop im Stadtzentrum von Dresden – kommen die Unternehmensverantwortlichen  auf eine unangenehme Maßnahme zu sprechen: Das Streichen von fast 200 Arbeitsplätzen und damit jeder dritten Stelle.

Diverser Aus- und Abbau

Während die Zahl der Stellen künftig von 619 auf 418 reduziert wird, ist ausdrücklich der Ausbau von Direktbetreuung und E-Commerce sowie die Trennung von unprofitablen Standorten, die „im Rahmen der vor einigen Jahren versuchten Entwicklung zu einer breiten Luxusmarke eröffnet wurden“ vorgesehen. Begründet wird dies mit dem „schwierigen Umfeld in der Porzellanbranche“, „dem stärker zu erwartenden wirtschaftliche Abschwung in Kernmärkten“ und den daran angepassten Wachstumsaussichten: „Die Manufaktur konnte zwar in den vergangenen Jahren leichte Umsatzsteigerungen verzeichnen, aber die ambitionierten Wachstumsziele nicht erreichen. Um die für den langfristigen Erhalt der Manufaktur notwendigen wirtschaftlichen Ergebnisse erzielen zu können, sind daher Anpassungen bei Strukturen und Kosten erforderlich.“

„Zwingend notwendig“

Aus Sicht der Geschäftsführung seien diese Maßnahmen für den dauerhaften Erhalt der Manufaktur zwingend notwendig und vom Aufsichtsrat nach intensiver Diskussion in seiner Sitzung vom 13. November 2019 abgesegnet worden, heißt es bei der Porzellanmanufaktur Meissen. Diese gilt übrigens mit der Gründung im Jahr 1710 als älteste Porzellan-Manufaktur Europas.

www.meissen.com/de/

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